Kinderspielplätze

Schneller, weiter höher – Spielplätze sind für den kindlichen Wagemut gedacht. Doch woran können Eltern erkennen, wie sicher ein Spielplatz wirklich ist? Zum Beispiel mit einer Checkliste...
Kinder entdecken die Welt durch Greifen, Laufen, Springen und Klettern – Bewegung ist für ihre Entwicklung von zentraler Bedeutung. Denn sie erleben die Umgebung eher über die Sinne und den Körper als durch Denken und Vorstellungsvermögen. Positive Bewegungserfahrungen stärken dabei die motorischen Fähigkeiten, fördern die Intelligenz und erhöhen das Selbstbewusstsein. Eltern sollten deshalb ihren Sprösslingen von klein auf die Gelegenheit geben, sich draußen ausgiebig auszutoben. Am besten täglich und gemeinsam mit andern Kindern.

Spielplätze sind der ideale Ort dafür

Sie regen zur Bewegung an, und sind auch Kommunikationszentren für Kinder. Hier werden Freundschaften - teilweise fürs ganze Leben - geknüpft. Und die Kleinen lernen im Umgang mit anderen soziales Verhalten. Beim Warten in der Schaukel beispielsweise, dem gemeinsamen Bauprojekt im Sandkasten oder bei komplexen Rollenspielen. Hinzu kommt, dass Kinder gerne nachahmen. Besonders ängstliche Kinder haben auf dem Spielplatz die Gelegenheit, am Beispiel von Gleichaltrigen Bewegungsabläufe zu üben oder sich erst mal an so viel Gesellschaft zu gewöhnen. Deshalb ist es besonders für Einzelkinder wichtig, regelmäßig auf dem Kinderspielplatz zu Toben. Und auch Kleinkinder haben hier ihren Spaß. Selbst wenn sie nicht toben, klettern oder bauen können, sind sie dennoch stark daran interessiert, was die anderen so treiben.

Phantasiewelt Spielplatz

Rutsche, Schaukel, Klettergerüst und Sandkasten, umrandet von etwas Rasen und einem adretten Jägerzaun - so sehen viele Kinderoasen aus. Sie geben damit Kindern die Gelegenheit, sich in einem sicheren Rahmen zu bewegen: Die Spielgeräte entsprechen den DIN-Normen, Sand- und Mulchauflagen federn Stürze ab, die Rasenflächen lassen Ballspiele zu und sind jederzeit von jedem Punkt einsehbar.
Was wollen Eltern und Kinder mehr? "Kinder brauchen Spielplätze die ihre Fantasie anregen und sie in eine Abenteuerwelt entführen. Deshalb sieht für mich der ideale Spielplatz ganz anders aus". Meint Christiane Betz, Leiterin einer integrativen Kindertagesstätte, die zurzeit die Neugestaltung ihres Außengeländes plant. "Ein Spielplatz, der Kinder optimal fördert, ist am besten mit Naturmaterialien gestaltet und sollte nicht aufgeräumt sein. Zum Beispiel gibt es darauf Pfützen und herumliegende Äste". Die natürliche Vegetation und Landschaftsform sollte bei der Gestaltung berücksichtigt werden, sodass Kinder die Natur auch "erleben" können. Ein solchermaßen durchdachtes und angelegtes Gelände verändert sich mit den Jahreszeiten und bietet dadurch immer neue Spielanreize und –möglichkeiten.

Abenteuer mit Sicherheitszertifikat

Egal ob "möbliert" oder "abenteuerlich", die Anlagen und einzelnen Geräte unterliegen in Deutschland genauen Sicherheitsstandards. Die Betreiber sind verpflichtet, das Geländer in bestimmten Intervallen zu überprüfen und zu warten. Mindestens einmal wöchentlich erfolgt eine Sichtkontrolle, um eventuelle Schäden durch Vandalismus beziehungsweise Verunreinigung festzustellen. Vierteljährlich werden die Geräte geprüft und einmal im Jahr kontrolliert ein Sachverständiger die gesamte Anlage. Trotz der feinmaschigen Überprüfung sollten auch Eltern immer mal einen Check durchführen und Mängel sofort dem Betreiber oder der zuständigen Gemeinde melden.
Eltern können auch selbst zur Sicherheit beitragen. Beispielsweise mit dem richtigen "Parken" von Rollern und Co. Kinderwagen und Fahrrad haben nichts im Spielbereich zu suchen, Bänke sollten nicht eigenmächtig verstellt werden. Zum Spielplatzknigge gehört auch: Zigarettenkippen gehören in den Abfallkorb und Hunde an die Leine.

 
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