Von Frühstartern und Spätzündern - Belastbar für den Schulalltag

Belastbar für den Schulalltag

Die körperliche Entwicklung spielt bei der Schulreife ebenfalls eine Rolle. Wichtig ist dabei nicht, wie groß die Jungen und Mädchen gewachsen sind, sondern vielmehr, dass sie schon belastbar genug für den Schulalltag sind. Außerdem sollten sie malen und mit einer Schere schneiden, einen Ball auffangen und werfen sowie auf einem Bein hüpfen können. Und natürlich gibt es auch intellektuelle Anforderungen an kleine Schulstarter. Inga Margraf: "Sie sollten Aufgaben erfassen können, ohne sie mit den Händen zu 'begreifen', Buchstaben und die Anzahl der Augen auf einem Würfel erkennen und kleine Geschichten nacherzählen können."
Eltern, die unsicher sind, können mit ihrem Kind einen Schul-Eignungstest machen. Informationen hierzu gibt es bei Erziehungsberatungsstellen, im Schulsekretariat oder beim Schulpsychologen. "Oder wenden Sie sich an die Erzieherinnen im Kindergarten", rät Inga Margraf zweifelnden Eltern. "Sie kennen die Kleinen gut und können einschätzen, ob sie dem Schulalltag schon gewachsen sind."
Doch keine Angst: Schulreif zu sein heißt nicht, dass ein Kind schon alles kann, was in der Schule verlangt wird. Zum Schulkind wird das Kind in der Schule. Und: Unbedingt sollten Eltern auch die Wünsche ihres Sprösslings berücksichtigen. "Sechsjährige wissen oft schon genau, was sie wollen", so die Psychologin. "Und ob ein Kind unbedingt zur Schule will, oder lieber noch in den Kindergarten geht, sollte bei der Entscheidung auf jeden Fall eine Rolle spielen."

 
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