Ovulationstest

Viele Paare wünschen sich ein Baby, doch eine Schwangerschaft ist nur während den fruchtbaren Tagen der Frau möglich. Um den bestmöglichen Zeitpunkt der Empfängnisbereitschaft herauszufinden, müssen sich die Paare genauer mit dem Körper der Frau auseinandersetzen. Dabei gibt es heutzutage viele Helfer wie beispielsweise den Ovulationstest (Eisprungtest), der ein Eingrenzen der fruchtbaren Tage der Frau ermöglicht und somit den Kinderwunsch wahrwerden lassen kann.

Wie funktioniert ein Ovulationstest?

Ein Ovulationstest ist in der Anwendung einem Schwangerschaftstest sehr ähnlich. Jedoch muss bei einem Ovulationstest zuerst die durchschnittliche Zykluslänge bestimmt werden, um den Zeitpunkt des Testanfangs festzulegen. Die Berechnung der Zykluslänge sieht wie folgt aus: Von der Zykluslänge (z.B. 28 Tage) werden 17 Tage abgezogen (Ergebnis: 11). Man fängt also am elften Tag mit dem Test an.

Das Teststäbchen muss bis zur Markierung mit dem Urin der Frau in Kontakt kommen. Je nach Test sollte der Kontakt bis zu zehn Sekunden andauern. Dabei ist es der Frau überlassen, ob die Testspitze direkt mit dem Urinstrahl benetzt wird oder der Urin erst in einem sauberen Becher aufgefangen wird.

Klassischer Ovulationstest

Der ‚klassische‘ Ovulationstest hat in der Anzeige einen Kontroll- und einen Teststreifen. Der Kontrollstreifen wird sichtbar, sobald das Teststäbchen mit dem Urin Kontakt hat. Der Teststreifen verfärbt sich abhängig von der Konzentration des sogenannten luteinisierenden Hormons (LH) innerhalb von fünf bis zehn Minuten.

Ist der Teststreifen genauso stark verfärbt wie der Kontrollstreifen, ist die Hormonkonzentration sehr hoch und der Eisprung der Frau findet in den nächsten zwei Tagen statt. Ist er dagegen nur leicht verfärbt oder überhaupt nicht sichtbar, steht der Eisprung noch nicht unmittelbar bevor und es sind weitere Tests zur Eisprungbestimmung notwendig.

Digitaler Ovulationstest

Der digitale Ovulationstest funktioniert genau wie der ‚klassische‘ Ovulationstest, das Ergebnis wird hier allerdings nicht in Form von Linien, sondern digital angezeigt. Meistens wird das Ergebnis durch Symbole wie ein Smiley kenntlich gemacht.

Es empfiehlt sich den Ovulationstest täglich und stets zur selben Uhrzeit durchzuführen, bis ein Hormonanstieg im Urin zu vermerken ist. Ist der Ovulationstests positiv, braucht man keine weiteren Tests mehr durchzuführen, denn der beste Zeitpunkt für die Empfängnis wurde dann bereits ermittelt.

Sind die Ovulationstests immer negativ, muss der Frauenarzt mögliche Ursachen ermitteln.

Alternative zum Ovulationstest: Der Menstruationskalender

Die LH-Tests sind die gängigsten Ovulationstests zum Bestimmen des bevorstehenden Eisprungs. Daneben gibt es noch den Fertilitätsmonitor, der außer den zwei fruchtbarsten Tagen auch weniger fruchtbare Tage anzeigt, in denen es durchaus auch zu einer Schwangerschaft kommen kann. Diese kleinen Computer arbeiten ebenfalls mit LH Teststreifen und Urin.

Ein weiteres Hilfsmittel für die Eisprungberechnung ist der Menstruationskalender, auch Eisprungkalender genannt. Hierzu werden die Menstruationstage mindestens sechs Monate lang im Kalender markiert.

Danach kann man die fruchtbaren Tage rechnerisch insoweit eingrenzen, als man den kürzesten Zyklus (z.B. 28 Tage) aussucht und 21 Tage abzieht (Ergebnis: 7). Der erste mögliche fruchtbare Tag wäre also der 7. Tag des Monatszyklus. Ein Monatszyklus endet übrigens mit dem ersten Tag der Regelblutung und mit dem selbigen beginnt auch der neue Zyklus.

Um den letzten möglichen Tag der fruchtbaren Tage herauszufinden, nimmt man den längsten Zyklus (z.B. 31 Tage) und zieht 8 Tage ab (Ergebnis: 23). Der letzte fruchtbare Tag wäre also der 23. Tag des Monatszyklus. In diesem Beispiel lägen die fruchtbaren Tage zwischen dem 7. und dem 23. Tag des Monatszyklus.

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Die Temperaturmethode

Eine andere Methode für die Eisprungberechnung ist die Temperaturmethode. Jeden Morgen wird die Aufwachtemperatur (Basalttemperatur) mit einem Thermometer gemessen und in einem Kalender notiert. Am Ende eines Zyklus werden die eingetragenen Temperaturen ausgewertet.

Sobald die Temperatur um 0,3 bis 0,4°C steigt und bis zum Einsetzen der Periode erhöht bleibt, hat der Eisprung stattgefunden. Diese Methode ist für Frauen mit einem regelmäßigen Zyklus geeignet, allerdings erfordert die Auswertung ein wenig Erfahrung.

Die Eisprungberechnung mit Hilfe der Temperaturmethode ermöglicht übrigens eher die Ermittlung der unfruchtbaren Tage, denn eine Schwangerschaft ist nach dem Anstieg der Temperatur -der nach dem Eisprung stattfindet - eher unwahrscheinlich.

Mittlerweile gibt es auch spezielle Computer mit einem hochempfindlichen Thermometer, das die Temperatur sehr genau misst und kleinste Unterschiede registriert und auswertet. Nach einigen Monaten kann der Computer eine Tendenz feststellen und die bevorstehenden fruchtbaren Tage voraussagen.