Pflaumen: Erste Hilfe bei Verstopfungen

Wenn die Tage langsam wieder kürzer werden, hat die Pflaume Saison. Mit ihrem süßlichen Geschmack erinnert sie uns noch an den Sommer, ermöglicht uns gleichzeitig aber auch einen gesunden Start in den Herbst. Denn Pflaumen besitzen nicht nur wichtige Vitamine und Mineralstoffe, sondern helfen auch bei Verstopfungen und anderen gesundheitlichen Problemen. Reife Pflaumen haben allerdings einen sehr hohen Fruchtzuckergehalt, weshalb auf den Verzehr der blauen Früchte bei einer Fructoseintoleranz besser verzichtet werden sollte. Der hohe Fruchtzuckeranteil führt auch dazu, dass Pflaumen mehr Kalorien als viele andere Fruchtsorten haben.

Die Pflaume und ihre Inhaltsstoffe

Ähnlich wie viele andere Obstsorten bestehen auch Pflaumen zum Großteil aus Wasser. Darüberhinaus setzen sich die blauen Früchte zu 10,2 Prozent aus Kohlenhydraten, zu 0,6 Prozent aus Proteinen, zu 0,2 Prozent aus Fetten und zu 1,6 Prozent aus Ballaststoffen zusammen. Darüber hinaus enthält diese Obstsorte mit Eisen, Magnesium, Kalium, Kupfer und Zink auch wichtige Mineralstoffe.

Pflaumen haben außerdem jede Menge Vitamine zu bieten, neben Provitamin A, Vitamin C und Vitamin E enthalten sie verschiedene Vitamine aus der B-Gruppe. Diese sind besonders wichtig für das Nervensystem. Bezüglich der einzelnen Vitamine können Pflaumen zwar keine Spitzenwerte aufweisen, sie bietet aber ein gesundes Gesamtpaket an.

Im Vergleich zu anderen Früchten haben Pflaumen einen besonders hohen Fruchtzuckeranteil und können somit schnell Energie liefern. Von allen Pflaumen enthalten übrigens Zwetschgen den meisten Zucker. Aufgrund des hohen Zuckergehalts ist auch der Kaloriengehalt von Pflaumen etwas höher als bei anderen Früchten: 100 Gramm Pflaume enthalten etwa 47 Kalorien (kcal). Deutlich mehr Kalorien enthalten allerdings Trockenpflaumen, hier bringen es 100 Gramm auf etwa 225 Kalorien.

Aufgrund des hohen Zuckergehalts sollte man bei einer Fructosemalabsorption oder einer Fructoseintoleranz auf den Verzehr von Pflaumen besser verzichten. Ansonsten kann es zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall kommen.

Wissenswertes rund um die Pflaume

Pflaumen (Prunus domestica) gehören zur Familie der Rosengewächse. Weltweit existieren vermutlich über 2000 verschiedene Arten, einige bekannte Unterarten der Pflaume sind die Mirabelle und die Zwetschge. Im Unterschied zu Pflaumen haben Zwetschgen eine länglichere Form und spitze Enden. Über den Ursprung der Pflaume gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Vermutlich wurde sie von Alexander dem Großen von einem seiner Kriegszüge mit in sein Reich gebracht.

In Deutschland wird die Pflaume heute schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz angebaut, rund 70 Prozent der gesamten Erntemenge stammen aus den beiden Bundesländern. Je nach Art unterscheiden sich Form, Farbe und Größe dieser Obstsorte relativ stark. So können sowohl gelbe und grünliche als auch rote, blaue und violette Pflaumen erworben werden. Die Blütezeit der Pflaume dauert von April bis Mai. Saison hat die Pflaume in Deutschland dann von Juli bis Oktober.

Pflaumen bringen die Verdauung in Schwung

Pflaumen werden gerne als Hilfsmittel genutzt, wenn es einmal Probleme mit der Verdauung gibt. Am Vorabend eingeweichte getrocknete Pflaumen, welche zum Frühstück verzehrt werden, können bei Verstopfungen helfen, denn Pflaumen haben eine abführende sowie harntreibende Wirkung.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass Pflaumen neben anderen Inhaltsstoffen auch die Pflanzenfasern Zellulose und Pektin enthalten. Diese unverdaulichen Nahrungsfasern quellen im Darm auf und regen die Verdauung an. Auf dem Weg durch den Darm nehmen sie außerdem verschiedene Abfall- und Giftstoffe mit und tragen damit zur Krebsprophylaxe bei. Aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts helfen Pflaumen außerdem den Cholesterinspiegel zu senken. Daneben wird ihnen aber auch nachgesagt, dass sie sich bei Gicht sowie bei Leberleiden positiv auf die Betroffenen auswirken.

Weitere Artikel



Rezepte mit Pflaumen

Beim Kauf von Pflaumen sollte man unbedingt darauf achten, feste Früchte zu bekommen. Weiche, überreife Pflaumen sollte man dagegen meiden, da sie oft von Würmern befallen sind. Nach dem Einkauf sollten die Pflaumen relativ schnell gegessen werden, bis zum Verzehr lagert man sie am besten an einem kühlen und schattigen Ort. pflaumen sollten am besten erst direkt vor dem Essen gewaschen werden, damit die wachsartige Schutzschicht, die die Früchte vor dem Austrocknen bewahrt, möglichst lange erhalten bleibt. Schneidet man die Pflaume entlang ihrer Naht auf, kann man sie sauber in zwei Hälften teilen. Je nach Reifegrad der Frucht lässt sich der Kern anschließend mehr oder weniger leicht vom Fruchtfleisch lösen.

Pflaumen können sowohl frisch vom Baum als auch getrocknet verzehrt werden, bei getrockneten Pflaumen steigt allerdings der Fruchtzucker- und damit auch der Kaloriengehalt. Gerade im Spätsommer eignen sich Pflaumen hervorragend für einen leckeren Pflaumenkuchen. Wer die Pflaumen noch etwas länger genießen möchte, kann sie Einkochen und dann zu Pflaumenmus oder Pflaumenkompott verarbeiten. In der asiatischen Küche werden Pflaumen auch zur Herstellung von Saucen und Wein genutzt.