Zuverlässiger Schutz mit Tampons

Der französische Begriff Tampon heißt übersetzt „Pfropf“. Ein Tampon wird heute zum Auffangen der Regelblutung verwendet. Schon im 5. Jahrhundert vor Christus wurden Tampons verwendet, aber erst 1931 ein Patentschutz für den „ersten Tampon mit Einführhilfe“ beantragt. Danach wurden Tampons immer weiter entwickelt. Beispielsweise von der Herstellung aus Baumwolle zur fast ausschließlichen Verwendung der Kunstfaser Viskose. Seit 2002 gibt es auch probiotische Tampons. Diese Tampons nehmen nicht nur die Regelblutung auf, sondern geben nach dem Einführen auch Milchsäurebakterien ab. Milchsäurebakterien sorgen dafür, dass der vaginale ph-Wert zwischen 3,8 und 4,4 bleibt. Durch dieses „saure Milieu“ können die meisten krankheitsauslösenden Bakterien nicht gedeihen.
Der „richtige“ Tampon
Ungefähr zwölf Mal pro Jahr drei bis sieben Tage lang haben Frauen die Regelblutung. Dabei ist kein Tag wie jeder andere, denn die Stärke der Regelblutung verändert sich fast täglich und ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Es werden circa 65 ml Flüssigkeit ausgeschieden, davon circa zwei Drittel an den ersten Tagen. Es empfiehlt sich also unterschiedliche Tampongrößen zu verwenden. Die „Edana“ hat für Europa Richtlinien erlassen, wie Tampons nach ihrer Saugfähigkeit klassifiziert werden. Diese wird durch die Anzahl an aufgedruckten Tropfen auf der Packung ausgedrückt. Ein Tropfen bedeutet am wenigsten saugfähig. Sechs Tropfen bedeuten am stärksten saugfähig. Oft wird diese Klassifikation mit nicht standardisierten Worten wie „mini“, „normal“ und „super“ ausgedrückt. Es gibt einerseits Tampons mit einer Einführhilfe (Applikator) und andererseits so genannte Digital Tampon (lateinisch digitus = Finger), die mit den Fingern eingeführt werden.
Vorteile eines Tampons
- Die Blutung wird bereits im Inneren des Körpers aufgefangen
- Vermeidung von Blut an der äußeren Schamregion
- Vermeidung von Geruchsbildung
- Sauberes Gefühl
- Kaum sichtbar
- Bewegungsfreiheit, da der richtig platzierte Tampon nicht gespürt wird
- Zuverlässiger Schutz bei Tag und bei Nacht
Anwendung eines Tampons
Ein Tampon kann schon bei der ersten Regel verwendet werden. Das Jungfernhäutchen wird nicht zerstört. Es ist weich und elastisch, so dass es bei richtiger Anwendung der Tampon-Größe „mini“ nicht zerstört werden kann. Tampons müssen regelmäßig gewechselt werden. Wie häufig, hängt dabei von der Aufnahmefähigkeit des Tampons und der Stärke der Blutung ab. Da die Periode ungleichmäßig verläuft, ist es empfehlenswert, die Aufnahmefähigkeit des Tampons dem Menstruationsfluss anzupassen. An den ersten Tagen, an denen die Regelblutung oft stärker ist, zwischen drei und sechs Stunden. An den abklingenden Tagen mit leichter Blutung sowie nachts zwischen sechs und acht Stunden. Ein Tampon sitzt dann richtig, wenn er nicht mehr gespürt wird. Die Beckenbodenmuskeln halten den Tampon an der richtigen Stelle, so dass er nicht mehr heraus oder in die Gebärmutter rutschen kann.
Autor/Quelle: ellen GmbH

