Kieselsäure

Unser Aussehen spiegelt oft unsere innere Befindlichkeit. Brüchige Haare und Fingernägel oder bleiche, faltige Haut deuten darauf hin, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sie können zum Beispiel auf einen Mangel an Silizium hinweisen, dem nach Sauerstoff am weitesten verbreiteten Element auf der Erde. In der Natur ist Silizium nie in reiner Form zu finden, sondern immer in Verbindung mit Sauerstoff als Siliziumdioxid. Dessen Säure wird als Kieselsäure bezeichnet.

Kieselsäure findet man in Stützgerüsten von kleinsten Meerestierchen, den Kieselalgen. Sie lebten vor 80 Millionen Jahren bereits in den Urmeeren. Die Gerüste der abgestorbenen Kieselalgen lagerten sich auf dem Meeresgrund ab und bildeten dort gewaltige Halden. Diese blieben bestehen, als sich das Meer zurückzog. Größere Ablagerungen von Kieselsäure befinden sich in Deutschland in der Lüneburger Heide, am Vogelsberg in der Lausitz und in der Umgebung von Berlin.

Silizium - Essentielles Spurenelement

Der Begriff Spurenelement bezieht sich beim Silizium nicht auf die Häufigkeit des natürlichen Vorkommens, sondern auf die Konzentration im menschlichen Gewebe. Auch wenn sich in unserem Körper insgesamt nur etwa 1,4 Gramm befinden, ist Silizium trotzdem in fast jeder Zelle vorhanden. Gerade die schnell wachsenden Zellen wie Haut, Haare und Nägel enthalten viel Kieselsäure.

Mit dem Alter nimmt der Siliziumgehalt im Körper jedoch ab. Auch die Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes lassen nach und das Bindungsvermögen von Feuchtigkeit reduziert sich. Silizium unterstützt die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu binden, und beeinflusst den Haut-Stoffwechsel positiv. Zugleich unterstützt es den Aufbau des Bindegewebes und fördert das Wachstum von Haar und Fingernägeln.

Außerdem ist es für die Knochenbildung von Bedeutung. Osteoporotische, brüchige Knochen enthalten weniger Silizium als stabile, elastische. Da der Organismus Silizium für viele Aufgaben benötigt, muss das Spurenelement mit der Nahrung immer wieder zugeführt werden.

Widerstandsfähige Haare und feste Fingernägel

Die Haare und Fingernägel tragen wesentlich zu unserem äußeren Erscheinungsbild bei. Sie sollten deshalb vital und gesund aussehen. Doch die täglichen Belastungen wie Sonne, Wind und Luftverschmutzung, mechanische Beanspruchungen oder häufige Pflege wie fönen, färben bzw. lackieren beeinträchtigen die Strukturen erheblich. Durch diese Belastungen können die im Haar liegenden Fasern, die für den Glanz sorgen, beeinträchtigt oder zerstört werden – das Haar wird trocken und brüchig und es splittet sich auf.

Auch Nägel leiden unter äußeren Einflüssen, wobei unschöne Fingernägel auch Folge von Mangelerscheinungen sein können. Brüchige oder weiche Nägel weisen beispielsweise auf eine schlechten Allgemeinzustand, eine vorübergehende Abwehrschwäche oder einen Mangel an Spurenelementen und Mineralstoffen hin.

Deshalb ist es wichtig, dass das Haar von innen heraus gesund und widerstandsfähig bleibt. Das beste Mittel dafür ist eine ausgewogene Ernährung, die dem Haar alle benötigten Spurenelemente zur Verfügung stellt. Ist das nicht möglich, können diese auch zugeführt werden. Auch die Nagelqualität wird durch eine ausreichende Zufuhr an Silizium unterstützt. Da Haare und Nägel einige Zeit brauchen, um sich zu regenerieren und zu erneuern, ist eine kontinuierliche Zufuhr von Kieselsäure über mehrere Monate zu empfehlen.

Straffe und gesunde Haut

Mit zunehmendem Alter kann der Gehalt an Silizium in einigen Geweben sinken, beispielsweise in den Blutgefäßen und der Haut. Eine typische Folge ist die Cellulite. Um Hauveränderungen zu verlangsamen, führen Sie Ihrem Körper viel protein- und ballaststoffreiche Nahrung zu.

Darüber hinaus unterstützt Kieselsäure die Bildung von Kollagen und Elastin. Kollagen macht die Haut fest, Elastin hält sie elastisch und geschmeidig. Die Einnahme von Kieselsäure kann das Altern der Haut zwar nicht verhindern, aber dazu beitragen, den Körper mit dem für die Schönheit so wichtigen Silizium zu versorgen.

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Kieselsäure für die Hausapotheke

Die große reaktionsfähige Oberfläche von kolloidaler Kieselsäure hat eine hohe Bindungskraft gegenüber Entzündungserregern wie Bakterien oder Viren, die dadurch unschädlich gemacht werden. Die entzündungshemmende Wirkung ist sowohl bei innerer Anwendung im Rachenbereich und im Magen-Darm-Trakt nachgewiesen, als auch bei äußerlicher Anwendung bei Wunden und kleineren Verletzungen, Akne, Hautreizungen und Geschwüren (wie dem offenen Bein).

Die gleichzeitig kühlende Wirkung von kolloidaler Kieselsäure ist von Vorteil bei Sonnenbrand und anderen leichten Verbrennungen sowie Insektenstichen.