Grapefruit und Pampelmuse

Die drei Zitrusfrüchte Grapefruit, Pampelmuse und Pomelo sind eng miteinander verwandt und weisen deshalb auch einige ähnliche Eigenschaften auf: Gemeinsam ist den drei Früchten ihr hoher Vitamin C-, aber nur geringer Kaloriengehalt sowie ihr leicht bitterer Geschmack. Dieser macht die Zitrusfrüchte nicht nur im Sommer zu einer leckeren und gesunden Erfrischung. Werden Grapefruits, Pampelmusen, aber auch Pomelos gemeinsam mit bestimmten Medikamenten eingenommen, können jedoch Wechselwirkungen auftreten.

Bittersüßer Geschmack

Die Grapefruit (Citrus paradisi) ist die Frucht des Grapefruitbaums, der in fast allen subtropischen Ländern vorkommt. Sie ist das Ergebnis einer Kreuzung von Orange (Citrus aurantium) und Pampelmuse (Citrus maxima). Das Ergebnis der Kreuzung von Grapefruit und Pampelmuse wird wiederum als Pomelo bezeichnet. Während Grapefruits meist das ganze Jahr über erhältlich sind, sind Pampelmusen in Deutschland relativ schwer zu bekommen.

Oft wird der Begriff Pampelmuse auch fälschlicherweise für eine Grapefruit gebraucht. Hat man es im Supermarkt allerdings geschafft, eine Pampelmuse zu ergattern, kann man diese zuhause problemlos lagern: Bei Zimmertemperatur halten sich die exotischen Früchte bis zu drei Monate. Auch Grapefruits sind lange haltbar, leicht gekühlt sind sie auch zwei Monate nach dem Einkauf noch genießbar.

Die Schale der Grapefruits ist gelb, die Farbe des Fruchtfleischs kann von einem hellen gelb bis hin zu einem dunklen rot variieren. Das Fruchtfleisch der Grapefruit ist in verschiedene Segmente unterteilt und hat meist einen bitteren Geschmack. Je roter das Fruchtfleisch ist, desto süßer ist die Frucht.

Ähnlich wie Grapefruits haben Pampelmusen einen süßsäuerlichen Geschmack, mitunter können sie auch bitter schmecken. Pampelmusen gelten übrigens als die größten aller Zitrusfrüchte: Sie können einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimeter und ein Gewicht von bis zu sechs Kilogramm erreichen.

Grapefruit und Pampelmuse: Echte Vitamin C-Bomben

Ähnlich wie viele andere Zitrusfrüchte haben auch Grapefruits nur wenige Kalorien (kcal). 100 Gramm enthalten durchschnittlich zwischen 38 und 50 Kalorien. Der geringe Kaloriengehalt der Grapefruit ist darauf zurückzuführen, dass sie zum größten Teil aus Wasser besteht.

Neben dem großen Wasseranteil enthalten 100 Gramm Grapefruit noch 8 Gramm Zucker, 0,2 Gramm Fett sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. An Vitaminen enthält die Grapefruit vor allem Vitamin C. 100 Gramm decken den Tagesbedarf an Vitamin C bereits zu 59 Prozent ab. Daneben enthält die Grapefruit auch noch Vitamin A, B1, B2 und B6 sowie die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Magnesium.

Auch Pampelmusen haben kaum Kalorien, 100 Gramm enthalten gerade einmal 42 Kalorien. Wie die Grapefruit ist auch die Pampelmuse besonders reich an Vitamin C, bis zu 45mg Vitamin C stecken in 100 Gramm Pampelmuse. Darüber hinaus besteht eine Pampelmuse aus folgenden Inhaltsstoffen: 89,5 Prozent Wasser, 9,4 Prozent Kohlenhydrate, 0,6 Prozent Proteine und 0,5 Prozent Fett.

Gesundheitsfördernde Wirkung

Die Grapefruit gehört wohl zu den gesündesten Früchten überhaupt, denn ihre Inhaltsstoffe wirken sich in vielfältiger Weise positiv auf unseren Körper aus. So baut der Bitterstoff Naringin, der in Grapefruits, Pampelmusen und Pomelos enthalten ist, Cholesterin ab. Darüber hinaus regen die Bitterstoffe der Grapefruit die Verdauung, insbesondere die Fettverdauung, an.

Die verbesserte Verdauung ist darauf zurückzuführen, dass der bittere Geschmack der Grapefruit die Produktion des Magensaftes anregt. Da mit Beginn der Verdauung der Hunger nachlässt, sorgen die Bitterstoffe gleichzeitig auch für ein verbessertes Sättigungsgefühl. Dadurch eignet sich die Grapefruit auch für Diäten, allerdings sollte sie nicht in zu großen Mengen verzehrt werden. Zudem verbessert Naringin die Insulinempfindlichkeit und kann, da es sich positiv auf den Blutzucker auswirkt, Diabetes mellitus vorbeugen.

Neben dem Fruchtfleisch der Grapefruit wird auch ihren Kernen eine heilende Wirkung nachgesagt: Ob ein Grapefruitkernextrakt aber tatsächliche die versprochene Wirkung hat, unter anderem soll es eine antibakterielle Wirkung besitzen, ist unter Experten umstritten.

Vorsicht vor Risiken und Nebenwirkungen

Trotz oder gerade wegen der vielen positiven Effekte von Grapefruits und Pampelmusen ist aber auch Vorsicht geboten. Denn das Abbauprodukt des Bitterstoffs Naringin, Naringenin, kann zusammen mit Bergamottin, einem weiteren Inhaltsstoff der Grapefruit, im Körper zu erheblichen Problemen führen: Gemeinsam sorgen beide dafür, dass ein Enzym in der Leber blockiert wird und dadurch bestimmte Wirkstoffe schlechter abgebaut werden.

Dadurch kann nach dem Verzehr von Grapefruits die Konzentration der betroffenen Medikamente im Blut ansteigen und ihre Wirkungen und Nebenwirkungen können sich verstärken. Vorsichtig sollte man besonders bei Herzmedikamenten sowie cholesterinsenkenden Mitteln sein. Auch blutdrucksenkende Mittel sind gefährlich, da der Blutdruck deutlich stärker abfallen kann als erwünscht. Desweiteren sind auch Antidepressiva sowie Potenz-, Krebs- und Asthmamittel von einer Wechselwirkung mit den Inhaltsstoffen der Grapefruit betroffen.

Allgemein gilt, dass man es auf jeden Fall vermeiden sollte, Medikamente aller Art zusammen mit Grapefruitsaft einzunehmen. Gleiches gilt auch für den Verzehr von Pampelmusen und Pomelos.

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Rezepte mit Grapefruit und Pampelmuse

Wer den bitteren Geschmack der Grapefruit liebt, kann die Frucht direkt verspeisen. Wer es ein wenig süßer mag, kann die Grapefruit halbieren, die beiden Hälften mit Zucker bestreuen und anschließend auslöffeln. Zudem kann die Grapefruit auch im Nachtisch oder in Salaten zum Einsatz kommen. Der Großteil der Grapefruits wird allerdings in der Saftproduktion verwendet.

Auch die Pampelmuse kann roh verspeist oder zu Saft verarbeitet werden. Auch im Salat zusammen mit Hühnchen, Grünkern, Apfel und Ei macht sich die Pampelmuse gut. Wer einen leckeren Nachtisch zaubern möchte, kann die Pampelmuse auch im Obstsalat verwenden. Hier verträgt sie sich besonders gut mit Orangen, Mandarinen, Äpfeln und Birnen und blauen Weintrauben. Wer es exotischer mag, kann je nach Vorlieben auch Feigen, Datteln, Walnusskerne oder Pistazien untermischen.