Getreide - Vielfalt der Natur

Getreide schmeckt lecker, ist weltweit Hauptnahrungsmittel und bietet eine große Vielfalt. Was in welcher Sorte steckt und worauf man bei Unverträglichkeiten achten muss.Cornflakes, Müsli oder Brötchen zum Frühstück, mittags ein Reisgericht vom Asiaten, zum Kaffee etwas Gebäck und abends natürlich das Abendbrot. So oder so ähnlich sieht bei vielen der tägliche Speiseplan aus.


Ein Leben ohne Getreide – praktisch nicht vorstellbar. Dennoch wurden in den vergangenen Jahren Stimmen laut, die sich negativ zu Brot & Co. äußerten. In der Urkost des Menschen, dessen Erbgut sich seit Jahrtausenden kaum verändert habe, sei Getreide nicht vorgesehen gewesen, heißt es da. Immer wieder hört man, dass Kohlenhydrate, die ja nicht zuletzt aus Getreide stammen, dick machen würden. Die Entwarnung vorab: Getreide ist gesund und kann mit Ausnahme von Menschen, die eine Unverträglichkeit gegen die eine oder andere Sorte haben, mit Genuss verzehrt werden. Besonders die unverarbeitete Form der kleinen Körnchen steckt voller guter Inhaltsstoffe und jede Sorte hat ihre Besonderheit. Hier die wichtigsten Getreidearte

Buchweizen

Er gehört botanisch zu den Knöterichgewächsen. Der Samen sieht aus wie kleine Bucheckern. Blinis, ein russisches Nationalgericht, oder Pfannkuchen schmecken mit Buchweizenmehl besonders gut. Die kleinen Körner liefern besonders hochwertiges Eiweiss.

Dinkel

Das Urgetreide wurde bereits von den Kelten und Ägyptern kultiviert. Es kommt heute vornehmlich aus ökologischem Anbau und lässt sich wie Weizen verwenden. Das Plus: Auch Weizenallergiker vertragen Dinkel und er enthält viel Niacin und andere B-Vitamine. Grünkern ist unreif geernteter, unter Hitze getrockneter Dinkel.

Gerste

Sie dient in erster Linie als Futtergetreide und Grundstoff für Braumalz. Gerste sorgt für einen guten Mineralstoffgehalt im Bier. Abgesehen davon ist sie in der menschlichen Ernährung noch in Form von Graupen zu finden.

Hafer

Das Getreide ist ein richtiger Kraftspender für den Tag und steckt nicht umsonst im Müsli. Hafer enthält besonders viel gutes Eiweiß und pflanzliches Fett sowie den besten Vitamin- und Mineralstoffcocktail.

Hirse

Die kleinen Körnchen zeichnen sich durch den hohen Gehalt an Kieselsäure aus, die Haut, Haare und Nägel gesund erhält und verschönert. Hirse spielt aufgrund ihres hohen Eisengehaltes und der guten Verträglichkeit auch in der Säuglingsernährung eine wichtige Rolle.

Mais

Er nimmt hierzulande keinen allzu hohen Stellenwert in der Ernährung ein, steht aber in Form von Cornflakes oder Polenta dennoch manchmal auf dem Speisezettel. Mais liefert von allem etwas und ist ein besonders guter Vitamin-E-Lieferant.

Quinoa

Das so genannte Inkakorn kommt aus Südamerika und wird "Kinwa" ausgesprochen. Es speichert viel wertvolles Eiweiß sowie fast so viel Eisen wie Amaranth.

Reis

Ob Langkorn zum Geschnetzelten, Rundkorn als Milchreis oder Basmati zu exotischen Gerichten. Reis ist vielfältig einsetzbar. Wer anstatt dem polierten auch einmal die Naturvariante probiert, hat nicht nur den Geschmack, sondern auch viele Vitamine und Mineralstoffe auf dem Teller.

Roggen

Er ist neben Weizen das wichtigste Brotgetreide und wird häufig in Mischbrot verbacken. Besonders herzhaft schmecken allerdings Sauerteigbrote mit 100 Prozent Roggenanteil. Das Getreide liefert viel Magnesium für Muskeln und Nerven.

Weizen

Als Letztes im Alphabet, aber ganz vorne in der Verzehrsstatistik steht der Weizen. Kaum eine Nudel, ein Brot oder ein Gebäck, in dem er nicht enthalten ist. In der Regel wird Weißmehl statt Vollkornmehl verwendet, sonst wäre die Nährstoffausbeute bedeutend besser. Weizenkeimöl versorgt übrigens mit einer Extraportion Vitamin E.
 
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