Mais: Gesunder Genuss

Mais hat einen festen Platz in unserer Ernährung: So fängt in vielen Haushalten der Tag morgens mit einer Portion Cornflakes an. Das Getreide kann außerdem gekocht oder gebraten als Beilage, als Maisbrei anstelle von Reis oder in Form von Popcorn als Snack zwischendurch verzehrt werden. Im Gegensatz zu anderen Getreidesorten hat Mais den Vorteil, dass er kein Gluten enthält und somit auch für Personen mit Zöliakie geeignet ist. Aber ist Mais deswegen gleich gesund? Erfahren Sie hier, wie viele Kalorien Mais hat und welche Inhaltsstoffe in dem gelben Getreide stecken.

Mais: Wertvolle Inhaltsstoffe

Mais besteht zum größten Teil – nämlich zu rund 72 Prozent – aus Wasser.  Außer Wasser sind in dem Getreide Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate enthalten. Die Kohlenhydrate setzen sich unter anderem aus Glukose, Fructose und Saccharose zusammen. Am süßesten schmeckt Mais direkt nach der Ernte. Denn: Je länger er liegt, desto mehr Zucker wird in Stärke umgewandelt. 

Daneben hat das Getreide aber noch viele weitere gesunde Inhaltsstoffe zu bieten. Es enthält Provitamin A, verschiedene B-Vitamine, Vitamin C sowie Vitamin E. Außerdem ist es auch reich an Mineralstoffen. Besonders erwähnenswert sind Eisen, Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor und Zink. Daneben sind in Mais außerdem auch essentielle Aminosäuren wie Leucin, Valin, Phenylalanin, Isoleucin und Threonin enthalten. 

Kalorien in Mais

100 Gramm Mais – frisch vom Kolben – enthalten rund 90 Kalorien. Der Kaloriengehalt de Maiskörner ändert sich je nach Bearbeitung. So enthält zum Beispiel Dosenmais nur circa 80 Kalorien, dagegen weist getrockneter Mais circa 350 Kalorien auf. 

Zum Vergleich: 100 Gramm Gerste enthalten 320 Kalorien, 100 Gramm Hafer 350 Kalorien, 100 Gramm Roggen 290 Kalorien, 100 Gramm Weizen 310 Kalorien und 100 Gramm Reis 350 Kalorien. 

Ist Mais gesund?

Aufgrund seiner gesunden Inhaltsstoffe und seines hohen Nährwertes kann Mais durchaus als gesund bezeichnet werden. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil an Ballaststoffen. Ballaststoffe sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die im Darm aufquellen und die Verdauung in Schwung bringen. Somit kann durch einen regelmäßigen, maßvollen Verzehr von Ballaststoffen Verdauungsproblemen vorgebeugt werden. 

Am gesündesten ist frischer Mais, der direkt vom Feld kommend zubereitet wird, denn er steckt voller Vitamine und Mineralstoffe. Abseits der Erntezeit ist das Getreide aber meist nur in Dosen erhältlich. Wenn möglich greifen Sie zu Tiefkühlmais, dieser enthält mehr Nährstoffe als Konserven. Aber auch in Konserven steckt noch ein hoher Anteil an Mineralstoffen. Der Vitamingehalt kann allerdings deutlich absinken.

Mais zubereiten

Mais, der frisch vom Feld kommt, sollte vor dem Verzehr gekocht werden. Dabei kann entweder der ganze Kolben gekocht oder die Körner vorher abgelöst werden. Alternativ können Sie die Maiskolben auch Grillen oder in einer Pfanne anbraten. Dann sollten Sie die Kolben aber zuvor am besten mit ein wenig (Kräuter-) Butter oder Öl einreiben. 

Mais kann nicht nur direkt verzehrt, sondern auch weiterverarbeitet werden. So wird aus bestimmten Sorten Maismehl hergestellt, das dann als Grundlage für Lebensmittel wie Maisbrei (Polenta), Maisbrot oder Tortillas dient. Aus den Kernen der Maiskörner kann außerdem ein Speiseöl gewonnen werden. Dieses sollten Sie am besten nur in der kalten Küche einsetzen. Neben seiner Bedeutung als Nahrungs- und Futtermittel spielt das gelbe Getreide außerdem bei der Erzeugung von Biogas eine zentrale Rolle. 

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Popcorn – ein gesunder Snack?

Aus Mais lässt sich neben Cornflakes, Maismehl und Maiskeimöl außerdem ein beliebter Snack, nämlich das Popcorn, herstellen. Popcorn wird aus Puffmais produziert, der beim Erhitzen aufplatzt und sich dabei in Popcorn verwandelt. Der Snack wird in Deutschland meist mit Zucker gesüßt, teilweise aber auch gesalzen angeboten. 

Popcorn an sich ist gar nicht so ungesund, wie man immer denkt. 100 Gramm des Snacks bringen es zwar auf rund 330 Kalorien, allerdings ist Popcorn ähnlich wie Mais reich an  wertvollen Ballaststoffen. Allerdings wird dem Puffmais im Kino oder auf dem Weihnachtsmarkt meist noch Fett und Zucker hinzugefügt. Dann ist der Snack natürlich nicht mehr so gesund und schlägt direkt mit circa 70 Kalorien mehr zu Buche.