Kinderhaut - wie schützen, wie pflegen

Unsere Haut ist ein wahres Wunderwerk: Sie reguliert die Körpertemperatur wie ein Thermostat, sie schützt uns vor schädlichen Umwelteinflüssen und Krankheitserregern, sie ist wichtig für unseren Stoffwechsel und sie vermittelt Zärtlichkeit und Wohlbefinden.
Ganz klar, dass sie deshalb besonders sorgsam gepflegt werden muss - und damit kann man gar nicht früh genug anfangen: Die Weichen für eine gute "Haut-Zukunft" im späteren Leben werden schon in der Kindheit gestellt.

Kinderhaut ist empfindlicher

Genau genommen beginnt die Hauptpflege im Babyalter, wenn die Mutter den Säugling versorgt und ihm wunde Stellen und schmerzhafte Entzündungen erspart. Statistiker haben es ausgerechnet: An die 4.000- bis 5.000-mal wird ein Baby gewickelt und danach mit einer hochwertigen Schutzsalbe eingecremt.
Ein Aufwand, der notwendig ist, denn die zarte Babyhaut ist viel dünner und empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Sie ist auch noch nicht in der Lage, den Organismus effizient zu schützen, diese Fähigkeit wird erst im Lauf der Zeit voll wirksam.

Wasser ist zum Waschen da

Eltern wissen, dass Körperpflege bei Babys noch relativ einfach ist, weil die Kleinen das Bad und das anschließende zärtliche Eincremen genießen. Schwieriger wird es, wenn die Kinder etwas größer werden. Dann sind Seife und vor allem Shampoos absolut unerwünscht und Waschen oder gar Duschen stehen auf der Liste der Unbeliebtheiten ganz weit oben.
Allzu heftige Diskussionen um das Thema sollten sich Mütter und Väter ersparen. Einerseits ist es gut, wenn sie dort und da nachgeben und nicht auf der täglichen Dusche bestehen - ein- bis zweimal in der Woche reicht auch, wenn die lieben Kleinen regelmäßig gewaschen werden. Andererseits können sie ihre Kinder mit speziellen Pflegemitteln aber auch überlisten. Ein mildes Shampoo im fröhlichen Design, das nicht in den Augen brennt, wirkt wahre Wunder und bekehrt die meisten Haarwasch-Muffel. Daneben gibt es auch bunte Seifencremes, die wie Fingerfarbe auf den Körper gemalt werden können.
Auch pflegende Badetabletten, die das Wasser bunt färben, sind bei Kindern sehr beliebt. Rot, blau, grün - jedes Bad wird zum besonderen Vergnügen. Die bunten Pflegeprodukte sollten auf die Bedürfnisse der zarten Kinderhaut abgestimmt sein. Eltern sollten nur Produkte verwenden, die keine Reizstoffe enthalten. Parfümstoffe belasten beispielsweise die Haut.

Maß halten, auch bei der Reinlichkeit

Weder zu wenig noch zu viel Reinlichkeit ist gut. Manche Kinder lieben den Spaß mit Wasser und Schaum zu sehr. Sie bleiben sehr lange unter der Dusche oder in der Badewanne. Ob mit oder ohne Schaum, nicht nur die Reinigungsprodukte, sondern auch das viele Wasser trocknen die Haut aus. Und das ist bei vielen Kleinen ein Problem: Fast zwei Drittel der Kinder unter zehn Jahren haben eine trockene Haut, deren Schutzschicht durch die Waschorgien geschädigt. wird.
Tipp: Die empfindliche Haut von Kindern ist häufig ziemlich trocken. Dann helfen spezielle Reinigungsbäder mit rückfettendem Ölzusatz. Diese Mittel sollten die Keinen bis zur Pubertät verwenden. Danach wird die Haut von Natur aus fettiger.

Schöne Haut statt Schokolade

Naschkatzen müssen aufpassen. Denn gerade im Herbst, wenn die Temperatur sinkt, steigt die Lust auf Süßes. Schokolade schmeckt besonders lecker und hebt außerdem die Stimmung. Der Haut kann sie aber schaden, denn sie aktiviert das Histamin im Körper und dieser hormonähnliche Stoff macht die Haut empfindlicher gegen alle Einflüsse von außen. Die gesunde Alternative, die auch gut schmeckt und Energien freisetzt: frisches Obst und Rohkost! Es ist zwar nicht so beliebt wie Schokolade, aber wenn das Obst lustig geschnitten und schön angerichtet wird, haben Eltern häufig ein Erfolgserlebnis.