Kräuter- und Würzöle selbst gemacht!

Eigentlich ist immer eine gute Zeit, um ein Kräuteröl anzusetzen! Gartenkräuter wie zum Beispiel Rosmarin, Basilikum, Minze, Petersilie und Fenchel stehen inzwischen ganzjährig frisch zur Verfügung und warten darauf, geerntet zu werden. Das Herstellen von Kräuterölen und Würzölen ist einfach. Die Hauptarbeit macht ohnehin die Natur - man muss nur etwas Geduld aufbringen.
Speiseöle und Kräuter sind ein ideales Paar: Kräuter enthalten ätherische Öle und fettlösliche Aromastoffe, und Speiseöle können diese leicht flüchtigen Stoffe aufnehmen und gewissermaßen konservieren. Zudem erhöht das in den Ölen enthaltene Vitamin E als natürliches Antioxidans die Haltbarkeit.
Als Grundöle eignen sich Sonnenblumen-, Maiskeim-, Saflor-/ Distelöl, Raps- oder Sojaöl. Sie schmecken relativ neutral und können mit allen Kräutern aromatisiert werden. Zutaten wie Zitronen-, Limettenschalen und getrocknete Pilze passen gut zu einem Traubenkernöl. Kräftig aromatische Kräutern wie Minze, Oregano, Rosmarin, Thymian, Basilikum, Chilischoten, Lorbeerblätter und Knoblauch harmonieren am besten mit einem kalt gepressten Olivenöl.
Hochwertige Zutaten
Gartenkräuter müssen erntefrisch sein. Auch Gewürze wie Pfefferkörner, Nelken und Zimt sollten nicht schon ein halbes Jahr in der Küche gelegen haben. Tiefkühl-Kräuter sind keine Alternative: Sie haben schon zu viel von ihren Aromastoffen verloren und ergeben weder eine appetitliche Farbe noch einen guten Geschmack. Übrigens, auch getrocknete Kräuter sind meist wenig geeignet.
Zubereitung von Kräuterölen
Das A & O sind hochwertige Zutaten. Gartenkräuter müssen erntefrisch sein. Auch Gewürze wie Pfefferkörner, Nelken und Zimt sollten nicht schon ein halbes Jahr in der Küche gelegen haben. Tiefkühl-Kräuter sind keine Alternative: Sie haben schon zu viel von ihren Aromastoffen verloren und ergeben weder eine appetitliche Farbe noch einen guten Geschmack. Übrigens, auch getrocknete Kräuter sind meist wenig geeignet.
Die Kräuter werden gewaschen und sehr sorgfältig trocken getupft, weil verbleibende Feuchtigkeit das Öl trübt. Bei holzigen Kräutern wie Thymian, Rosmarin und Salbei hilft ein Anquetschen, um die Aromaausbeute zu erhöhen. Die Kräuter und Gewürze kommen in eine saubere und trockene Flasche, die gut zu verschließen ist und werden vollständig mit dem Öl der Wahl übergossen.
Nach zwei bis drei Wochen ist das Öl aromatisiert. Jetzt muss es abgefiltert werden, das geht gut mit einem Kaffeefilter. Die neue Flasche wird mit Etikett versehen (Name des Öls und Herstellungsdatum) und das Würzöl ist gebrauchsfertig. Setzen Sie am besten nicht mehr an, als in drei Monaten verbraucht wird. Außerdem ist es ratsam, die Eigenkreation im Kühlschrank aufzubewahren.
Rezept-Vorschläge
- Petersilienöl Geben Sie 1 Bund (50-75 Gramm) glatte Petersilie und 1 Teelöffel Salz auf 100 Milliliter Traubenkernöl oder Distelöl. Petersilienöl eignet sich für alle grünen und gemischten Salate sowie Tomatensalat; auch für gebratene Fischfilets.
- Chiliöl Hier werden 3 rote Chilischoten, die Sie entstielt und entkernt haben, in kleine Stücke geschnitten. Fügen Sie 100 Milliliter Sojaöl dazu. Für Chili con Carne, asiatische Gemüsegerichte und Grillmarinaden ist dieses Öl besonders geeignet.
- Grillöl Je 1 Zweig Rosmarin, Oregano, Thymian und Salbei, 1Knoblauchzehe (geschält), 1 Chilischote, etwas Senfsaat und einige Korianderkörner werden mit 100 Millilitern Olivenöl eine leckere Marinade.
Das Fleisch wird eine Stunde vor dem Grillen in das Öl eingelegt. Lecker ist auch eingelegter Schafskäse, der in Alufolie gegrillt wird. Das Öl passt ebenfalls prima zu Lammgerichten. Achtung: Fleisch immer gut abtropfen lassen, bevor es auf den Grill gelegt wird!
Kräuteröl für Kurzbratstücke
Je 1 Zweig Thymian, Salbei, Rosmarin mit oder ohne Blüten, je 1 Blatt Borretsch, Lorbeer, 1 Knoblauchzehe (geschält), 1 Teelöffel bunte Pfefferkörner geben hier 100 Millilitern Olivenöl die Würze. Dieses Kräuteröl ist für alles Kurzgebratene geeignet. Probieren Sie auch andere Kombinationen: Neue Mischungen werden Ihnen neue Geschmackserlebnisse verschaffen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Autor/Quelle: Nathalie Blanck / Quelle: aid Infodienst
