Endometriose: Symptome und Diagnose

Das Beschwerdebild kann recht bunt und unspezifisch sein – einer der Gründe, dass die Diagnose oft erst spät gestellt wird. Das Ausmaß der Symptome hängt nicht zwingend vom Ausmaß der Endometriose ab – so können kleine Herde starke Beschwerden verursachen und große Herde erst durch Zufall entdeckt werden. Häufig beschriebene Krankheitszeichen sind:

  • Bauch- und Rückenschmerzen, die oft auch in die Beine ausstrahlen, mit dem Geschlechtsverkehr verbundene Schmerzen, Schmerzen bei der Untersuchung beim Frauenarzt
  • Starke oder unregelmäßige Monatsblutungen
  • Blasen- und Darmkrämpfe, Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
  • Zyklische Blutungen aus Blase oder Darm, zyklischer Husten (bei Absiedlung in der Lunge)
  • Ungewollte Kinderlosigkeit

Typisch für eine Endometriose ist, dass die Beschwerden zyklusabhängig stärker werden und dann wieder abnehmen oder verschwinden. Der Höhepunkt liegt dabei ein bis drei Tage vor dem Einsetzen der Blutung, mit der Abnahme der Menstruation nehmen auch die Beschwerden wieder ab. Je nach Lokalisation der Endometrioseherde können die Symptome aber auch ganz uncharakteristisch sein oder kontinuierlich auftreten, z. B. wenn es bereits zu Verwachsungen gekommen ist.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Zunächst wird der Arzt die Krankengeschichte erheben und genau nach den Beschwerden fragen. Bei der gynäkologischen Tastuntersuchung kann er evtl. bereits Herde in der Scheide sehen oder tasten; es schließt sich eine Ultraschalluntersuchung an. Je nach Fragestellung können auch weitere Untersuchungen, wie etwa eine Kernspinuntersuchung, sinnvoll sein. Die eindeutige Diagnose erfordert jedoch stets die Untersuchung einer Gewebeprobe, die meist nur im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) gewonnen werden kann.

 
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