Pizza: Gesund oder ungesund?

Pizza gilt allgemein als eher ungesund – schließlich liefern viele Pizzen große Mengen an Fett und damit verbunden auch viele Kalorien. Doch je nach Teig und Belag ist Pizza in Wirklichkeit gar nicht so ungesund. Einer italienischen Studie zufolge soll uns der regelmäßige Verzehr sogar vor einem Herzinfarkt schützen können. Am gesündesten ist Pizza natürlich, wenn Sie die italienische Spezialität selber zubereiten. Wir verraten, welcher Belag gesund ist und geben Ihnen ein leckeres Rezept zum Nachmachen mit auf den Weg.

Pizza: Reich an Kalorien

Wie viel Kalorien eine Pizza enthält, entscheiden Teig und Belag. Eine typisch italienische Pizza mit dünnem Teig, viel Gemüse und wenig Käse bringt es beispielsweise auf rund 550 Kalorien. Eine Pizza Quattro Formaggi schlägt dagegen schnell mit 850 Kalorien zu Buche. Wenn Sie Kalorien sparen wollen, halten Sie sich beim Belegen vor allem bei Käse und Salami zurück.

Zudem gilt: Je dicker der Teig ist, desto mehr Kalorien hat die Pizza. So kann der Unterschied zwischen einer dünnen italienischen und einer dicken amerikanischen Pizza schon einmal 300 Kalorien ausmachen. Besonders hoch ist der Kaloriengehalt, wenn der Rand zusätzlich noch mit Käse gefüllt ist.

Regelmäßiger Verzehr schützt vor Herzinfarkt

Einer Mailänder Studie zufolge ist der regelmäßige Verzehr von Pizza trotz der vielen Kalorien gar nicht schlecht für unsere Gesundheit. Die Studie ergab nämlich, dass Personen, die zweimal pro Woche Pizza essen, nur halb so oft einen Herzinfarkt erleiden wie Personen, die nur gelegentlich Pizza verzehren.

Ob Pizza gesund ist oder nicht, hängt in erster Linie vom Belag ab. Wenn Sie zu massenweise Wurst und Käse greifen, ist die Mahlzeit sicher alles andere als gesund. Setzen Sie beim Belegen stattdessen lieber auf reichlich Gemüse.

Doch nicht nur der Belag, sondern auch der Teig spielt eine wichtige Rolle. Achten Sie beim Zubereiten darauf, hochwertige Zutaten zu verwenden und rollen Sie den Teig anschließend möglichst dünn aus. Bereiten Sie den Teig am besten mit Olivenöl zu: Denn Olivenöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren, die einen günstigen Einfluss auf die Blutfettwerte haben.

Pizza gesund belegen

Damit die Pizza möglichst gesund ist, empfehlen sich zum Belegen die folgenden Zutaten:

  • Tomaten: Tomaten dürfen auf keiner Pizza fehlen – egal ob in Scheiben geschnitten oder als Soße. Denn die roten Früchte enthalten nicht nur wenige Kalorien, sondern sind reich an Vitamin C und Lycopin. Der Farbstoff wirkt antioxidativ im Körper und kann uns somit vor Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen schützen.
  • Würzige Kräuter: Nicht nur Tomaten, sondern auch Kräuter wie Basilikum, Majoran, Oregano, Rosmarin und Thymian enthaltene viele Antioxidantien. Verteilen Sie die Kräuter also ruhig großzügig auf Ihrer Pizza. Dadurch können Sie auch etwas Salz einsparen – davon steckt im Teig nämlich oft zu viel.
  • Zwiebeln und Knoblauch: Zwiebeln und Knoblauch enthalten viele Schwefelverbindungen, die der Verklumpung von Blutplättchen entgegenwirken. Dadurch tragen sie dazu bei, einem Herzinfarkt vorzubeugen.
  • Paprika: Paprika sind äußerst kalorienarm, enthalten aber trotzdem jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Greifen Sie am besten zu roten Paprika, in ihnen steckt besonders viel Vitamin C.
  • Oliven: Oliven haben zwar mehr Kalorien als Paprika, sind aber trotzdem gesund: Denn sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen, die uns vor Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen schützen können.
  • Pilze: Pilze bestehen zu großen Teilen aus Wasser und können deswegen ohne schlechtes Gewissen verzehrt werden. Sie sind außerdem gesund, da sie unseren Körper mit wertvollem Kalzium und Magnesium versorgen.

Während Sie bei Gemüse unbesorgt zugreifen dürfen, sollten Sie bei Salami oder Schinken dagegen sparsam sein. Wenn es unbedingt Wurst sein soll, ist magerer Schinken besser geeignet als fettige Salami. Schneiden Sie den Schinken am besten in dünne Streifen, so lässt sich die Pizza auch mit kleinen Mengen gut belegen.

Auch Käse sollten Sie beim Belegen nur in Maßen verwenden, denn er enthält große Mengen an tierischem Fett. Allerdings ist er auch reich an Kalzium und stärkt dadurch unsere Knochen und Zähne.

Tiefkühlpizza eher ungesund

Während tiefgekühltes Gemüse als relativ gesund gilt, ist bei Fertiggerichten wie Tiefkühlpizzen eher Vorsicht geboten. Denn viele Fertiggerichte werden im Labor unter Verwendung von Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffen sowie Geschmacksverstärkern und Bindemitteln produziert. Allerdings gibt es dabei große Unterschiede zwischen einzelnen Produkten.

Achten Sie bei Tiefkühlpizzen deswegen immer auf eine hohe Qualität des Produktes. Werfen Sie am besten direkt im Laden einen Blick auf die Zutatenliste und schauen Sie, dass Sie eine Pizza ohne viele Geschmacksverstärker und Aromastoffe erwischen. Wenn Sie die Pizza zuhause dann noch mit etwas frischem Gemüse aufpeppen, ist auch eine Tiefkühlpizza gar nicht mehr so ungesund.

Weitere Artikel



Gesunde Pizza: Rezept zum Selbermachen

Pizza selbst zuzubereiten macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund. Denn dann können Sie selbst entscheiden, welche Zutaten in den Teig und auf die Pizza kommen. Hier finden Sie ein leckeres Rezept, mit dem Sie Pizza leicht selber machen können.

Vermischen Sie für den Teig 400 Gramm Mehl, ein Päckchen Hefe, zwei Teelöffel Salz, 200 Milliliter lauwarmes Wasser und fünf Esslöffel Olivenöl miteinander. Verwenden Sie anstatt hellem Weizenmehl zumindest zum Teil dunkles Vollkornmehl. Das enthält mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und macht auch länger satt.

Lassen Sie den Teig anschließend 30 Minuten lang an einem warmen Ort gehen und rollen Sie ihn dann aus. Bestreichen Sie den Teig mit Tomatensoße und belegen Sie die Pizza anschließend nach Lust und Laune.

Idealerweise kombinieren Sie die Pizza mit einem frischen Salat oder einem leckeren Obstsalat zum Nachtisch. Dadurch können Sie die Mahlzeit insgesamt aufwerten und müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn doch etwas mehr Käse auf der Pizza gelandet ist.