Wenn es Struppi juckt und er seine Haare verliert

Der Zustand des Fells und der Haut des Hundes ist ein Spiegel seiner Gesundheit. Die meisten Hunde wechseln ihr Fell zweimal im Jahr – im Frühling und im Herbst.
Wie und wann ein Hund sein Sommer- oder Winterfell verliert, ist von Rasse, Temperatur und der Länge des Tageslichts abhängig. Weil in der Wohnung Temperatur und Helligkeit im Jahr recht gleichmäßig sind, kann es zu einem dauernden Haarwechsel kommen, der keine besondere Bedeutung hat.

Mangelernährung, Parasitenbefall, Hormonstörungen oder Stress?

Leidet ein Hund unter starkem Haarausfall – vielleicht mit haarlosen Stellen, eine so genannte Alopezie, die nicht durch Kratzen, Scheuern oder Lecken hervorgerufen sind – oder zeigt er ein mattes, stumpfes oder aber fettiges, öliges Fell, juckt es oder hat er Ekzeme, dann stimmt etwas nicht.

  • Fellprobleme können auf eine Mangelernährung hinweisen. Handelsübliches Futter ist in der Regel ausgewogen, Selbstgekochtes dagegen oft nicht. Es sollte mit Mineral- und Vitaminpräparaten sowie ab und zu einem Ei angereichert werden. Manche Hunde bekommen ein mattes, stumpfes Fell, wenn sie zu viel Fleisch fressen. Auch hier hilft eine Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung. Möglicherweise liegt auch eine Allergie gegen ein bestimmtes Futter vor. Dann sollte die Futtersorte gewechselt werden. Bei manchen Hunden lösen hohe Eiweißgaben und ein Mangel an lebenswichtigen Fettsäuren Juckreiz, Schuppen und Ekzeme aus.
  • Hinter einem stumpfen Fell, Haarausfall und vor allem Schuppen können auch Parasiten wie zum Beispiel Milben oder eine Pilzinfektion stecken. Manche Hunde sind gegen Flöhe allergisch und verlieren deshalb die Haare.
  • Auch hormonelle Ursachen können zu Haarausfall führen, so zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion. Nach einer Kastration verändert sich der Hormonhaushalt ebenfalls. Der Haarausfall verschwindet allerdings meist nach einiger Zeit von selbst wieder.
  • Auch Stress kann Haarausfall verursachen. Gestresste oder neurotische Hunde kratzen und beißen sich, haben dünnes Haar oder verlieren stellenweise die Haare.
  • Mitunter ist der Haarausfall genetisch bedingt. Manche Rassen wie Boxer und Dalmatiner neigen dazu.

Fellverfärbungen können ein Zeichen für falsche Ernährung, einen gestörten Stoffwechsel, Allergien, Stress oder klimatische Veränderungen sein. Eine Färbung des Fells ins Rötliche oder Gräuliche kann auf Kupfermangel hinweisen. Zinkmangel auf der anderen Seite kann zum vorzeitigen Ergrauen der Haare und der Hauterkrankung Parakeratose (überschießende Verhornung der Haut) führen. Beim 'Dalmatiner Bronze Syndrom' (DBS) sehen Hunde aus, als hätten sie schmutzige Stellen im Fell.

Fellpflege muß sein

Die sorgfältige Pflege ist Voraussetzung für ein schönes, gesundes Fell. Auch Hunde mit kurzem Fell sollten gebürstet werden, beim Kämmen fallen Hautveränderungen, eventuell sogar Tumore und Ungeziefer frühzeitig auf. Hunde sollten so selten wie möglich gebadet werden, und wenn, dann nur mit lauwarmem, klarem Wasser und mildem, rückfettendem Hunde-Shampoo. Empfehlenswert ist es, die Hundeohren dabei mit Watte zu schützen.