Silvester: Gesund ins neue Jahr

Feste zum Jahreswechsel feierten schon die Germanen und die Römer. Den in Deutschland gebräuchlichen Namen Silvester hat der Festtag von dem ersten heiligen Papst der Geschichte, der nicht ein Martyrium erlitten hat. Damit die Silvester Party an seinem Namenstag auch für Sie nicht zum Martyrium wird, sollten Sie auf Folgendes achten, um Unfälle und Gefahren zu meiden und das neue Jahr mit einer fröhlichen, unbeschwerten Silvester-Feier begrüßen zu können. Denn während laut Statistiken am Silvesterabend vor 22.00 Uhr relativ wenig passiert, sind die Notaufnahmen danach gewohnheitsgemäß voll.

Silvester: Finger weg von selbstgebastelten Raketen

Was wäre Silvester ohne Feuerwerk? Ursprünglich sollten mit diesem böse Geister vertrieben werden. Doch aus dem bunten und lauten Schauspiel kann sich leicht ein Alptraum entwickeln – vor allem Jugendliche versuchen immer wieder, Silvester-Böller selbst zu basteln. Häufig gehen diese Versuche schief: Abgerissene Finger oder Hände sowie Brandverletzungen bis hin zur Todesfolge sind das Resultat. Auch Hörschäden und Augenverletzungen sind ebenso typische wie gefährliche Verletzungen an Silvester.

Doch nicht nur in Eigenproduktion hergestellte Knaller bergen Risiken, auch Raketen ohne Zulassung seitens der Behörden sollte man im Supermarkt links liegen lassen.

Verhaltensregeln für das Feuerwerk

Achten Sie an Silvester besonders darauf, dass die Flasche oder das Gefäß, aus dem die Rakete abgeschossen wird, nicht umfallen kann. Ein genügend großer Sicherheitsabstand ist sowohl für Mensch, Tier als auch Gebäude oder Autos unerlässlich – nicht selten entstehen an Silvester durch fehlgeleitete Böller Wohnungsbrände.

Kinder sollten immer beaufsichtigt werden und nur unter Anleitung auf Knallfrösche und Wunderkerzen zurückgreifen. Blindgänger gehören entsorgt, und nicht erneut angezündet. Vor allem mit Jugendlichen sollte ein aufklärendes Gespräch geführt werden, denn diese Altersgruppe stachelt sich häufig zu unvernünftigem Verhalten an – besonders, wenn Alkohol im Spiel ist.

Rauchfrei ins neue Jahr

Einer der meist gefassten Vorsätze zu Silvester ist, mit dem Rauchen aufzuhören. An sich bietet sich der Zeitpunkt für einen zigarettenfreien Neuanfang auch an, zumal man sicherlich auch viele Leidensgenossen findet, die sich dem Vorhaben anschließen. Der Nachteil ist, dass gerade an Silvester viele Gelegenheitsraucher die ausgelassene Stimmung nutzen und zur Feier des Tages gerne die angebotene Zigarette annehmen oder sich eine Zigarre gönnen.

Wer es ernst meint mit seinem Silvester Vorsatz, sollte mit Nichtrauchern feiern oder vom Rauch-Verbot öffentlicher Festlichkeiten profitieren.

An Silvester die Korken knallen lassen

Ähnlich ist es mit dem Alkohol: Klassischerweise wird mit Sekt auf das neue Jahr angestoßen. Doch oft bleibt es an Silvester nicht bei einem Glas. Viele sind um Mitternacht bereits so betrunken, dass ihnen ein verantwortungsbewusster Umgang mit Knallern nicht mehr möglich ist. Wer sich schon deutlich angetrunken fühlt, sollte deshalb lieber keine Raketen zu Silvester abfeuern. Da die Reaktionsfähigkeit deutlich herabgesetzt ist, passiert es leicht, dass man einen Knaller zu lange in der Hand behält.

Unter Alkoholeinfluss kommt es gerade auf größeren, öffentlichen Silvester Partys immer wieder zu Handgreiflichkeiten und Schlägereien. Wer merkt, dass die Stimmung umschlägt, sollte sich deshalb besser aus dem Getümmel zurückziehen und ein ruhiges Plätzchen suchen. Bisweilen fließt gerade unter Jugendlichen an Silvester so viel Alkohol, dass eine Alkoholvergiftung droht und der Abend im Krankenhaus endet. Um es nicht so weit kommen zu lassen, sollte man nicht auf nüchternen Magen und nicht wild durcheinander trinken – und vor allem seine Grenzen kennen.

Nach der Silvester Party

Zudem sollte man sich schon im Vorfeld darüber Gedanken machen, ob man nach der Silvester-Feier bei seinem Gastgeber übernachtet, sich einer Fahrgemeinschaft anschließt oder wie es um einen Sonderfahrplan der öffentlichen Verkehrssysteme an Silvester bestellt ist. Auch die Nummer des Taxi-Rufs sollte man sich am besten schon vor Aufbruch zur Party ins Handy einspeichern.

Fahren sollte nur, wer absolut nüchtern bleibt – selbst geringe Mengen Alkohol beeinträchtigen die Reaktionsfähigkeit, und dies schon, bevor man es selbst merkt. Hinzu kommen Müdigkeit, schlechte Witterungsverhältnisse, glatte Fahrbahnen, Scherben auf der Straße und nicht zuletzt viele betrunkene Fußgänger.

One-Night-Stand an Silvester

Manche planen vielleicht bewusst nicht vor, wie sie zurück ins eigene Heim kommen. Wer jedoch Silvester in einem fremden Bett ausklingen lassen will, packt am besten Kondome ein, um am nächsten Tag ein böses Erwachen zu vermeiden.

Untersuchungen zeigen zudem, dass gerade immer mehr junge Leute häufig ungeschützten Verkehr haben. Statistiken belegen, dass Geschlechtskrankheiten auch in den Industrieländern auf dem Vormarsch sind. Auch die Ansteckungsrate mit HIV steigt wieder Jahr um Jahr an, und die Therapieverfahren sind noch lange nicht so gut, als dass mit dem Thema sorgenfrei umgegangen werden könnte.

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Silvester und Gehör

Silvester ist oft eine besondere Belastung für die Ohren: Laute Musik und insbesondere zu nah explodierte Knaller verursachen jedes Jahr Tinnitus, geplatzte Trommelfelder oder andere, teilweise irreparable Hörschäden. Leidtragende sind vor allem Kinder, weil sie sich der Gefahr nicht bewusst sind, und Jugendliche, weil sie schnell leichtsinnig werden. Nicht zuletzt leiden Tiere unter der Knallerei an Silvester.