Beitrag vom 16.01.2009
15:36 Uhr
Zuckungen im Ohr / Klopfen
Schönen guten Abend,
ich habe seit etwa einer Woche immer mal wieder eine Art Zucken im Ohr,
als würden die Muskulatur unkontrolliert kontrahieren. Es hört sich wie
ein Klopfen am Trommelfell an. Es ist nicht der Herzschlag.
Ich habe seit 7 Jahren einen chronischen Tinnitus, diverse Hörstürze
und eine Geräuschüberempfindlichkeit. Schon seit einigen Monaten
beobachtete ich eine direkte physische Reaktion auf Geräusche,
Klänge und bestimmte Töne. Wenn bspw. Teller klapperten, zog
sich etwas im Ohr zusammen - wie eine Abwehrreaktion.
Nun tritt dieses Zucken/Klopfen aber auch in völlig stillen
Situationen aus, ohne direkten Zusammenhang.
Hat jemand eine Idee, was das sein könnte bzw. ähnliche Erfahrungen
gemacht?
300g Magnesium nehme ich täglich, dennoch wurde es die
letzten Tage häufiger, fast schon minütlich - dann aber wieder
Stunden der Ruhe.
Zur Hintergrundinfo: ich habe seit Montag einen neuen Job mit
viel Stress; vor 2 Wochen habe ich mich von meiner langjährigen
Freundin getrennt. Emotionaler Stress und Druck sind also mehr
als ausreichend vorhanden. HWS-Probleme und verspannte
Nacken-Muskulatur sind obligatorisch, meine Nasenscheidewand
ist schief und ich häufig erkältet und verschleimt.
Zwar habe ich einen chronischen Tinnitus und auch schon einige
Hörstürze hinter mir, tippe aber eher auf ein Druckausgleichs-Problem?!
Ich hoffe, dass sich jemand die Mühe macht, mir zu antworten.
Ich würde mich über ein Feedback sehr freuen.
Beste Grüße,
Sebastian



Beitrag vom 23.08.2011
17:29 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Hallo ihr Ohrwürmer-Kandidaten. Ich habe seit ein paar Tagen ein klopfen oder Knacken im rechten Ohr. Zuerst dachte ich dass es (oh Schreck) von meinem Walkman-Musik iPod Kopfhörer kommt, das wäre schrecklich, aber nach all den Berichten glaube ich dass es etwas anderes ist. Ich habe seit Wochen Probleme mit dem Kiefergelenk durch eine zu hoch sitzende Goldkrone, dadurch hat sich die ganze Statik verschoben, das hat mir jedenfalls ein Kieferchirurg und Zahnmediziner bestätigt. Ich denke auch dass bei mir das dumpfe Klopfen davon kommt. Könnte vielleicht auch am Magnesium liegen, obwohl ich täglich zum Sport das zu mir nehme. Es tut nicht weh und hoffe dass sich das bald erledigt, sobald mein Kiefer gerichtet ist. Wenn nicht, sehen wir weiter. Danke vielmals für eure Tips und Ratschläge, hilft immer...! hoshi
Beitrag vom 31.05.2011
19:39 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
hallo, oh bin ich dankbar endlich mal darüber zu lesen. ich habe das seit einem jahr und es macht mich ganz schön fertig. bei mir ist es durchgehend, außer wenn die eustachische röhre aufklappt, dann höre ich mich selber von innen aber das geräsuch nicht mehr. das leigt wohl daran, dass der zuckende ohrmuskel das trommelfell bewegt und dieses dann in spannung geht und eben nicht mehr vibriert. das geräausch ist auch weg, wenn ich mir einen finger oder ohrstöpsel ins ohr tue.
ganz weg ist es leider nie, allerdings verändert sich die frequenz und ich kann aber gar nicht ausmachen woran es liegt.
woher weiß man welcher muskel es genau ist?
ich gehe auch davon aus, dass es mit der hws und kiefer-verpannungen zusammen hängt. allerdings war ich an dem tag als es losging beim zahnarzt, so dass es auch an einer nervenüberreizung liegen könnte...
falls jemand rausfindet, wie es zu beeinflussen ist, bin ich sehr dankbar, wenn ihr es mitteilt.
jasmin
Beitrag vom 15.04.2011
12:31 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Hallo an Alle,
leider bin ich auch von diesem Klopfen im Ohr betroffen. Und genauso wie Ihr es bescheibt, kommt und geht es. Ich habe das eigentlich schon mein Leben lang. Ich habe als Kind und jetzt im Erwachenenalter bestimmt schon 30 Mittelohrentzündung, hatte 3X Paukenröhrchen und mein Trommelfell ist voller Narben.
In der Vergangenheit, ist dieses Klopfen von alleine wieder weg gegangen. Nur jetzt ist es schon (mit Unterbrechnungen)8 Wochen da und es geht einfach nicht weg. Ich bin echt am verzweifeln. Ich habe schon Magnesium probiert - am Anfang hat es auch geholfen, aber jetzt hat es irgendwie seine Wirkung verloren.
Ich habe bemerkt, dass dieses Klopfen verstärkt auftritt, wenn ich aufstoße. Also das heitß, wenn das Klopfen mal nicht da ist und ich aufstoße ist es danach wieder da und bleibt. Kennt das jemand? Was kann ich dagegen machen? Hab jetzt schon richtig Angst davor aufzustoßen, weil ich weiß, dass danach das nervige Klopfen wieder da ist.
Ich weiß nicht mehr weiter. Beim Arzt bekomme ich immer wieder zu hören, dass ich mir das nur einbilde! Eine Frechheit - seitdem geh ich da nicht mehr hin. Ich weiß ja jetzt was es ist, weil die Bescheibungen genau passen, aber worum es mir geht ist ein Gegenmittel, wenn ich dann eine "Attacke" habe. Eine OP zur Durchtrennung der Sehne wäre für mich die letzte Lösung, aber vielleicht hat ja jemand den entscheidenen Tipp für mich, der mich von diesem nervtödenden Klopfen befreit? Bitte helft mir - ich wäre Euch sehr dankbar.
Gruß
Jennifer
Beitrag vom 17.03.2011
08:18 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Hallo an alle Betroffene,
selbst bin ich zwar nicht betroffen, aber habe vor einigen Jahren ein Seminar belegt über
R.E.S.E.T .... entwickelt von Philipp Rafferty. ,zur Entspannung der Kiefermuskeln
und des Kiefergelenks. Bei den unterschiedlichsten Erkrankungen hat diese Methode bereits geholfen .Informationen : VAK- Verlag Kirchzarten und Institut für Kinesiologie /Kirchzarten.
Gruss
Lillifee
Beitrag vom 17.03.2011
00:26 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Hallo zusammen,
der letzte Eintrag ist vom September 2010, genau da hat bei mir das Problem mit den Muskelzuckungen im Ohr angefangen. Tut sich hier noch was? Ich wäre sehr interessiert an Informationsaustausch, besonders mit Daniel, da ich hier extreme Parallelen zu mir sehe.
Beste Grüße
Uwe
Beitrag vom 23.09.2010
11:21 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Danke schon mal bis hierhin.
Seltsam ist in der Tat, dass jetzt fast exakt(!) ein ganzes Jahr Ruhe war, es jedoch seit einigen Wochen wieder munter drauf los rattert. Und ja, nach jahrelangen Tensor Tympani Spasmen ist es jetzt wieder der Stapedius.
Da ich innerhalb dieses Jahres weder die Aufbißschiene benutzt noch Massagen erhalten habe, bleibt die Ursache in meinem Fall wieder mal unklar.
An anderer Stelle hörte ich von Durchblutungsstörungen, entsprechenden Medikamenten, HWS-Syndromen (m.E. eine "Notlösung") und Stress.
All das ist jedoch innerhalb des letzten Jahres mehr oder weniger unverändert, ausser: ich hab' einen neuen Job, der mir allerdings besser gefällt als der alte...;-)
Seltsam, das alles. Ein operativer Eingriff ist nach wie vor abwegig, so lange das Geräusch wieder verschwindet. Die Angst vor Neben- und Nachwirkungen ist einfach zu groß
Gruß
Daniel
Beitrag vom 03.04.2010
14:45 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Ich habe leider in diesem Bereich persönliche Erfahrungen gemacht, und fühle mich verbunden diese hier kundzutun .
@kommod ,... das ist eine CMD - und hier die Begründung .Die Zuckungen im Ohr, als auch ein Tinnitus sind spasmen ! , die durch eine überstrapazierung von Muskeln verursacht wird . Muskeln gehen in ein Netz überein, und können sich somit zu einem bestimmtem Grad ausgleichen, sollte das nicht möglich sein versucht es der Muskel desto trotz , und geht falls erfolglos in einen Spasmus über, der nur unterbrochen werden kann, durch eine veränderung der statischen position, wie z.b. Massage , ... oder eine behebung der eigentlichen Ursache !!!
1. Sollten die Zähne, seitlich, nicht perfekt im geschlossenen Biss abschliessen(was sehr komplex ist), kann der körper dies ausgleichen aber zusätzlich benötigte Muskelaktivitäten können in einem Spasmus enden - dann tritt das Symptom Kopfschmerz auf ( spannender, zerrender Kopschmerz ), wobei Kopfschmerz nur eins von vielen Symptomen ist . Die Liste ist lang und umfangreich, und Tinnitus ist ein weiteres(Tinnitus - höchste Frequenz eines pulsierenden Muskels im Ohrbereich,... Spasmus).
2. Durch die instabilität der Kiefergelenke(2), welche Nebenbei bemerkt die komplexesten Gelenke im Menschlichen körper sind, zu einer Seite , oder zu beiden kann der Diskus zwischen Schädelknochen(Glenoid Fossa) und Kiefer (Condyle)durch überdehnung der haltenden Ligamente (Bänder) herausgezogen werden kann, welches zum primären Problem führt !!! Der Komprimierung der Bilaminaren Zone,welche sich hinter dem Kiefergelenk und nahe dem Gehörgang(Eustachische Röhre)befindet, ... daher Ohrsymptome wie evtl. schlechteres Hören, Ohrenschmerzen, Mittelohrentzündungen ?
3. Die Komprimierung der Bilaminaren Zone ist das primäre Problem und vermutlich in seinem Umfang der möglichen Symptome noch nicht vollständig begriffen !!!
Haupt-Nervenbahnen und Blutbahnen werden durch den herausgezogenen Diskus und dem damit verminderten Raum für Blutbahnen(schon mal ein pulsierendes Geräusch beim schlafen oder liegen auf dem einem oder dem anderem Ohr gehört? - das ist der Puls einer sehr wichtigen Blutbahn, welche durch den verringerten Raum komprimiert wird !!!)
Genauso ist es mit Nervenbahnen, was zu einer Überreizung führt - der Körper versucht irreguläre Situation auszugleichen, ... kann das aber nur in bestimmten Massen .
4. Der Biss , ... das Gebiss ist ein zentraler Punkt des Menschlichen Körpers, und kann in seiner Funktion nicht unterschätzt werden .
Wird der Biss in seine Funktional richtige Position gebracht verschwinden in kürzester Zeit viele Symptome,... wir können hier in Minuten rechnen ,... wie z.b. Kopfschmerzen, oder ein klicken im defekten Gelenk .Andere wie ein Tinnitus brauchen etwas mehr Zeit, aber verschwinden auch in den allermeisten Fällen .
Also ist ein kompetenter Zahnarzt die richtige Anlaufstelle, was bei den verschiedenartigen Symptomen nicht logisch erscheint ,... aber es ist es !
Ich hoffe diese Erklärung(Erläuterung) hilft .
Beitrag vom 13.01.2010
10:35 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Hallo!
zunächst@ maxg, deinen Beitrag fand ich sehr interessant!
Mir ist es als Kind einmal nachts passiert, das sich mein Kiefer nach links ausgehakt hat und das ganze über einen Halsnerv wieder wegmassiert werden musste. Über viele Monate hatte ich danach noch Probleme, dass es immer mal wieder ausgeklinkt ist, dadurch habe ich automatisch angefangen schief zu beissen, was die Probleme mit dem Kiefer beseitigt hat, aber es stellten sich dann diese „Ohrgeräusche“ ein.
Wenn ein Auto mit Sportauspuff vor dem Fenster an der roten Ampel hielt oder die Mikrowelle anging, fing mein Ohr sofort an zu spinnen. Auch bestimmte Basstöne in Liedern sind der blanke Horror.
Da ich keine Lust auf weitere Arztbesuche hatte, hab ich das ganze versucht zu ignorieren und die störenden Situationen zu umgehen, in der Hoffnung das es sich von alleine wieder gibt.
Dass es aufhört sobald ich mich auf die betroffene Seite lege, hab ich auch festgestellt!
Eine Zeitlang wurde das ganze dann so schlimm, das ich doch zu einem HNO Arzt gegangen bin. Dieser stellte fest, dass mein Ohr vollkommen gesund ist…
Er fragte mich aber auch noch, ob ich meine Weisheitszähne noch hätte und empfahl mir dann einen Besuch beim Kieferorthopäden. Mir wurden alle 4 Weisheitszähne rausoperiert unter Vollnarkose und ich musste Übungen zur Beseitigung meiner Kieferfehlstellung machen, ebenfalls habe ich eine Schiene für die Nacht bekommen.
Das Ergebnis lässt sich dadurch dass ich alle drei Dinge auf einmal gemacht habe nicht beweisen, aber ich bin mir sicher dass es nicht an meinen Weisheitszähnen lag, sondern an der falschen Belastung der Kiefermuskeln.
Ich bin davon überzeugt weil sich der Teilerfolg nicht sofort einstellte, sondern erst nachdem ich fleissig meine Übungen „gerade zu beissen“ gemacht hatte.
(Einfach einen geraden Gegenstand wie einen Bleistift/Lineal vor das Gesicht halten und vor dem Spiegel langsam den Mund auf und zu machen, dabei die Muskeln anstrengen als würde man kauen... der Bleistift dient dann als Orientierung das das ganze auch gerade geschieht.. sieht blöd aus, aber man merkt direkt welcher Muskel falsch belastet wurde bzw. zu wenig. Das ganze sollte ich 3x täglich 7-12 mal machen)
Trotzdem bleibt es bisher nur ein großer Teilerfolg, denn ich kann alle Situationen die das Geräusch ausgelöst haben ohne Probleme meistern bis auf eines, das Musik hören.
Bei bestimmten Stücken (Klavier und / oder tiefer Bass) fängt mein Ohr manchmal an zu spinnen. Sobald ich den Kopfhörer dann einmal kurz laut stelle und das Geräusch übertöne ist es wieder weg und dann kann ich die betreffenden Stücke hören ohne Probleme.
Ich könnte mir vorstellen das diese Restschäden noch auf meine schiefe Sitzhaltung zurückzuführen ist, durch die ich Nackenverspannungen hab, ausserdem bemerke ich des öfteren das ich verkrampft zubeisse wenn ich voll konzentriert etwas mache oder gestresst bin…
Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen, ich wünsch euch allen auf jeden Fall gute Besserung!
Liebe Grüße
Beitrag vom 23.09.2009
10:06 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Hallo zusammen,
seit mittlerweile 8 Jahren plage ich mich mit immer wiederkehrenden (und dementsprechend Gott sei Dank immer wieder abklingenden) Ohrgeräuschen herum. Nach zahllosen Arztbesuchen (HNO) wurden die unterschiedlichsten Diagnosen und Therapievorschläge besprochen. Ich habe mittlerweile mit Hilfe von englischsprachigen Foren selbst(!) herausgefunden, dass der Tensor Tympani Muskel die Geräusche verursacht. Dieser rattert willkürlich wie eine Festplatte in unterschiedlicher Dauer und Intensität über mehrere Wochen. Scheinbar haben eine Aufbisschiene und manuelle Therapie der Kiefermuskulatur die letzten Monate für Ruhe gesorgt. Seit einigen Wochen rattert allerdings erstmalig der Stapedius in ähnlicher Art und Weise willkürlich. Ich kann dies mit Sicherheit feststellen, da sich Klangbeispiele eines Stapedius-Tics im Internet genauso anhören bzw. anfühlen.
Es gibt einige nennenwerte Umstände, unter denen ich das Auftreten dieser Myoklonien beschreiben (und nur gelgentlich leicht beeinflussen) kann.
- Die Geräusche sind hinsichtlich ihrer Intensität bewegungs- und lageabhängig.
Die Zuckungen des Tensor Tympani konnte ich durch Liegen auf die betreffende Seite abstellen. Sobald ich mich auf die entgegengesetzte Seite lege, ging’s durch sich langsam bis zum andauernden Rattern steigernde Geräusche wieder los. Das neuerliche Stapedius-Zucken ist davon unabhängig, stellt sich jedoch eine Zeitlang ab, wenn ich mich nach dem morgendlichen Aufstehen bewege.
- Morgens werden die Geräusche definitiv schlimmer.
- bestimmte akustische Frequenzen von aussen lösen meist das Zucken zusätzlich aus
- bei massierenden Bewegungen an Hals- und Kaumuskulatur der betroffenen Seite entsteht im Ohr eine Art dumpfes Rauschen, ähnlich des Gefühls wenn man die Augen fest zukneift. An der anderen Seite bewirkt die Massage der entsprechenden Muskulatur hingegen nichts
Die Umstände sagen meinem laienhaften Verständnis, dass Zusammenhänge exisitieren und die Ursache(n) hier zu liegen scheinen. Von HWS-Syndrom bis CMD gibt's da naturgemäß theoretisch mehrere Möglichkeiten.
Allerdings konnte mir kein Arzt langfristig helfen. HNO-Ärzte empfehlen meist die operative Durchtrennung der Muskelsehnen im Mittelohr. Eine für mich (noch?) inakzeptable Lösung, da nicht bekannt ist, wie sich der anschliessende Zustand auf das Hörvermögen auswirkt.
"Stress" ist eine in diesem Zusammenhang auch gern genannte Ursache. jedoch habe ich nicht mehr oder weniger Stress in der Zeit, in der die Geräusche NICHT auftreten?
Offen gestanden bin ich ratlos und hoffe nach der HNO-Odyssee durch Meinungen anderer Fachärzte weitere Hinweise auf mögliche Ursachen zu erhalten, auf die ich mich näher untersuchen lassen könnte. Sozusagen im Vorbeigehen hat mir ein Neurologe Clonazepam empfohlen. Der Hinweis auf Wikipedia "Es kann schon nach kurzer Anwendung zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit kommen." läßt mich jedoch davon Abstand nehmen.
Ich denke stets, dass durch die oben beschriebenen Umstände doch ein oder mehrere Ursachen da sein müssen! Warum sonst verschwinden die Geräusche zwischendurch wieder? Warum sind sie lage- und bewegungsabhängig? Warum rattert jetzt der Stapedius, statt wie sonst jahrelang der Tensor Tympani?
Zugegebenermassen ist die Situation lange nicht so dramatisch, da die Geräusche immer wieder verschwinden. Sie kehren jedoch auch immer wieder, und da dies über Wochen stets für Schlaflosigkeit, Depressionen und Konzentrationsschwächen sorgt, möchte ich das endgültig abstellen. Und zwar bitte so effektiv und fundiert, ohne dass sich sämtliche Kieferorthopäden und Zahnärzte auf mich stürzen und sich durch von der Krankenkasse nicht unterstützte CMD-Therapievorschläge bereichern, die u.U. erfolglos sein könnten.
Dieser Thread ist sozusagen der erste seit jahren, der sich speziell mit dieser Thematik beschäftigt. Parallel habe ich diesen Thread in einem Neurologie-Forum gepostet - leider ohne Erfolg.
Gibt es eurerseits schon was Neues? Habt ihr ggf. die Sache in den Griff bekommen oder u.U. sogar abstellen können?
Vielen Dank im Voraus für Fragen, Lösungsansätze usw.
Beitrag vom 21.05.2009
10:37 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Hallo Sebastian,
auf der Suche nach Infos über den Stapediusmuskel lese ich gerade dein Beitrag.
Ohne Gewähr: Ein guter Osteopath, könnte u.U Erleichterung verschaffen.
Die Verspannung des Stapediusmuskels ist eine Verspannung wie eines jeden andern Muskels. Der Stapedius wird gesteuert vom Gesichtsnerv und der muss einige Engstellen überwinden, bis er zum Muskel gelangt. Zu diesen Engstellen gehören die Hirnhaut und der innerer Gehörgang. Die Hirnhaut (Dura) hat mit dem ganzen Körper Kontakt, so können sich Zugkräfte aus dem gesamten Körper auf den Kopf übertragen.
Um zur Lösung des Problems zu kommen könnte man sich Folgendes logisch überlegen:
was nervt deinen Nerv?
Ist es chemisch, mechanisch, entzündlich, Verringerung der Durchblutung oder eine Mischung?
Welche der Faktoren ist davon bei dir am plausibelsten?
Hast du ein schwaches Immunsystem vielleicht entzündlich, dann müssten Medikamente helfen, ein Arzt ist gefragt.
Wenn du ungesund ißt und deshalb nicht genug Stoffe für deinen Nerv parat hast, kannst du dein Verhalten umstellen.
Ein Osteopath kann dir vielleicht mit der Mechanik helfen und die Durchblutung wird u.U. besser durch Streßabbau und Osteopathie.
Vielleicht gibt es noch energetische Ansätze, wenn das in dein Weltbild passen sollte.
Viel Erfolg!
Beitrag vom 01.03.2009
12:03 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Hi,
geht mir seit ca. 2 Wochen ähnlich, wobei ich seit Jahren auf einem Ohr folgendes Phänomen haben:
Wenn ich mich mit jemanden unterhalte, oder Stimmen aus dem TV über das linke Ohr wahrnehme, rattert, tuckert, ploppt es in meinem rechten Ohr wie ein Maschinengewehr. Ganz schlimm bei Brummgeräuschen (von der Ferne Rasenmäher, Flugzeug, usw.) Es reicht oft auch nur, wenn ich mit der Hand über das Ohr streiche, dann reagiert es auch schon darauf. Ebenso wenn ich über das linke Ohr telefoniere, scheppert es im Rechten.
Das geht solange, bis diese Stimmen, Geräusche etc. wieder aus sind, dann ist auch Ruhe im Ohr.
Momentan ist es aber auch schon, wenn ich etwas lauter als sonst spreche, oder jemanden nachrufe. Kaum spreche ich die letzte Silbe, ploppt es einmal im Ohr nach.
Es ist kein Ton! Ich sag mal, irgenwie mechanisch, vergleichbar wie ein Augenlidzucken. Oder Pulsschlag im Ohr (ist aber definitv kein Pulsschlag, eben nur das Gefühl). Als wenn im Ohr jemand an die "Wand" klopft.
Also ich weiß nicht mehr was ich machen soll. 2 HNO-Besuche waren schon für die Katz. Die Hörtests sind normal verlaufen, es wird nix gefunden.
Konnte ich damit bisher halbwegs mich zurechtfinden, gehts jetzt mit dem einigermaßen "gesunden" Ohr los: Ebenso vergleichbar mit einem Augenlidzucken, reagiert etwas in meinem Innenohr. Aber ohne, dass es jetzt mit einem Ton o.ä. ausgelöst wird. Geht einfach los, mal mehr "Schläge", dann wieder vereinzelt. Versuch es jetzt auch mit Magnesium, aber bis dato kein richtiger Erfolg, werde jetzt aber die Dosis erhöhen. Schiebs auch auf Stress und Nerven, ... darauf kann man ja eine Menge schieben ;-)
Wär schön, wenn hier sich wieder jemand meldet, bei dem was geholfen hat. Meine Hoffnung ist nur, dass es nicht in der Nacht ist, sonst ist es mit der Ruhe auch dahin.
Beitrag vom 03.02.2009
13:30 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Leider kann ich Dir keinen großen Rat geben. Aber ich kenne das auch, wenn ich mir z.B. einen Ohrstöpsel reintu'. Dann zuckt ein Muskel sehr sehr schnell - unangenehm, weil man es ja eigentlich leise haben will mit Ohrstöpsel...
Vielleicht interessant für Dich:
www.dasgesundeohr.de
Beitrag vom 15.04.2009
09:36 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
hi zusammen
ich hatte auch dieses klopfen, pochen, zucken vor 10 jahre das erste mal. dann nur noch vereinzelt und seit 2 monaten wochen bzw tageweise. es verschwindet zB. wenn ich mit mehereren menschen rede, im eishockeystadion bin und taucht in ruhephasen, wie z.b beim abend essen wieder auf. nervend ist es seit 2 wochen wenn es abends anfaengt und dann die nacht durchklopft und zuckt. ich probiere es jetzt mit calcium aber werde auf alle faelle die stapediussehne wenn es hilft durchtrennen. hat jemand erfahrung mit dieser sehne? hat dies nachteile? erst wurde mir gesagt dass eine zyste auf dem gehoergang schuld sein koennte, dann sei ich uebersaeuert und....und meine adren seinen verstopft (am ohr...HILFE...gibt es neue Ideen, Hilfe etc.?Danke fuer eure Hilfe...
Beitrag vom 22.01.2009
12:49 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Hallo Sebastian, hallo Frank,
ich leide seit ca. 12 Jahren unter
Klopfgeräuschen im Ohr, die manchmal
monatelang verschwunden sind und dann wieder
einige Wochen mit Pause anhalten. Nach dieser
langen Zeit hat ein HNO-Arzt herausgefunden,
dass es sich bei dem Klopfen um eine sog.
Stapedius-Myoklonie handelt. Dabei zuckt ein
Muskel im Ohr, der diese Geräusche verursacht.
Die Zuckungen habe ich auch seit einigen
Wochen am restlichen Körper. Als erstes kann
man versuchen, das Problem mit Magnesium
oder leichten Medikamenten, z.B. Tromcardin in
den Griff zu bekommen. Als letzte Möglichkeit
kann man die Stapedius-Sehne durchtrennen
lassen, was für mich nicht in Frage kommt. Bin im
Moment auch noch am ausprobieren, was hilft
(z.B. Akupunktur). Ich denke, das ganze Problem
hat mit nervlicher Anspannung und Stress zu tun.
Falls Ihr etwas neues Herausfindet wäre es toll,
wenn Ihr Euch meldet.
Viele Grüße, Ina
Beitrag vom 18.01.2009
18:54 Uhr
AW: Zuckungen im Ohr / Klopfen
Hallo Sebastian, ich habe auch das Problem das bei Geraüschen das Trommelfell in meinem linken Ohr zuckt, vor allen Dingen morgens und bei lauteren Greraüschen und hohen Tönen. Leide auch an einem Tinitus seid vielen Jahren, mit dem ich aber leben kann. Gerade klappern von Geschirr diese harten Töne sind sehr schlecht das kann ich bestätigen. Ich habe aber auch ein HWS Syndrom was ich gerade bei einem Chiropraktiker behandeln lasse, es kann auch damit zusammenhängen. Mein Besuch beim Ohrenarzt hat ergeben das nichts festzustellen ist, der mein das wäre eine Schutzfunktion des Ohres weil ich überreizt wäre. Habe in der letzten Zeit sehr viel Stress gehabt bzw, immer noch. Hast du Irgendwelche erfahrungen bis jetzt gesammelt die dir weitergehofen haben bzw, für mich auch Interressant sein können. Ich habe auch gehört das man einen Tinnitusspezialisten aufsuchen sollte, habe ich allerdings noch nicht gemacht. Hoffe auf Antwort von dir.
Gruss Frank