Tastuntersuchungen der Brust - Anzeichen und Abgrenzung

Da trotz aller modernen Diagnosemaßnahmen noch immer die meisten Veränderungen der Brust durch die Frauen selbst festgestellt werden, appelliert zum Beispiel der Berufsverband der Frauenärzte an die Eigenverantwortung der Frauen, sowohl regelmäßig selbst die Tastuntersuchung durchzuführen, als auch zur Abklärung und Vorsorge im Sinne der Krebsfrüherkennung regelmäßig den Frauenarzt aufzusuchen.

Mögliche Anzeichen auf Brustkrebs

Bei jeder durch den Tastbefund aufgespürten Veränderung ist eine Abklärung beim Gynäkologen die beste Möglichkeit, unnötige Ängste zu vertreiben. Insbesondere die folgenden Anzeichen können auf eine Brustkrebs-Erkrankung hindeuten:

  • Neu aufgetretene Knoten oder Verhärtungen in der Brust 
  • Einziehung der Haut oder einer Brustwarze 
  • Eine Veränderung der Größendifferenz beider Brüste 
  • Veränderungen des Aussehens der Brüste, wenn die Arme hochgehoben werden 
  • "Nässen" aus einer Brustwarze (wässrig, blutig, eitrig) 
  • Eine plötzliche Rötung der Brust oder Brustwarze 
  • Knotige Veränderungen in der Achselhöhle

Nicht jeder bei der Selbstuntersuchung entdeckte Tastbefund ist durch eine bösartige Geschwulst bedingt. Häufig handelt es sich um harmlose Zysten oder gutartige Verhärtungen der Brust. Dennoch muss jeder Tastbefund ernst genommen und abgeklärt werden. Der Frauenarzt kann mit Hilfe des Ultraschalls meistens die Ursache für eine tastbare Veränderung finden. Ist ein Befund verdächtig, leitet der behandelnde Gynäkologe unverzüglich weitere Untersuchungen oder gegebenenfalls auch Eingriffe in die Wege.

 

Die Mastopathie - eine harmlose Veränderung

Schmerzen und Schwellungen der Brust, starke Druckempfindlichkeit und kleine Knötchen sind die typischen Anzeichen einer Mastopathie – die häufigste gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes. Etwa jede zweite Frau zwischen 35 und 55 Jahren ist davon betroffen. Diese Veränderungen haben an sich keinen Krankheitswert; umgekehrt verursacht nicht jede Mastopathie Beschwerden.
Der Begriff umfasst eine Vielzahl von Gewebeveränderungen der Brustdrüse in ganz verschiedenem Ausmaß. Es ist noch nicht exakt abgeklärt, inwieweit bei einer Mastopathie das Ungleichgewicht der Geschlechtshormone Gestagen und Östrogen eine Rolle spielt. Dies kann langfristig zu einem Umbau des Brustgewebes mit Verhärtungen und Knötchenbildung führen. Außerdem entstehen häufig große oder kleine Zysten, auch kann sich Wasser im Gewebe ansammeln. Schmerzen sind oft zyklusabhängig und klingen dann mit dem Beginn der Blutung meist wieder ab.

Da trotz aller modernen Diagnosemaßnahmen noch immer die meisten Veränderungen der Brust durch die Frauen selber festgestellt werden, apelliert der Berufsverband der Frauenärzte an die Eigenverantwortung und ermuntert zur Abklärung und regelmäßigen Vorsorge im Sinne der Krebsfrüherkennung bei der behandelnden Gynäkologin / Gynäkologen.

 
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