Zwischen Werbung und Gesundheit

Sonderangebote und neue Produkte locken, von den Packungen leuchten die unterschiedlichsten Versprechungen. Doch was ist dran am Lebensmittel? Meist stecken hinter aufwändiger Werbung und Kunstnamen nicht mehr als altbekannte Produkte. Da heißt es, genau hinzuschauen, rät die DAK.

Hinter klangvollen Begriffen auf den Zutatenlisten verbirgt sich meist schlicht Zucker. Saccharose, Fructose, Maltodextrin oder Stärkesirup sind Zuckerarten. Auch der vermeintlich gesunde Müsliriegel kann sich so schnell als Süßigkeit entpuppen. Lebensmittel, die keine Angaben über ihre Zusammensetzung haben, sollten besser gleich im Regal liegen bleiben. "Die größte Gefahr für die Verbraucher besteht darin, dass bei den meisten Produkten nicht einfach nachzuvollziehen ist, woraus sie bestehen", so Hella Thomas, Ernährungsexpertin der DAK.
Als Faustformel beim Einkauf gilt daher generell: Möglichst naturbelassene Lebensmittel kaufen, immer kalorien- und fettarme Varianten wählen. So auch bei Milchprodukten, Käse und Wurst. Light-Produkte sind jedoch nur bedingt zu empfehlen, denn nur weil "light" auf der Verpackung steht, sind diese nicht immer kalorienarm. Eine Light-Mettwurst kann sogar mehr Fett und Kalorien haben als Schinken oder Geflügelaufschnitt. Und: Oft enthalten sie viele künstliche Zusatzstoffe.

Genau Hinsehen lohnt sich

Vor allem beim Brot lohnt ein genauer Vergleich, denn die meisten Sorten werden heute aus weißem Mehl hergestellt und der Teig einfach dunkel gefärbt. Auch hier hilft ein Blick auf die Zutatenliste. Wurstsorten wie Salami, Teewurst, Rotwurst, Leberwurst und Leberpastete sind besonders fetthaltig. Auch bei Säften gilt Vorsicht, denn ein Glas reiner Apfelsaft (auch ohne Zuckerzusatz) hat genauso viele Kalorien wie ein Glas Cola. Und für die gesunde Vorratskammer gilt: Tiefkühlobst und -gemüse hat fast genauso viel Vitamine, Nährstoffe und Geschmack wie frisches. Anders ist es bei Gläsern und Dosen, denn sie werden durch Hitze haltbar gemacht, die wärmeempfindliche Vitamine zerstört.

Kleine Warenkunde

  • Tiefkühlgemüse und eingefrorenes Brot haben nicht weniger Vitamine bzw. Nährstoffe, als ihr frisches Pendant.
  • Zucker versteckt sich vor allem hinter Begriffen, die mit "-ose", "-dextrin" und "-sirup" enden.
  • "Light" ist nicht immer kalorienarm. Auch hier gilt: Fett- und Kaloriengehalt vergleichen.
  • Dunkle Brote sind oft gefärbt und enthalten nicht mehr Ballaststoffe als andere. Vollkornbrot ist in der Nährwerttabelle gekennzeichnet.
  • Fruchtsaft ist wegen des hohen Fruchtgehalts gesünder als Fruchtsaftgetränke oder Fruchtnektare – sollte aber mit Wasser gemixt werden.
  • Der Fettgehalt von Käse wird auf der Basis der Trockenmasse (= Käse ohne Wasser) berechnet (= Fett i.Tr.) Käse der Doppelrahmstufe hat den höchsten Fettgehalt, es folgen Rahmstufe, Vollfettstufe bis zur Magerstufe.
  • Viele Supermärkte haben in den Wurst- und Käseabteilungen rotes oder gelbes Licht, das die Lebensmittel frischer aussehen lässt.