Babyschwimmen - Wasserspiele für die Kleinsten

Beim Babyschwimmen verlieren Kinder ihre Angst vorm Wasser - oder entwickeln sie gar nicht erst. Was gibt es dabei zu beachten?Fröhlich prustet Anna und platscht mit den Händchen ins Wasser. Ihr kleiner Freund Felix findet das nicht so erfreulich. Sein Mund verzieht sich kläglich. Acht Mütter und Väter stehen mit ihren drei bis zwölf Monate alten Kindern im kniehohen, warmen Wasser. Sie schöpfen liebevoll Wasser über den Rücken ihrer Kleinen oder unterstützen ihre ersten und noch unbeholfenen Ruderbewegungen.

Gesundheitliche Vorteile von Babyschwimmen

Bei Babyschwimmkursen handelt es sich um eine spielerische Eltern-Kind-Gymnastik. Das Planschen im Wasser stärkt Herz und Kreislauf ebenso wie die Atemtätigkeit; Motorik und Körperbeherrschung werden gefördert. Der Wasserdruck massiert sanft die Haut.
Gleichzeitig werden Gelenke und Muskeln durch die Bewegung gegen den Wasserwiderstand gestärkt. Außerdem entspannt das warme Nass. Babyschwimmen ist bereits mit einem zehn Wochen alten Baby denkbar. Aber erst ab zehn Monaten darf das Kind - mit entsprechender Ausrüstung und immer unter Aufsicht - im Babybecken frei paddeln. Eltern sollten zunächst nicht ohne fachliche Anleitung das Kind "zu Wasser lassen".

Wo wird Babyschwimmen angeboten?

In fast allen Hallenbädern gibt es Kurse, teilweise auch in Gesundheitszentren und Fitnessstudios sowie in speziellen Babyschwimmschulen. Die Eltern lernen, wie sie ihre Kinder halten und mit welchen Bewegungen sie sie am besten durchs Wasser ziehen können. Außerdem wissen die Kursleiter, wie die Anpassung ans Wasser leichter fällt und welche Wasser-Spiele gut ankommen.
Und das Planschen in der Gruppe macht besonders viel Spaß. Vor dem Buchen sollten sich Eltern die Räumlichkeiten näher ansehen. Oft ist auch eine Schnupperstunde möglich. Wichtig: Stimmt die Luft- und Wassertemperatur? Gibt es genügend Wickeltische? Sind die Umkleidekabinen für Mutter und Kind geeignet? Wenn sich all diese Fragen mit ja beantworten lassen, spricht nichts mehr dagegen: Dann darf's ab ins Wasser gehen.

  • Ideale Badetemperatur ist 32 bis 33 Grad Celsius. Die Kleinkinderbecken unterliegen besonderen gesundheitlichen Vorschriften. Das Wasser wird aufwändig gefiltert und aufbereitet. Der Chlorgehalt ist genau dosiert: Leicht gechlortes Wasser beugt Pilzinfektionen vor.
  • Die beste Zeit fürs Schwimmen liegt zwischen den Mahlzeiten. Deshalb kurz vor der Anmeldung nach den genauen Kurszeiten fragen. Selbst die größte Wasserratte hat - wenn sie hungrig oder müde ist - keinen Spaß am Planschen.
  • Babys frieren leicht, deshalb reichen 10 bis 30 Minuten im Wasser aus. Sobald das Kind quengelt, zittert oder blaue Lippen bekommt, ist es Zeit herauszugehen.
  • Das Chlorwasser trocknet zarte Babyhaut aus, deshalb immer Babyduschgel und Hautpflegecreme mitnehmen.
  • Zum Badedress gehören eine Badehose mit integrierter Aquawindel, gegebenenfalls Schwimmärmchen in kleinster Größe und Badesandalen, um Ausrutschen auf den glitschigen Fliesen zu vermeiden.