Orangen als Abwehrkräfte-Cocktail

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Süß, fruchtig, saftig und gesund: Die Orange, die aus einer Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse entstanden ist, ist besonders in der kalten Jahreszeit heiß begehrt. Im 16. Jahrhundert stellte die Orange die beliebteste Frucht an den europäischen Fürstenhäusern dar und auch heute schätzt man die Orange noch sehr. Kein Wunder, denn Orangen duften köstlich und sind ein kulinarischer Abwehrkräfte-Cocktail.

Was Orangen so gesund macht

Heute bekommen wir die leuchtende, kugelförmige, wunderbar duftende Orange überall und zu jeder Jahreszeit. Sie ist längst ein selbstverständlicher Teil unserer Ernährung, ob pur, als Saft, in Obstsalaten, Desserts oder als Beilage zu Fleisch und Fisch.

Orangen sind reich an Vitamin C, in 100 Gramm Orangenfleisch stecken allein 50 Milligramm davon. Mit 200 Gramm Orangenfleisch deckt ein Erwachsener schon seinen Tagesbedarf. Somit sind die Früchte ein feiner kulinarischer „Abwehrkräfte-Cocktail“ für unser Immunsystem. Außerdem sind Orangen prall gefüllt mit Mineralstoffen, darunter Eisen (0,4 Milligramm pro 100 Gramm), das eine wichtige Rolle beim Transport von Sauerstoff im Blut spielt, und Phosphor (23 Milligramm pro 100 Gramm), das der Körper für die Zellteilung sowie die Energiegewinnung und -speicherung braucht.

Daneben sind Orangen aber auch gesund, da sie nur wenige Kalorien haben. 100 Gramm Orangenfleisch bringen es gerade einmal auf 47 Kalorien - eine ganze Orange hat etwa 68 Kalorien.

Orangen sind bekömmlich und leicht verdaulich. Ihre Schale ist voller ätherischer Öle, was ihren herrlichen Duft ausmacht. Wer Orangenschalen, auch Zesten genannt, zum Kochen, Backen oder Dekorieren von Desserts verwenden will, sollte dafür aber nur unbehandelte Orangen verwenden – am besten aus dem Bio-Laden. Denn im konventionellen Bereich werden Orangen mit einer Wachsschicht und Konservierungsmitteln überzogen, um sie haltbar zu machen.

 

Wie werden Orangen gelagert?

Eigentlich erstaunlich: Da hat die Orange so eine feste Schale, das Fruchtfleisch liegt darin geschützt, und doch hält die Frucht nicht so lange, wie man es vermuten könnte. In der Obstschale bleibt sie ungefähr eine Woche frisch, im Gemüsefach des Kühlschranks etwa zwei Wochen.

Es ist ratsam, Orangen nicht abgepackt zu kaufen, sondern lieber am Obststand einzeln auszuwählen. Worauf Sie achten sollten? Dass die Orange gut und schwer in der Hand liegt, dass ihre Schale gesund aussieht, fest ist und auf Fingerdruck leicht nachgibt.

 

Exotische Orange

Vor ein paar Jahrhunderten waren Orangen noch wahre Exoten und Könige leckten sich die Finger nach ihnen. Sonst hätte man kaum ganze Gärten nach den Orangen benannt: Die Rede ist von den Orangerien, jenen Gärten aus Zitrusbäumchen, die man ab dem 16. Jahrhundert in Königs- und Fürstenkreisen so schick fand. Exotik war in Mode, und genau dafür stand der Orangenbaum. Schließlich kam er von weit her, nämlich aus China. Deshalb lautet der zweite Name der Frucht auch Apfel-Sine, also Apfel aus China. Dort wurden die Früchte bereits weit vor Christi Geburt gezüchtet.

Nach Europa gelangten sie relativ spät, wobei zwischen Bitter- und Süßorangen unterschieden werden muss. Die Bitterorangen brachten die Araber im 11. Jahrhundert nach Sizilien und von dort nach Spanien. Die Süßorange wurde vor allem durch die Portugiesen bekannt: Seefahrer brachten sie von ihren Reisen nach Indien mit. Heute werden Orangen in fast allen wärmeren Ländern der Welt angebaut - weltweit gibt es über 400 verschiedene Orangensorten. Dass die USA und Brasilien heute über die Hälfte der Weltproduktion bestreiten, verdanken sie Kolumbus: Er nahm die Orange mit in die Neue Welt.