Startseite » Familie » Kindheit und Jugend » Essen und Ernährung für Kinder und Jungendliche » Wie fit sind Deutschlands Mütter in Sachen Kinderernährung?
Wie fit sind Deutschlands Mütter in Sachen Kinderernährung?
Die Umsetzung einer ausgewogenen Kinderernährung ist für Deutschlands Mütter wider besseren Wissens in der Praxis oft nicht so einfach. So das Ergebnis der von iglo bei TNS Emnid in Auftrag gegebenen repräsentativen Befragung von 1.000 Müttern zum Thema Kinderernährung.Wenn es um Fragen der Kinderernährung geht, gelten Mütter gemeinhin als fachkundige Ansprechpartner. Als Hersteller von Tiefkühlprodukten für die ganze Familie interessiert iglo, wie es tatsächlich um die Ernährungskompetenz der Mütter bestellt ist.
Sind Mütter zum Thema ausgewogene Ernährung bei Kindern ausreichend informiert?
Wie sehen die Erfolgsaussichten aus, eine ausgewogene Ernährung im Alltag umzusetzen? Für iglo fragte das Meinungsforschungsinstitut Emnid bei 1.000 Müttern zwischen 20 und 49 Jahren nach. Demnach fühlen sich 89 Prozent ausreichend über eine ausgewogene Kost für Kinder informiert. Allerdings gelingt es nicht immer, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Denn der Anteil der Frauen, die ihr Kind tatsächlich ausgewogen ernähren, ist mit nur- 52 Prozent erstaunlich gering. Wenn zudem
- 77 Prozent der Befragten von sich selbst behaupten, dass sie mit gutem Beispiel voran gehen,
- 45 Prozent der Mädchen und Jungen essen mindestens einmal in der Woche Fisch.
- Süßes hingegen steht hoch im Kurs: 69 Prozent der Kinder naschen öfter als einmal am Tag.
- Obst und Gemüse ist bei den Kids weniger beliebt: Gerade einmal 23 Prozent der Mütter sagen, dass ihr Kind die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen fünf Portionen am Tag isst.
Woran hapert es?
"Mein Kind mag bestimmte Lebensmittel einfach nicht" - sagt mit- 49 Prozent nahezu jede zweite Mutter. Viele wollen das "Herumgestocher" auf dem Teller offensichtlich vermeiden, denn
- 76 Prozent der Befragten beachten beim Lebensmitteleinkauf die Wünsche ihrer Kinder.
- 22 Prozent der Frauen bemängeln, dass sie keinen Einfluss auf die Mahlzeiten im Kindergarten oder in der Schule haben.
- 12 Prozent fehlt manchmal schlichtweg die Zeit, um auf die Ernährung des Kindes zwischendurch zu achten.
Wege zum Erfolg - Vorbild sein und genießen
Wie können Mütter ihren Kindern vermitteln, was eine ausgewogene Ernährung ist und vor allem:Wie den Sprössling dazu bringen, Lebensmittel mit dem Etikett "gesund" zu essen?- Jede fünfte Mutter fühlt sich manchmal hilflos und hätte gern Anregungen, die ihr weiterhelfen.
- 89 Prozent wünschen sich, dass Kochen und das Thema Ernährung Bestandteil des Schulunterrichts sein sollten.
- 85 Prozent der Mädchen und Jungen, die mindestens einmal in der Woche Fisch essen, haben eine Mutter, für die Genuss und Vertrauen in Lebensmittel besonders wichtig ist.
- 92 Prozent der Mütter, deren Kids mindestens fünf Portionen Obst oder Gemüse am Tag essen, gehen mit gutem Beispiel voran und leben den Genuss gesunder Nahrung vor.
Ernährung zum Anfassen macht fit
Ein weiteres Prinzip lässt Mütter hoffen: Je öfter Kinder mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, desto lieber essen sie diese. Verzieht der Sprössling bei bestimmten Gerichten die Nase, lohnt es sich durchaus, einen zweiten und dritten Versuch - vielleicht mal mit einer kindgerechten Anrichtung - zu starten. Dieser einfache Grundsatz verspricht nicht nur beim Essen Erfolg. Er ist mit allen Sinnen erfahrbar und prinzipiell auf den Ernährungsalltag anwendbar. Ob gemeinsames Einkaufen beim Händler oder im Supermarkt, ob beim Kochen oder Pausenbrot schmieren - regelmäßiges Mitmachen und selbst Hand anlegen schult den Umgang mit unseren Lebensmitteln. Die Kinder lernen, wie die einzelnen Zutaten einer Mahlzeit aussehen, riechen, schmecken und sich anfühlen. Die Umfrage zeigt signifikante Zusammenhänge zwischen Ernährungserziehung und -verhalten auf:- 58 Prozent der Kinder, die genug Fisch essen, dürfen mindestens einmal in der Woche helfen, den Kochlöffel zu schwingen. Die Hälfte der Kinder, die nur einmal am Tag naschen, werden mit zum Einkaufen genommen und bei
- 73 Prozent der Kids, die ausreichend Obst und Gemüse essen, erklärt die Mutter, woher Lebensmittel kommen und wie man sie verwendet.

