Hornhaut-, bzw. Bindehautentzündung: Inkubationszeit ein Tag?

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gisela43
Beitrag vom 20.01.2012
15:05 Uhr

AW: Hornhaut-, bzw. Bindehautentzündung: Inkubationszeit ein Tag?


Hallo Haseka,


das was du von der Augenklinik schreibst, finde ich unglaublich. Gerade in Krankenhäusern sollten doch Themen wie Sauberkeit und Sterilität ganz groß geschrieben werden.

Ob die Probleme deiner Mutter tatsächlich auf die Untersuchung mit der Schablone zurückzuführen sind, ist im Nachhinein natürlich schwer zu sagen. Die meisten Erreger brauchen länger als ein paar Stunden, um sich auszubreiten, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es bei besonders aggressiven Erregern auch Ausnahmen gibt.

Auch deine zweite Frage kann ich dir leider nicht mit Sicherheit beantworten. Wenn sich am Morgen noch keine Symptome gezeigt haben, kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass solch eine noch nicht ausgebrochene Entzündung unentdeckt bleibt - das ist aber nur eine Vermutung.


Alles Gute für dich & deine Mutter,

Gisela


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ha-se-ka
Beitrag vom 19.01.2012
17:52 Uhr

Hornhaut-, bzw. Bindehautentzündung: Inkubationszeit ein Tag?


Guten Tag allerseits,


auf der Suche nach weitergehenden Informationen zu Bindehaut- und Hornhautentzündungen bin ich unter Anderem auf diese Seite gestoßen.


Vielleicht ist ja jemand hier, der Antworten auf meine Fragen hat.


Hier die Vorgeschichte:

vor ca. 2 Wochen war meine Mutter wegen einer anderen Sache beim Augenarzt, genauer gesagt, in der Universitäts-Augenklinik.

Der Termin war am frühen Vormittag.

Für die Untersuchungen wurden ihr zwei unterschiedliche Augentropfen verabreicht; die einen, um die Pupillen zu weiten, die anderen für die Augendruck-Messung.

Zuvor wurde ein kurzer Sehtest gemacht. Bei dem Sehtest wurde jeweils ein Auge mit so einer kleinen Pappe, die aussieht, wie ein Dreieck mit abgerundeten Ecken und welche zwischen Brille und Auge geklemmt wird, abgedeckt.

Man hat also direkten Hautkontakt mit dieser Pappe, die übrigens nicht neu war, sondern schon benutzt.


(Die Schwester, die diese Voruntersuchungen macht, bestätigte mir zudem, dass diese Pappen nicht bei jedem Patienten gewechselt werden, sondern nur auf Verdacht.

So nach dem Motto (das sag ich jetzt): wenn vor Dir einer dran war, mit noch nicht ganz ausgebrochener Entzündung, haste halt Pech gehabt.)


Wie gesagt, dieser Termin war am frühen Vormittag.

Am späten Nachmittag fingen die Augen meiner Mutter an, leicht rot zu werden und zu tränen. Während der Nacht wurde es schlimmer, bis sie zum nächsten Morgen auch noch verklebten.

Außerdem hatte sie das Gefühl, als würde sich Sand zwischen Auge und Lid befinden, was bei jedem Blinzeln natürlich sehr unangenehm und schmerzhaft war.


Also ging sie wieder direkt in die Augenklinik, wo festgestellt wurde, dass die Hornhaut ganz rau und entzündet war.

Als Ursache wurde möglicherweise eine Allergie auf die Tropfen des Vortages genannt. Allerdings wurde die Wahrscheinlichkeit hierfür als sehr gering eingeschätzt.


Die andere Möglichkeit wäre eine Infektion.

Zur Sicherheit wurden ihr antibiotische Augentropfen und eine antibiotische Augensalbe verschrieben.

Nach 6-7 Tagen waren die schlimmsten Symptome wie das Fremdkörpergefühl und Verkleben verschwunden, jedoch sind die Augen immer noch leicht gerötet und tränen seither ständig.


Uns stellt sich natürlich die Frage, wo die Entzündung so plötzlich herkommmt.


Es kann ja nicht angehen, dass man mit (in dieser Beziehung) gesunden Augen zum Augenarzt geht und mit einer Entzündung, die sich ordentlich gewaschen hat, zurückkommt.

Dazu muss ich noch sagen, dass vor meiner Mutter ein Mann zur Untersuchung gerufen wurde, dessen Augen gerötet waren. Ob er aber im selben Behandlungszimmer war, in welches meine Mutter später gebracht wurde, weiß ich nicht.


Nun habe ich im Internet ein bißchen über Keratitis und Konjuktivitis recherchiert, vor allem zur Inkubationszeit.

Da gibt es ja nun unterschiedliche Angaben, die meisten gehen wohl von ca. 10 Tagen aus, es gibt aber auch welche mit 3-4 Tagen.


Allerdings meinte eine Bekannte, die Allgemeinärztin ist, dass sich eine solche Entzündung je nach Art und Aggressivität des Erregers durchaus auch innerhalb eines Tages manifestieren kann.


Meine Fragen wären nun folgende:


1.: kann es tatsächlich sein, dass eine Hornhaut-, bzw. Bindehautentzündung innerhalb eines Tages nach Ansteckung zum Ausbruch kommt?

Vielleicht ist ja sogar jemand hier, dem das auch schon passiert ist, oder der zumindest einen dahingehenden Verdacht hegt?


2.: angenommen, es würde sich um einen "Riesen-Super-duper-Zufall" handeln und meine Mutter wäre schon am Ausbrüten einer Entzündung gewesen und diese wäre ausgerechnet am Tag des Augenarztbesuches ausgebrochen:

hätte dies nicht zumindest bei der Untersuchung am Vormittag schon auffallen müssen?

Wie gesagt, vormittags war die Untersuchung, nachmittags fingen die Beschwerden an, nachts muss die Hornhaut schon total rau (daher das "Sandgefühl" unter dem Lidern) gewesen sein.


Ist es möglich, dass eine solch heftige, schon im Anmarsch befindliche Entzündung wenige Stunden vor dem richtigen Ausbruch noch völlig symptomfrei ist, so dass sie dem Arzt nicht auffallen kann?


Vielen Dank im Voraus :)


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