Zimt - Warum er schaden kann

Zimt in der Schwangerschaft

Bereits seit längerem bekannt ist, dass Zimt bei empfindlichen Personen Allergien hervorrufen kann. Interessanterweise kann der Genuss von Zimt auch bei Personen, die allergisch gegen Kräuterpollen (z.B. von Beifuß) sind, zu allergischen Reaktionen führen (sog. Kreuzallergien).
In der Schwangerschaft sollte Zimt nur mit Vorsicht genossen werden - sein Öl kann Wehen auslösen.

Zimt: gesundheitsschädigende Wirkung

Seit einigen Jahren weiß man, dass - in Zimt natürlicherweise enthaltene - Phenylpropanoide (v.a. Cumarin, aber auch Safrol) gesundheitsschädigend sein können. Ein bestimmter Anteil der Bevölkerung scheint besonders empfindlich zu sein und reagiert mit Leberschädigungen (warum das so ist, weiß man bisher nicht). Darüber hinaus hat sich im Tierexperiment ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen gezeigt; inwieweit diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen werden können, ist allerdings noch nicht geklärt.

Aufgrund der krankmachenden Eigenschaft ist gesetzlich nur ein bestimmter Höchstwert (2 mg) an Zimt pro Kilogramm Lebensmittel erlaubt. Nun zeigten aktuelle Untersuchungen, dass in zimthaltigen Lebensmitteln diese Grenzwerte häufig überschritten werden. Zum Teil liegt das daran, dass in Fertigprodukten fast immer der - erheblich billigere - Cassia-Zimt verwendet wird, der eine vielfach höhere Cumarin-Konzentration als der Ceylon-Zimt aufweist. Da die Hersteller nicht verpflichtet sind, die verwendete Zimtart anzugeben, ist es für den Verbraucher schwierig abzuschätzen, ob er unter dem erlaubten Cumarin-Grenzwert von täglich 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht bleibt, zumal auch Lebensmittel wie Müsli oder Cola Zimt enthalten und eine Aufnahme über die Haut (z.B. Seife) erfolgen kann.

Insbesondere bei Kindern ist dieser Grenzwert schnell erreicht - Bund und Länder empfehlen z.B., dass Kinder täglich nicht mehr als

  • 4 Zimtsterne à 5,6 Gramm oder
  • 1 Lebkuchen à 30 Gramm oder
  • Milchreis mit Zimt und Zucker 200 Gramm oder
  • 2 Müsliriegel à 35 Gramm oder
  • Fertig-Müsli 75 Gramm

verzehren sollten. Warum statt der Empfehlungen nicht eine Offenlegung oder Beschränkung der Inhaltsstoffe durchgesetzt wird, bleibt unklar.

 
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