Beitrag vom 08.09.2010
18:25 Uhr
Dauerbenommenheit, Sehstörungen. Psyche/HWS?
Vor gut 2 Jahren hatte ich einen heftigen Infekt mit hohem Fieber, so wie ich es bis dahin noch nie kannte. Ich habe schon seit gut 10 Jahren immer wiederkehrende Phasen von Schwindel, Krankheitsgefühl (wie eine leichte Dauergrippe) und Übelkeit, sowie Magen- und Darmprobleme. Nach dem Infekt hatte ich ab und an Herzrasen und Schwächeanfälle mit starken Schweißausbrüchen extremem Schwindel. Dann verschlechterte sich die Wahrnehmung, Schwindel und Konzentrationsprobleme nahmen zu, bis sie schließlich immer da waren. Dann nur noch sehr schlecht geschlafen. Zuletzt dann heftige Panikattacken (Herzrasen, Schwindel, Todesängste) mitten in der Nacht. Einweisung ins Krankenhaus im Juni 2009, dann 11 Wochen psychosomatische Aufnahme. Dabei wurde alles abgeklärt: HNO, Augenklinik, Neurologie, Orthopädie etc. inkl. MRT von Kopf und HWS mit Funktionsaufnahmen von Atlas/Axis.
Befunde: depressive Episode, Angststörung (kam aber eigentlich erst so richtig in der Klinik hervor) und Zervikozephales Syndrom. An der HWS hiess es "nur" Steilstellung und extreme Myogelasen und Verspannungen. Zudem leichte Skoliose. Bandscheiben soweit i.O. Man erklärte mir dann das das alles von der Psycho kommt. Aber auch schon dort waren sie bzgl. der Sehstörungen und des Schwindel teilweise ratlas, da ständig vorhanden und nicht "auslöserbedingt".
Meine Hauptbeschwerden ein Jahr danach sind vor allem:
- Dauerbenommenheitsgefühl ständig
- kann schnelle Dinge (Autos, TV-Bilder etc.) nicht optisch wahrnehmen (Daumenkino)
- Scharfstellen geht nur sehr verzögert
- Konzentrationsprobleme (Lesen etc fällt schwer)
- starke innere Unruhe (Herzrasen ab und an)
Panikattacken hatte ich nicht mehr. Aber ich habe weiterhin Angst alleine unterwegs zu sein. Ich konfrontiere mich zwar aber es geht nicht immer.
Ich nahm Citalopram/Trevilor (half nichts). Jetzt seit 9 Wochen Mirtazapin. Ich spüre das ich ruhiger bin und mich mehr traue, zudem schlafe ich besser, an den Hauptproblemen hat sich jedoch nichts geändert.
Jetzt erzählt mir wieder ein neuer Orthopäde (bin umgezogen), dass es eher was HWS-bedingtes ist, das durch die extremen Verspannungen die Nerven und Arterien eingeengt werden und das Schwindel etc. verursacht. Ja was denn nun?
Wer hat Erfahrung mit Burnout und/oder Agoraphobie und kann aus seinen Erlebnissen berichten? Was hat geholfen? Ich mache derzeit eine Psychotherapie das tut zumindest gut. Bin für alle Tipps (Sport, Therapien, Nahrungserg., Bücher etc.) dankbar. Per PN teile ich auch gerne meine Erfahrungen.



Beitrag vom 11.03.2011
11:37 Uhr
AW: Dauerbenommenheit, Sehstörungen. Psyche/HWS?
Hallo Reinhard,
wurde abgeklärt, ob nicht eine Borreliose die Ursache der versch.Krankheitsbilder ist ?
Gruss
Lillifee
Beitrag vom 11.03.2011
11:25 Uhr
AW: Dauerbenommenheit, Sehstörungen. Psyche/HWS?
Hallo Reinhard,
bei meinem Sohn ( Anfang 20 ) traten letztes Jahr auch div. Krankheitsbilder auf (Blutdruckschwankungen, Atemnot,Herzprobleme, Hautrötungen,auch z. T. Schwindelanfälle, Schmerzen an versch. Körperstellen etc., hatte auch Stimmungsschwankungen, da die Ursache nicht gefunden wurde ) Nach langen Irrwegen hat ein Arzt für Naturheilverfahren die Diagnose gestellt : Histaminintoleranz. Ernährungsumstellung oberstes Gebot. Um sich körperlich zu betätigen, wird er demnächst mit Qigong ( Zhinengqigong ) anfangen, da er seinen Kampfsport in der nächsten Zeit nicht ausüben kann, ist ihm momentan zu anstrengend.
Bezüglich Halswirbelbereich : Ostheopathie, CranioSacralen Therapie wären eine Möglichkeit , Bücher diesbezüglich u.a.
VAK- Verlag, Freiburg. Interessant ist das Buch von John E. Upledger : Auf den Inneren Arzt hören, Suedwest-Verlag.
Um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren : Jin Shin Jyutsu praktizieren, ist einfach und überall auszuführen.
Alles Gute
Lillifee
Beitrag vom 11.03.2011
09:47 Uhr
AW: Dauerbenommenheit, Sehstörungen. Psyche/HWS?
Hallo,
hast Du mal an eine Kopfgelenksverletzung gedacht ???
Habe die gleichen Probleme!!!
Beitrag vom 09.09.2010
12:19 Uhr
AW: Dauerbenommenheit, Sehstörungen. Psyche/HWS?
Habe mir das erste Buch mal bestellt, wurde mir schon von anderer Seite empfohlen. Danke für den Hinweis.
Beitrag vom 09.09.2010
07:14 Uhr
AW: Dauerbenommenheit, Sehstörungen. Psyche/HWS?
Hallo Reinhard,
die komplexen Vorgänge können hier natürlich nicht durchdrungen werden.
Ich darf Ihnen daher 2 Bücher empfehlen:
1. Versteckte Krankheiten von Prof. Dr. Ingo Froböse und
2. Droge Wohlstandskost: Chronisch krank durch Fehlernährung von Dr. med. Klaus Jürgen Mielke.
Gruß
Kurt Schmidt