Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag

Zum Girls' Day - dem Mädchen-Zukunftstag - öffnen jedes Jahr am 4. Donnerstag im April in ganz Deutschland Unternehmen und Betriebe mit technischen Abteilungen und Ausbildungen, Hochschulen und Forschungszentren, ihre Türen für Schülerinnen der Klassen 5 bis 10. In Werkstätten, Büros und Laboren können Mädchen erste Einblicke in die Praxis wichtiger Bereiche der Arbeitswelt gewinnen.
Gleich drei erste Preise wurden beim diesjährigen Girls'Day Wettbewerb für kreative Erlebnisberichte vergeben, die im Laufe dieses Sommers überreicht werden.
Beim bundesweiten Wettbewerb konnten erstmals neben Erlebnisberichten auch Filme und multimediale Präsentationen zum Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag 2009 eingereicht werden.
Warum ein Zukunftstag für Mädchen?
Junge Frauen in Deutschland verfügen heutzutage über eine gute Schulbildung. Dennoch entscheiden sich Mädchen - sobald es an die Berufs- oder Ausbildungswahl geht - immer noch überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Dabei haben Mädchen mit ihrer guten Schulbildung sowie ihren kommunikativen und sozialen Fähigkeiten die besten Voraussetzungen für weit mehr Berufe. Denn es gibt keinen Grund, warum der weibliche Nachwuchs sich nur auf Beschäftigungen wie Bürokauffrau oder Arzthelferin konzentrieren sollte. Und: vielen Betrieben fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.
Was passiert am Girls' Day?
Das Projekt Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag bietet seit inzwischen neun Jahren Schülerinnen die Möglichkeit eines Einblicks in Berufsfelder, die Mädchen seltener in Betracht ziehen beispielsweise in technischen Unternehmen, Hochschulen oder Forschungszentren.
Hier können junge Mädchen z. B. experimentieren und programmieren, das Innenleben eines Computers entdecken, Internetseiten erstellen, eine Lichtschranke bauen, Technik verstehen und selbst ausprobieren. Praktische Beispiele vermitteln den Teilnehmerinnen in Laboren, Büros, Werkstätten und Redaktionsräumen, wie interessant und spannend diese Arbeit sein kann. Durch persönliche Gespräche mit Beschäftigten können die Mädchen ihren Erfahrungs- und Orientierungshorizont erweitern.
Ziel des Girls' Day ist, Kontakte herzustellen, die für die berufliche Zukunft der Mädchen hilfreich sein können. Auch geht es darum, die Öffentlichkeit und Wirtschaft auf die Stärken der Mädchen aufmerksam zu machen, um einer gut ausgebildeten Generation junger Frauen weit reichende Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Unternehmen, die erfolgreich spezielle "Mädchen-Tage" realisierten, verzeichnen einen steigenden Anteil junger Frauen in technischen und techniknahen Berufen.
Die Jungen können sich am Girls' Day intensiv mit persönlichen Berufs- und Lebenszielen auseinandersetzen. Regionale Arbeitskreise sowie Pädagoginnen und Pädagogen an den Schulen organisieren in diesem Jahr zusätzlich Programme für Jungen, die auf die Erweiterung ihrer Lebensperspektive und ihres Berufsspektrums ausgerichtet sind.
Immer mehr Schulen beteiligen sich am Girls' Day
Für die Schulen in Deutschland wächst die Bedeutung des Girls' Day - Mädchen-Zukunftstags. Immer mehr Pädagoginnen und Pädagogen ergreifen den Girls' Day als Gelegenheit, Mädchen bei der Berufsorientierung in Technik, Naturwissenschaften, Handwerk und IT zu unterstützen.
Datenbank mit Unterrichtsmaterialien veröffentlicht
Interessierte Lehrkräfte haben die Möglichkeit, unter www.girls-day.de Materialien herunterzuladen, mit denen der Aktionstag optimal vor- und nachbereitet werden kann.
In der Datenbank für Schulen stehen beispielhafte Unterrichtsideen, Arbeitsblätter, Informationsschreiben und Gestaltungskonzepte zur Verfügung. Neben den bewährten Girls' Day-Unterrichtsmaterialien (Vor- und Nachbereitung, begleitende Aktionen für Jungen), finden Sie hier auch die besten Wettbewerbsbeiträge zu den vorangegangenen Jahren. Diese wurden von den teilnehmenden Pädagoginnen und Pädagogen zur Verfügung gestellt, damit nun weitere Schulen von diesem Erfahrungsschatz profitieren können.
Wer ist am Girls' Day beteiligt?
Der Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.
Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investition in die Humanressourcen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Initiative D21, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) unterstützen das bundesweite Projekt. Die Lenkungsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Aktionspartner sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Gleichstellungs- und Frauenministerienkonferenz (GFMK) begleiten das Projekt inhaltlich und organisatorisch in einer Lenkungsgruppe.
Girls’ Day 2009
Beim neunten Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag erkundeten bundesweit über 126.000 Schülerinnen Technik und Naturwissenschaften. Die Beteiligung von Betrieben, Hochschulen und Forschungseinrichtungen stieg seit dem Start der Aktion im Jahr 2001 kontinuierlich. Mehr als 9.000 Veranstaltungen waren zum Girls'Day 2009 auf der Aktionslandkarte eingetragen.

