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Wechseljahre (Klimakterium): Begriff und Abschnitte
In Deutschland sind ungefähr acht Millionen Frauen zwischen 45 und 60 Jahre alt. Sie befinden sich kurz vor, inmitten oder kurz nach den Wechseljahren. Auch wenn die Wechseljahre keine Krankheit sind, haben bis zu 80 Prozent von ihnen klimakterische Beschwerden. Jede dritte Frau in dieser Altersgruppe leidet so stark, dass sie ohne Behandlung den Alltag nur schlecht bewältigen kann.Ungefähr 20% der Frauen haben keine oder kaum Beschwerden während dieser Zeit. Ihr Körper kann auf Hilfe von außen verzichten. Doch bei einem Fünftel aller Frauen sinkt der Hormonspiegel so schnell, dass dies als körperliche und seelische Belastung empfunden wird. Wenn die ersten Anzeichen auftreten, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber sprechen. Er kann Ihnen bei der Umstellung auf diesen neuen Lebensabschnitt helfen und für Sie die richtige Behandlung erstellen. Mit fortschreitendem Alter kann es durch die fehlenden Hormone zur Rückbildung der Schleimhäute in der Scheide, Hauterschlaffung, Knochenschwund, Herz-/Kreislaufbeschwerden, Schwächung der Beckenbodenmuskulatur und damit einhergehende Inkontinenz sowie zu nachlassendem Haarwuchs und Haarausfall kommen.
Begriffsbestimmungen
Die Wechseljahre, medizinisch auch als Klimakterium bezeichnet, werden in drei Einzelphasen gegliedert, die sich alle auf die Menopause, also den Zeitpunkt der letzten Regelblutung, beziehen.- Die Prämenopause ist die Zeit vor der Menopause und betrifft meistens Frauen zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr. Die Ausschüttung des Follikel Stimulierenden Hormons (FSH) steigt leicht an. Die Produktion des Gelbkörperhormons Progesteron nimmt hingegen ab. Dies kann dazu führen, dass sich die Zeiträume zwischen zwei Blutungen verkürzen. Die Periode tritt jedoch noch regelmäßig auf. Da die Östrogenspiegel häufig erhöht sind, können die einzelnen Blutungen intensiver sein und länger andauern.
- Die "Hochphase" der Wechseljahre ist die Perimenopause. Sie dauert im Durchschnitt sechs bis sieben Jahre. Hier kommt es meist zu deutlichen Unregelmäßigkeiten im Zyklus bis hin zum völligen Ausbleiben der Regelblutung. Die Bildung von Gestagenen lässt schneller nach als die von Östrogenen, so dass das Konzentrationsverhältnis zwischen Progesteron und Östrogenen sehr stark schwankt. Bei den Betroffenen können Hitzewallungen, Herzrasen, Stimmungsschwankungen oder gesteigerte Nervosität auftreten.
- Die Postmenopause beginnt ein Jahr nach der letzten Periode und dauert so lange, bis der Hormonhaushalt ein neues stabiles Niveau erreicht hat. Die klimakterischen Beschwerden lassen nach. Das Ende der Postmenopause und damit das Ende der Wechseljahre ist von Frau zu Frau unterschiedlich und hängt neben den hormonellen Veränderungen vom subjektiven Erleben der Symptome ab.


