Re: Zahnschmerz im rechten Unterkiefer, Trigeminusneur...

Mittlerweile sind wieder gut anderthalb Jahre vergangen. Die Neuralgie ist zwar noch latent vorhanden, bereitet mir aber (bis auf einige kurze Phasen) derzeit keine Schmerzen. Wochenweise vergesse ich sie sogar völlig. Und dies, obwohl ich kein Carbamazepin mehr nehme und auch ansonsten keine alternativen Behandlungsmethoden in Anspruch genommen habe.

Zumindest all denjenigen, die (wie ich zunächst auch) zunächst verzweifelt sind und meinen, dass der Zustand sich vielleicht nie ändern wird, soll diese Information ein wenig Hoffnung machen.

Beitrag vom 17.10.2011 - 22:08 Uhr
Autor: filmfan

Re: Zahnschmerz im rechten Unterkiefer, Trigeminusneur...

Eine Blockierung im Bereich der Halswirbelsäule könnte die Beschwerden triggern. Solch eine rein funktionelle Störung kann vom Orthopäden nicht auf einem Bild (Röntgen/CT/MRT) gesehen werden. Man muß entsprechende Befunde ertasten. Dafür braucht man eine Ausbildung in Manueller Therapie / Chirotherapie (was über mehrere Jahre erlernt wird).
Auch Akupunktur könnte -entsprechend kompetent durchgeführt- hilfreich sein.

Geh doch mal dort hin: Dieser Therapeut ist in beiden Disziplinen top ausgebildet:

www.akupunktur-weinsberg.de
bzw.
www.meisterakupunktur.de

Gruß.

Beitrag vom 30.09.2010 - 00:46 Uhr
Autor: Friesenhan

Re: Zahnschmerz im rechten Unterkiefer, Trigeminusneur...

Hallo Melcherry,

Ich war schon eine ganze Weile nicht mehr auf dieser Webseite, daher erst jetzt die Antwort. Leider kann man einmal eingestellte Beiträge nicht im Nachhinein ändern, wenn man über neuere Informationen verfügt. Meine im Beitrag geäußerte Vermutung, dass der Auslöser für die Schmerzen im Wirbelsäulenbereich liegt, hat sich nicht bestätigt. Nach einer ca. dreiwöchigen Besserung ist die Situation wieder wie vorher. Eine nochmalige Behandlung bei der gleichen Naturkundlerin hat keinerlei Effekt gehabt. Ein von mir konsultierter Orthopäde hat eine Ursache im Bereich der Wirbelsäule ausgeschlossen.
Grundsätzlich denkbar sei, dass auch wurzelbehandelte Zähne Schmerzen verursachen können oder sogar eine Fernwirkung von einem anderen Organ die Ursache sein kann. Ich muss also weiter Ursachenforschung betreiben, was aber sicher eine langwierige Syssiphusarbeit sein wird. Es gibt Ärzte, die sich auf ganzheitliche Diagnostik spezialisiert haben. Derartige Störfeldsuchen sind aber regelmäßig keine Kassenleistungen und die Untersuchungsmethoden erscheinen ein wenig wie Hokus-Pokus (eine habe ich bereits - ohne echten Erkenntnisgewinn - in Anspruch genommen).

Um die Schmerzen beim Kauen und manchmal auch beim Sprechen auszuschalten, nehme ich derzeit wieder Carbamazepin. Parallel werde ich es sicher auch einmal mit Akupunktur probieren.

Leider kann ich keine echten Ratschläge geben.

Viele Grüße

Beitrag vom 23.04.2010 - 23:52 Uhr
Autor: filmfan

Re: Zahnschmerz im rechten Unterkiefer, Trigeminusneur...

hallo filmfan.
meine Mutter hat das gleiche Leiden.Es fing vor ca 1/2 Jahr mit Zwicken im Kiefer bzw. am Zahn an.Dann dachte sie es liege am Zahn. Der wurde dann gezogen!Dann irgendwann hatte sich das reguliert. Aber als sie eine neue Zahnprothese bekam fing es wieder so stark an.dass sie nicht mehr den Kiefer bewegen konnte!Die Zahnärzte waren auch nicht so geschult sonst hätten sie sie gleich zum Neurologen geschickt! Der diagnostizierte gleich Trigeminus-Neuralgie ohne lange Untersuchen.Daraufhin bekam sie Carbamazepin verschrieben.Was natürlich auf Dauer keine Lösung ist.Außerdem hat sie immer noch ein Zwicken.Und dann hat sie Angst weiterzusprechen weil sie Sorge hat, dass der Schmerz wiederkommen kann! Wie kann man ihr weiterhelfen?Vielleicht kannst DU mir ein paar Ratschläge geben! Ich wäre dankbar.

Gruß..Melanie

Beitrag vom 05.03.2010 - 10:45 Uhr
Autor: melcherry

Zahnschmerz im rechten Unterkiefer, Trigeminusneuralgie

Da ich bei meiner Internet-Recherche keinen Hinweis auf die mögliche Ursache einer bei mir als Trigeminus-Neuralgie diagnostizierten Erkrankung gefunden habe, möchte ich (ggf. zum Nutzen all derjenigen, die bei ähnlichen Symptomen noch Ursachenforschung betreiben) auf diesem Wege meinen eigenen Krankheitsverlauf und die letztenendes (bis dato) erfolgreiche Behandlung schildern:

Beim abendlichen Zähneputzen mit der elektrischen Zahnbürste wurden an den Zähnen des rechten Unterkiefers plötzlich einschießende Schmerzen ausgelöst, die ich zunächst nur während des Putzens verspürte und auf freiliegende Zahnhälse zurückführte. Eine Versiegelung der Zahnhälse druch meinen Zahnarzt brachte keinen Erfolg.

In den folgenden Tagen traten stechende, plötzlich einschießende, sehr starke Schmerzen im rechten Unterkiefer auf, die sich im Extremfall im Rhythmus von unter 30 Sekunden wiederholten. Diese machten sich fast ausschließlich während der Nacht bemerkbar. Charakteristisch dabei war, dass die Schmerzen begannen, wenn sich der Körper gegen 23:00 Uhr in einer Entspannungsphase befand. Der Schmerzreiz wurde dabei auch ausgelöst durch eine Berührung einer bestimmten Partie des Hinterkopfes, der Lippe oder sogar einen Druck an der Nasenwand. An Schlafen war nachts nicht mehr zu denken. Übliche Schmerzmittel (Aspirin, Ibu-Profen 600, Dolomo) zeigten auch in hoher Dosierung keine Wirkung.

Da eine Behandlung mit zwei verschiedenen Antibiotika und eine anschließende Wurzelbehandlung von zwei Zähnen keinen Erfolg brachte, wurde ich von meinem Zahnarzt zur Kieferchirurgie und von dort zu einem Neurologen überwiesen.

Die nächtlichen Schmerzen waren nun sehr intensiv und hielten etwa 6 bis 8 Stunden an.

Vom Neurologen wurde eine Trigeminusneuralgie diagnostiziert. Er verschrieb mir Carbamazepin, ein Schmerzpräparat, das erfolgreich wirkt, jedoch auch zahlreiche Nebenwirkungen hat, die ich auf Dauer nicht in Kauf nehmen wollte.

Folgende Untersuchungen auf mögliche Auslöser der Trigeminus-Schmerzen wurden vorgenommen:
Blut (wegen Borrheliose), Kernspin-Tomographie (wegen Tumor, Multipler Sklerose, pathologische Gefäßschlinge, die den Nerv reizt).
Alle Befunde waren unauffällig.

Nach einigen Wochen hatte sich die Situation von selbst so weit gebessert, dass nachts auf die Einnahme von Carbamazepin verzichtet werden konnte. Latent war die Schmerzempfindlichkeit jedoch noch vorhanden und vereinzelt traten nun tagsüber kurze Attacken auf, die manchmal durch eine Veränderung der Körperhaltung gemildert werden konnten.
Eigener Verdacht: Eingeklemmter Nerv im Rücken oder Nackenbereich, was vom Neurologen als mögliche Ursache sogar verneint wurde.

Eine Naturheilkundlerin, die sich auf Wirbelsäulen- und Gelenktherapie spezialisiert hat, diagnostizierte bei mir leicht unterschiedlich lange Beine durch eine geringe Fehlstellung des Beckens, die sie jedoch durch die nachfolgende Behandlung korrigierte. Sie tastete sämtliche Wirbel der Wirbelsäule ab und behob durch sanften Druck einzelne Verschiebungen, insbesondere im Nackenbereich, von wo aus auch ein Nervenstrang zum Trigeminus verläuft. Ursächlich hierfür könnte ein Sturz o.ä. gewesen sein, der unter Umständen auch schon länger zurückliegt. Sie gab mir Empfehlungen zur korrekten Körperhaltung beim täglichen Arbeiten am PC.

Nach ca. 2 Tagen besserte sich die bis dahin noch bestehende Druckschmerz-Empfindlichkeit der Zähne im rechten Unterkiefer enorm. Gelegentliche Schmerzattacken beim Kauen oder Sprechen treten seither nicht mehr auf.

Beitrag vom 29.11.2009 - 21:57 Uhr
Autor: filmfan