Weißer Tee - Exklusives für Genießer

Er gilt als edelste Tee-Sorte der Welt und trägt geheimnisvolle Namen wie "Weiße Pfingstrose", "Wassergeist" oder "Silbernadel". Die Rede ist vom Weißen Tee. Das edle Getränk ist zurzeit in aller Munde, und das zu Recht.
Schon im 11. Jahrhundert vor Christus hatte es das süß-liebliche Aroma den Kaisern Chinas angetan: die kostbaren Teeblätter galten als unverzichtbare Zutat für ein Elixier, das zur Unsterblichkeit verhelfen sollte. Mythen und Legenden zufolge soll weißer Tee lebensverlängernde Kräfte besitzen.
Was ist Weißer Tee?
Den Knospen - genauer gesagt dem silbrigen, seidenartigen Flaum, der sie umgibt - verdankt weißer Tee seinen Namen. Seine besondere Qualität liegt in der Auswahl der Blätter und deren Verarbeitung. Nur die ungeöffneten Blattknospen des Teestrauchs eignen sich für den Tee. Sie werden einzeln per Hand gepflückt, für ein Kilo Tee sind rund 30.000 Knospen notwendig. Auf großen Trockengestellen werden die Knospen bei schwachem Tageslicht luftgetrocknet. Danach kommen sie in große Körbe, werden kurz erhitzt und trocknen noch einmal an der Luft. Durch die besonders schonende Verarbeitung erhält der weiße Tee seine exklusive Note. Angebaut wird der weiße Tee in den hohen Bergregionen der chinesischen Provinz "Fujian". Am verbreitetsten ist Pai Mu Tan, zu deutsch weiße Pfingstrose, ein großblättriger Tee; die hochwertigste Sorte ist der Yin Zhen, zu deutsch Silbernadel oder auch Silvery Pekoe, eine sehr spezielle Pflückung ausgewählter Knospen, die sorgsam verarbeitet werden. Für Yin Zhen, die Spitzenqualität, werden nur besonders schöne, aromatische Triebe des Big White Tea Bushs gepflückt.
Gesundheit trinken
Weißem Tee sagt man schon länger zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften nach. Das besondere ist der hohe Gehalt an Polyphenolen. Aktuelle Forschungen wollen jetzt sogar belegen, dass weißer Tee bis zu 100 Prozent effektiver ist und dreimal mehr Polyphenole besitzt als grüner Tee. Polyphenole enthalten hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen und so das Immunsystem stärken. Und: Ebenso wie grüner und schwarzer Tee wirkt auch der "Kaiser unter den Tees" anregend und fördert die Konzentration.
Das Aroma
Doch nicht nur wegen gesundheitlicher Aspekte steht weißer Tee hoch im Kurs bei deutschen Teefans, denn gerade wegen seinen unverwechselbaren leichten Aromen sind Silbernadel (Yin Zhen) und Silberdrache (Yin Long) begehrte Tee-Raritäten. Da weißer Tee nicht bitter wird, können die Blätter in der Kanne bleiben - und sogar ein zweites Mal mit heißem Wasser aufgegossen werden.
Tee auch für Menschen mit Gicht?
Da im Tee auch purinartige Verbindungen - Koffein und Theophyllin - enthalten sind, wird Patienten mit Hyperurikämie und Gicht häufig empfohlen, den Teekonsum einzuschränken oder gänzlich auf Tee zu verzichten. Dafür gibt es aber keinen Grund, denn Koffein und Theophyllin werden nicht zu Harnsäure abgebaut, da sie wasserlöslich sind. Sie werden daher problemlos ausgeschieden. Gichtkranke müssen also nicht befürchten, durch Tee ihren Harnsäurespiegel anzuheben. Sie können das anregende Getränk auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen genießen.
Autor/Quelle: Quelle: Deutscher Teeverband e. V.
