Sommerspaß im Wasser

Egal, ob an der Küste oder in heimischen Gefilden: Im Sommer ist kühles Nass angesagt. Alles über verschiedene Wassersportarten, vom Angeln bis zum Wellenreiten. Wasser erfrischt. Es hat aber noch viele weitere Vorteile. Denn verschiedene Gewässer von Meer, Fluss, See bis Schwimmbad bieten unzählige Freizeitsportmöglichkeiten, die nicht nur Spaß machen, sondern auch fit halten. Da ist für Jung und Alt sowie für jeden Geldbeutel etwas dabei. Wer seine Zeit in den großen Ferien noch nicht verplant hat oder auch mal Lust hat, etwas Neues auszuprobieren, bekommt hier zahlreiche Tipps und Infos für Sportarten am, im, auf oder unter Wasser.
Windsurfen
Zu den klassischen Trendsportarten am Meer gehört das Windsurfen. Denn es ist überall machbar, wo eine frische Brise weht. Es beansprucht so ziemlich alle Muskeln des Körpers und trainiert dadurch nicht nur Kraft, sondern auch Herz und Kreislauf. Das Verletzungsrisiko ist gering, sofern man technisch korrekt surft. Dies ist jedoch nicht einfach, denn die Bewegungsabläufe beim Windsurfen sind kompliziert. Anfänger sollten daher unbedingt einen Kurs von mindestens 12 Unterrichtsstunden absolvieren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Tempo-Sportarten wirkt sich die Körpermasse beim Windsurfen nicht unbedingt negativ aus. D
ie Windsurf-Ausrüstung besteht aus einem Brett, das bei Anfängern – zwecks Stabilisierung auf dem Wasser – möglichst viel Volumen (deutlich über 200 Kilo) besitzen sollte, und dem Segel-Rigg, an dem sich der Surfer festhält. Brauchbare Sets gibt es bereits ab 1.000 Euro. Die Ausrüstung kann man sich in der Regel aber auch tage- oder stundenweise ausleihen.
Tauchen
Beim Tauchen oder Schnorcheln steht der Spaß am Erkunden der Unterwasserwelt im Vordergrund. Das Sporttauchen in größeren Tiefen birgt allerdings das Risiko für die oft als "Taucherkrankheit" bezeichnete Dekompression, bei der sich durch zu schnelles Auftauchen Gasblasen in den Blutgefäßen bilden. So etwas passiert allein in Deutschland bis zu 1.000 Mal jährlich. Und es kann lebensgefährlich sein.
Man sollte daher unbedingt einen Tauchkurs besuchen, am besten bei einer Schule, die nach den Richtlinien des Verbandes deutscher Sporttaucher arbeitet. Der Kurs kostet etwa 400 Euro. Neben klassischen Tauchurlaubsorten in Ägypten und Spanien gibt es übrigens auch Tauchkurse in Schwimmbädern. Eine komplette Taucherausrüstung mit Neopren-Anzug, Flasche, Brille Flossen und weiterem Zubehör kostet neu über 1.500 Euro. Schnorcheln mit Maske, Schnorchel und Flossen kann man dagegen bereits für etwa 50 Euro erwerben.
Rund ums Schwimmbad
Kaum einer anderen Sportart werden ähnlich günstige Effekte auf die Gesundheit nachgesagt wie dem Schwimmen. Es wird vor allem Übergewichtigen und Patienten mit Beschwerden am Bewegungsapparat empfohlen, da in der Schwerelosigkeit des Wassers geringere Kräfte auf Knochen und Gelenke wirken. Beim Brustschwimmen kommt es allerdings zu Überstreckungen an der Halswirbelsäule, weswegen einige Sportmediziner zum Rückenschwimmen raten. Ist dies im vollen Schwimmbad nicht möglich, empfehlen Experten, im Wasser auszuatmen, um wenigstens in dieser Phase eine Neutralhaltung einzunehmen.
Noch schonender für den Bewegungsapparat ist Aquajogging, weil hierbei nicht nur die Schwerkraft aufgehoben ist, sondern auch die Fuß, Knie- und Hüftgelenke in den linearen Richtungen des Laufens bewegt werden. Als Grundausstattung benötigt der "Wasserläufer" lediglich eine Schwimmweste aus dem Kunststoff Polyurethan und ein Schwimmbecken mit mindestens 180 Zentimetern Wassertiefe. Kurse für Aquajogging werden mittlerweile in vielen Schwimmbädern angeboten. Sie sollten nicht mehr als zehn Mitglieder haben, damit dem Übungsleiter die Möglichkeit zur individuellen Kontrolle bleibt. Besonders empfehlenswert bei Übergewicht und Gelenkproblemen.
Kinder finden im Schwimmbad oft besonders großen Spaß beim Springen von Sprungbrett und –turm. Das klassische Turmspringen trainiert nicht nur die Koordination, Konzentration und Beweglichkeit, sondern auch den konstruktiven Umgang mit den eigenen Ängsten. Das Verletzungsrisiko ist gering – auch wenn das Wasser beim falschen Eintauchen ganz schön hart sein kann. Ansprechstation fürs Turmspringen ist der Schwimmverein.

