Fit durch die tollen Tage: Nicht nur fettreiche Krapfen naschen

Wenn die Narren das Regiment übernehmen, wird ausgelassen und feuchtfröhlich gefeiert. Wer fit durch die tollen Tage kommen möchte, braucht jedoch eine solide Grundlage.
Fettgebackene Fastnachtsspeisen wie Mutzen und Berliner sind mit Alkohol nicht gut verträglich und daher keine ideale Mahlzeit für Karnevalsjecke. Essen Sie stattdessen ballaststoffreiches Gemüse und Salate in Kombination mit Pellkartoffeln, Reis oder Nudeln. Der Kartoffelsalat muss nicht mit Mayonnaise zubereitet werden. Eine fettarme Alternative ist ein Dressing aus Gemüsebrühe, etwas Senf, Essig und Öl. Als Snack zwischendurch eignen sich Salzstangen, Laugengebäck oder Rohkost wie Möhrenstifte und Gurkenscheiben. Sie sind lecker und kalorienärmer als die traditionellen Schmalzspeisen. Eine Zwischenmahlzeit aus Obst oder Fruchtjogurt versorgt den Körper mit Vitaminen und Energie für den nächsten Tag. Vor dem Feiern und auch zwischendurch sollten Karnevalisten reichlich Mineralwasser und Fruchtsaftschorlen trinken. Das hilft, einen klaren Kopf zu bewahren und wirkt dem Kater am nächsten Morgen entgegen.
Frittierte Karnevalskrapfen & Co: So lässt sich Fett sparen
Berliner, Krapfen und Mutzenmandeln, in der Karnevalszeit haben diese und andere frittierte Leckereien Hochsaison. Selbstgemachtes schmeckt ja bekanntlich am besten, und so kommen in der fünften Jahreszeit in manchem Haushalt die sonst fast vergessene Fritteuse oder Großmutters Fetttopf wieder zum Einsatz.
Frittieren ist keine fettarme Zubereitungsmethode. Doch bei sachgerechter Anwendung enthält Frittiertes nicht mehr Fett als in der Pfanne Gebratenes. Und wenn es beim gelegentlichen Verzehr zu besonderen Anlässen bleibt, ist auch aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nichts dagegen einzuwenden. Die Fettaufnahme und das Gelingen frittierter Speisen hängt maßgeblich vom geeigneten Fett und der richtigen Temperatur ab.
- Verwenden Sie zum Frittieren beispielsweise Kokosfett, gehärtetes Erdnuss- oder Palmöl oder spezielle Frittierfette. Diese Fette sind hoch erhitzbar und zersetzen sich auch unter längerer Hitzeeinwirkung nicht. Sie sind geschmacksneutral und spritzen nicht, da sie kaum oder kein Wasser enthalten.
- Die richtige Frittiertemperatur beträgt zwischen 140 und 190 Grad Celsius. Ist die Temperatur zu niedrig, saugt sich das Gebäck voll Fett und bräunt nicht richtig. Ist sie zu hoch, entsteht zwar rasch eine dunkle Kruste, innen ist der Teig aber noch nicht gar. Bei Friteusen lässt sich die Fetttemperatur einstellen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nicht zu viel Teig auf einmal in das heiße Fett einbringen, wenn die Kontrolllampe erlischt. Denn sonst kühlt das Fett zu stark ab, und das Gebäck nimmt zu viel Fett auf. Damit die Fetttemperatur besser gehalten wird, sollten Sie immer mit geschlossenem Deckel frittieren. Wer nur einen Fetttopf und kein Thermometer besitzt, kann die Fetttemperatur mit etwas Teig oder einem Brotwürfel prüfen: Geben Sie z.B. ein Stück Weißbrot in das heiße Fettbad. Färbt es sich goldbraun, ist die richtige Temperatur erreicht.
- Frittierfette sind bei ihrem Einsatz großen Belastungen ausgesetzt. Herumschwimmende Teigreste begünstigen die Fettzersetzung. Entfernen sie diese daher zwischendurch immer wieder mit einem Schaumlöffel. Um die Fettaufnahme der Lebensmittel etwas zu verringern, empfiehlt es sich, das Frittiergut nach dem Herausnehmen für kurze Zeit auf einem saugfähigem Papier abtropfen zu lassen.
- Nach Gebrauch sollten Sie das Fett filtern. Lassen Sie es auf etwa 40 Grad Celsius abkühlen und gießen Sie es dann durch ein mit Küchenkrepp ausgelegtes Sieb. Kühl und dunkel im verschlossenen Behältnis aufbewahrt, bleibt es so etwa vier bis sechs Wochen lang haltbar. Nach sechs bis achtmaligem Gebrauch oder nach zehnstündiger Frittierdauer sollten Sie das Fett ersetzen.
Autor/Quelle: aid
