Abnehmen mit Molke

Molke sieht mit ihrer grünlich-wässrigen Farbe nicht gerade ansprechend aus. Säuerlich schmeckend ist Molke im Grunde genommen nur ein Abfallprodukt. Dennoch schwören Sportler und auch Diät-Experten auf Molke-Drinks. Molke eignet sich nicht nur zum Abnehmen als Teil einer Diät oder als eigenständige Molkekur, sondern auch als nährstoffreicher Durstlöscher für aktive Menschen.

Was ist Molke?

Ähnlich wie Buttermilch ist Molke ein Nebenprodukt, das bei der Verarbeitung von Milch entsteht. Dabei gibt es zwei verschiedene Molkearten: Labmolke (auch: Süßmolke) entsteht, wenn der Milch Lab hinzugefügt wird, um sie zu verdicken und so Käse herzustellen. Sauermolke hingegen fällt bei der Quarkproduktion an, wenn die Milch mit Milchsäurebakterien behandelt wird. Dabei ist Molke die Flüssigkeit, die sich nach dem Eindicken der Milch vom geronnenen Eiweiß absetzt.

Pure Molke hat eine grünlich bis gelbliche Farbe, ist wässrig und nicht gerade appetitlich. Außerdem verdirbt sie extrem schnell, in der Regel bereits nach zwei Stunden. Daher wird Molke im Handel meist als pasteurisierter Drink oder als Pulverzubereitung angeboten. Sowohl Molke-Drinks als auch das Pulver sind oft mit zusätzlichen Vitaminen und Nährstoffen angereichert und werden in den verschiedensten Geschmacksrichtungen angeboten.

Abnehmen mit Molke per Diät

Molke hat gegenüber Milch einen entscheidenden Vorteil für eine Diät: Sie ist extrem kalorien- und fettarm. Der Fettgehalt beträgt etwa 0,2 Prozent und auf 100 Gramm Süßmolke kommen gerade einmal 25 kcal. Gleichzeitig bleiben aber alle wichtigen Nährstoffe der Milch in der Molke enthalten, weshalb sie reich an B-Vitaminen, Kalium, Calcium, Eisen und Spurenelementen ist.

Molke enthält zwar relativ wenig Eiweiß, dafür aber sehr wertvolles, das vom menschlichen Körper gut abgebaut werden kann und so für Muskelwachstum sorgt. Durch dieses Molkenprotein wird bei einer Molke-Diät hauptsächlich Fett verbrannt und nicht das körpereigene Eiweiß im Muskelgewebe. Auch Bodybuilder und Sportler schwören daher auf sogenannte Whey Shakes.

Molke für Fastenkur ungeeignet

Wer mit Molke abnehmen möchte, sollte aber keine radikale Molke-Diät oder Molkekur beginnen, sondern lieber lediglich eine Hauptmahlzeit durch einen Molke-Drink ersetzen. Da in der Molke relativ wenige Nährstoffe stecken, ist sie als kompletter Nahrungsersatz nicht geeignet.

Ein Molke-Drink täglich kurbelt hingegen die Verdauung an, vertreibt das Hungergefühl, entwässert den Körper und ist ein kalorien- und fettarmer Ersatz für deftiges Essen. Dadurch verspricht eine Molke-Diät zwar keinen schnellen, dafür aber einen gesunden und anhaltenden Gewichtsverlust ohne zu Hungern. Abnehmen mit Molke ist absolut alltagstauglich, ohne Rechnen und Kalorienzählen einfach durchzuführen. Mit verschiedenen Rezepten und Variationsmöglichkeiten kann eine Molke-Diät zudem lecker und abwechslungsreich sein.

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Molke: Drinks und Shakes

Neben den fertigen Molke-Drinks aus dem Kühlregal wird Molke meist als Pulver angeboten, welches mit etwas Wasser angerührt wird. Naturkostläden bieten außerdem teils naturbelassene, pasteurisierte Molke an. Mit etwas püriertem Obst oder Gemüse vermischt, lassen sich aus der säuerlich schmeckenden Molke tolle, gesunde Shakes zubereiten.

Um das Getränk etwas süßer zu machen, kann die Zugabe von Honig, Milch, Buttermilch oder Joghurt helfen. Wer es gerne salzig mag, liegt mit pürierter Gurke, Karotte, Kresse oder frischen Kräutern richtig. Auch mit Tee lässt sich Molke mischen – grüner Tee hat eine anregende Wirkung und macht das Getränk erst richtig gesund.

Im Sommer erfrischen Molke-Saft-Cocktails. Dazu einfach Molke und Orangen-, Kirsch- oder Maracujasaft im Verhältnis 1:1 mischen, etwas Zitronensaft hinzufügen und gut verrühren. Molke-Drinks sollten immer direkt nach der Zubereitung getrunken werden, da sich die Flüssigkeiten meist schnell wieder trennen und dann unappetitlich aussehen.