Durchfall ohne Ende

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Anita-Feldberg
Beitrag vom 12.12.2011
11:00 Uhr

AW: Durchfall ohne Ende


Hallo Freimel,


erst einmal wünsche ich euch alles Gute und viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Eine erhöhte Calprotectin-Konzentration kann auf eine akute Darminfektion oder auf chronische Erkrankungen wie eben Morbus Crohn hinweisen. Dieser Verdacht wurde nie ganz ausgeräumt, oder? Bei Morbus Crohn sollen Medikamente, die das Immunsystem hemmen, helfen. Dazu gehört beispielsweise Kortison. Habt ihr es damit schon einmal versucht?

Melde dich doch nochmal, wenn es nach der Untersuchung morgen etwas neues gibt.


Alles Gute für euch,

Anita


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Freimel
Beitrag vom 12.12.2011
10:34 Uhr

Durchfall ohne Ende


Geht nicht um mich, aber um einen Menschen den ich sehr liebe!

Die Krankengeschichte wäre zu lang, um sie komplett aufzuschreiben, darum in "kurz und knapp"

(ist aber trotzdem lang):


1. darm-op vor 4 Jahren, wg Darmverschluß nahe Enddarm. Entfernung eines Stücks Dickdarm und Blinddarm (wissen nicht wieso der BD raus mußte). Viel (!) zu früh entlassen. Danach immer wieder Durchfälle. Vernarbung und Verengung im OP-Bereich. X-maliges weiten. Kommt trotzdem nie wirklich zur Ruhe. Immer wieder auch Eisenmangel.


2. darm-op vor 2 Jahren, gleiche Stelle, wieder kurz vor Verschluß. Not-OP. Entfernung eines Stücks Dick- und Dünndarm (verklebt). Danach ständig wiederkehrende Beschwerden: Durchfälle, Bauchschmerzen, extremes Grummeln und "Brodeln". Erst sporadisch, dann regelmäßig, dann ständig. Viel Übelkeit, starke Durchfälle, Tage und Wochenlang. Nur noch selten "gute" Tage. Rapider Gewichtsverlußt. angst vorm Essen (sehr gut nachvollziebar), immerwieder auch Übelkeit mit erbrechen...Viele Mangelerscheinungen. Eisen, Zink, usw


Nach der Darmspiegelung erstmals verdacht auf Morbus Crohn. Wohl entzündet. Medis helfen aber nicht wirklich – wird alles immer schlimmer. Erste Bluttransfusionen. Es fehlt an Allem! Eisen, Eiweiß, etcetc plötzlich zum ersten mal Wasser in den Beinen (Eiweißmangel)


3. darm-op diesmal übergang von Dünn- zu Dickdarm. Not-OP. Bypass gelegt. Keine Proben genommen um Morbus Crohn festzustellen (Warum nicht? keine Ahnung). Gallenblase entfernt. OP verlief angeblich sehr gut. Das Grummel, Brausen und die Schmerzen sind endlich weg! Doch nur 2 Tage nach der OP ist das Disaster größer als je zuvor! Extremste Durchfälle, Tag und Nacht – bis zu fast 30x in 24std!!!


Es wurden xx tests gemacht. Lactose, Fructose (leichte Intolleranz festgestellt), Milchzucker, geröngt, geschallt und alles was Technik und Labore zu bieten haben ausprobiert. xx Stuhlproben, xx Blutproben, xx Atemtests...uuu


Antibiotika gg evtl Infektion, Immodium-akut (bis 6x tägl.), Pulver und Getränke gegen Durchfall, Medis für Mo-Cr, wechseln der Medis, Ernährungsumstellung...etcetcetc...UND NICHTS HILFT!!!


Patient mittlerweile total physisch geschwächt, (natürlich auch psychisch), mittlerweile 10kg unter normalgewicht, tendenz sinkend (-10kg in den letzten 4 Wochen)! Kann kaum essen, weil a)angst, b)sorgen, c)übelkeit d)durchfall (oft von einer sekunde zur anderen)!!!


Die Ärzte gestehen ein, daß sie nicht mehr weiter wissen. Alle Befunde sind negativ, eigentlich sollte alles ok sein. EIGENTLICH!


Alle sind völlig ratlos und der Patient verhungert vor gefüllten Tellern!


Wird mit Bluttransfusionen und Kalorientropf sogutesgeht bei Kräften gehalten...allerding wollen die Venen das nun auch nicht mehr. Wird immer schwieriger einen Zugang zu legen. (Die Venen waren ursprünglich sehr gut)


Beim letzten test wurd nun ein kleiner hinweiß in einer Stuhlprobe gefunden – Calprotectin 12-13fach erhöht. Ist es das nun? Morgen wird zu Xten mal gespiegelt. Aber welche so heftige Krankheit/Entzündung/was-auch-immer kann NUR über Calprotectin gefunden werden???


Eigentlich ist Patient viel zu schwach für eine DS und hat auch viel Angst.


Ärzte sagen, sie haben keine Wahl...stehen mit dem Rücken zur Wand...


Von der Darmflora ist sicher auch gar nichts mehr übrig.


vielleicht hat ja Jemand eine ähnlich Erfahrung gemacht und noch Ideen.


Bei welchen Ärzten waren wir?

- Hausarzt

- Internist, Hämatologe

- Gastroenterologe (1.)

- Gastroenterologe (2.)

- Allg. Med, Geriater

- Chirurg

- und jeden den wir zu packen kriegen...


Außerdem:

-tägl. einnahme eines Schilddrüsenmittels (>8 Jahre)

-tägl. einnahme einer Magentablette (Sodbrennen) (>8 Jahre)

-tägl. mehrfach kurz Schluckauf (> 8 Jahre)


WER KANN HELFEN? WER WEISS WAS?


Der Patient ist 80 Jahre alt, aber nur körperlich, der Geist ist noch so jung und Lebenslustig......der tapferste und lebensbejaendste Mensch den ich kenne!!!!


Bin Dankbar über jeden Rat.


Freimel


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