Work-Life-Balance: 12 Tipps

Fünf Minuten sind schnell verstrichen, daran gibt es nichts zu rütteln. Man kann sich fünf Minuten lang den Kopf darüber zerbrechen, dass man noch mehrere Anrufe zu erledigen hat, seine Geburtstagsfeier planen muss und der verreisten Nachbarin versprochen hat, ihre Katze zu füttern. In derselben Zeit kann man aber auch den Chef anrufen und beschließen, den Friseurtermin erst morgen zu vereinbaren. Für die Geburtstagsplanung reicht es vorerst, einen Termin zu finden und Einladungen zu verschicken. Und um die Katze dürfen sich auch mal die Kinder kümmern. Dies können erste Schritte zur Work-Life-Balance sein.

Zeitmanagement als wichtiger Faktor

Effektives Zeitmanagement heißt, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, große Aufgaben in kleinere Teilbereiche aufzuspalten und auch wenn möglich, Aufgaben an andere abzugeben, also zu delegieren. Beim Blick auf die volle To-Do-Liste fällt das nicht immer leicht. Hat man es aber erst einmal mit dieser Methode probiert, lassen sich viele Punkte im Handumdrehen abhaken.

Durch systematisches und diszipliniertes Planen der Zeit und das Konzentrieren aufs Wesentliche kann man wertvolle Stunden für sich selbst und seine Familie gewinnen. Konkret Zeit sparen kann man, indem man sich bei der Arbeit voll konzentriert und Unterbrechungen vermeidet (also ruhig einmal die Tür abschließen und das Handy ausschalten).

Unangenehme Aufgaben zuerst

Egal für welche Tätigkeit, ob das Telefonat mit der alten Freundin oder den Wohnungsputz, man sollte sich vorher immer ein Zeitlimit setzen und dieses auch einhalten. Auch unangenehme Aufgaben sollten immer sofort erledigt werden.

Durch das Aufschieben häufen sie sich eher an und man hat ständig den unangenehmen Gedanken im Hinterkopf, dass man noch den Theaterabend mit der Mutter absagen und der Freundin den Rotweinfleck in dem ausgeliehenen Kleid beichten muss. Rufen Sie lieber sofort an und bringen Sie es hinter sich. Dann ist nicht nur Ihr Gewissen erleichtert, Sie haben auch den Kopf frei für andere Dinge.

12 Tipps für eine optimale Work-Life-Balance

  • Stress ist völlig normal. Solange er nur kurze Phasen andauert, beispielsweise bei einem Notfall oder einem außergewöhnlich dichten Arbeitstag. Danach muss aber Erholung folgen, die Sie sich bewusst nehmen sollten. Dauerstress hingegen macht krank und führt zu physischer und seelischer Erschöpfung.
  • Halten Sie Ordnung. Jeden Tag fünf Minuten die Wohnung aufzuräumen fällt leichter, als am Wochenende vor dem kompletten Chaos zu stehen. Ein sauberer, leerer Schreibtisch hilft, effektiver und konzentrierter zu arbeiten.
  • Machen Sie regelmäßig Pausen an der frischen Luft. Öffnen Sie mehrmals für fünf Minuten das Fenster, blicken Sie auf die Natur und atmen Sie tief durch. Machen Sie mittags einen kleinen Spaziergang, anstatt vor dem PC Instant-Nudeln reinzuschaufeln.
  • Essen Sie bewusst und ohne Stress. Ein gutes Gespräch nebenbei wirkt entspannender als fernzusehen oder Zeitung zu lesen.
  • Auch wenn es nach einem anstrengenden Tag schwer fällt: Bewegen Sie sich. Ein leichter Dauerlauf nach der Arbeit macht den Kopf frei, löst Verspannungen und schüttet Glückshormone aus.
  • Vereinbaren Sie Termine mit sich selbst, in denen Sie Dinge machen, die Ihnen Spaß machen (beispielsweise ein gutes Buch zu lesen, ein Entspannungsbad zu nehmen oder alte Fotos anzusehen).
  • Vernachlässigen Sie Ihre Freunde nicht. Anstatt den Cocktailabend aus Zeitnot und Müdigkeit immer wieder zu verschieben, vereinbaren Sie von vornherein ein Treffen von 20 bis 22 Uhr. So kommen Sie zeitig nach Hause und hatten trotzdem einen netten Abend.
  • Teilen Sie Ihr Leben in vier Bereiche ein: Arbeit, Körper/Gesundheit, Kontakte, Sinn/Selbstverwirklichung. Planen Sie jede Woche, wie viel Zeit Sie jedem Bereich widmen wollen und halten Sie dies auch ein.
  • Delegieren Sie. Trauen Sie Ihrem Partner ruhig zu, gelegentlich mal das Essen zu kochen. Lassen Sie die Kinder im Haushalt helfen. Wer immer alles selber machen will, aus Angst, andere könnten es verkehrt machen, schneidet sich nur ins eigene Fleisch.
  • Suchen Sie sich einen neuen Job. Wenn nur noch die Arbeit ihr Leben bestimmt und sie jeden Abend erschöpft ins Bett fallen, ziehen Sie einen Arbeitswechsel in Frage. Wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber zufrieden sind, könnten Sie auch über eine andere Position verhandeln, in der Sie etwas weniger Verantwortung, dafür aber mehr Lebensqualität haben.
  • Reflektieren Sie die jeweils gegenwärtige Situation von Zeit zu Zeit, um Ihr Leben neu ausrichten zu können.
  • Mit einem Lächeln fällt vieles leichter.