Beitrag vom 21.08.2010
17:12 Uhr
Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
Ich leide seit Jahren an Paradontose hauptsächlich im OK. Mittlerweile habe ich dort nur noch 4 Schneidezähne mit einer Teilprothese. Die Situation spitzt sich jetzt dramatisch zu, da diese 4 Schneidezähne schon extrem locker sind (3-5 Lockerungsgrad). Es wurden schon einige PA-Behandlungen durchgeführt, leider mit keinem Erfolg. Es muss jetzt eine Entscheidung getroffen werden, ich würde gerne, alle 4 Zähne ziehen lassen und im OK eine Vollptothese tragen. Meine Zahnärztin hat mir davon abgeraten, da ich erst 45 Jahre alt bin. Sie möchte nun bei diesen 4 Zähnen einen Knochenaufbau machen, danach sollen diese Zähne wieder fest sein. Und danach bekomme ich eine Teleskopptozhese. Hat jemand damit Erfahrung?
Ich brauche jetzt dringend einen Ratschlag was ich tun soll. Implantate kommen für mich nicht in Frage.



Beitrag vom 08.10.2010
14:13 Uhr
AW: Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
Hallo, Petra,
jetzt ist es vorbei, seit einem Monat trage ich oben eine Vollprothese. Die ersten Tage waren schlimm, so viel Plastik im Mund, ich hatte Würgreize und Speichelfluß. Aber das hat sich gebessert.Kauen geht auch gut.
Mit dem Sprechen mußte ich etwas üben, aber das Lispeln und Zischeln ist jetzt weg. Die Optik ist gut und niemand sieht es.
Und am meisten hat mir geholfen, dass ich beim Zahnarzt eine Frau getroffen habe, die im Alter von 39 Jahren schon oben und unten Vollprothesen trug. Sie hat mich aufgebaut und sind jetzt befreundet.
Liebe Grüße
Heinzi
Beitrag vom 02.09.2010
13:26 Uhr
AW: Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
Hi an Alle,
ich habe die knochenaufbau-op sehr gut überstanden, es ging ca 80 minuten und ich war eigentlich die ganze zeit sehr entspannt, was mich doch sehr wundert. Bei zwei Zähnen war der knochen doch schon sehr abgebaut, ich habe eine chance von 70 zu 30 %, dass der knochen sich wieder so aufbaut für eine teleskopprothese, wenn nicht, dann habe ich es wenigstens probiert, und kann mir später deswegen keine vorwürfe machen, dann muss ich eben mit einer vollprothese leben. Ich bin froh, dass ich mich für diesen schritt entschieden habe, und meine 4 frontzähne nicht ziehen gelasst habe.
Jetzt muss ich ein paar tage antibiotika nehmen und heute wohl noch ein paar schmerztabletten, in ca. 6 monaten weiß man dann, ob es sich gelohnt hat.
lgs MissPetra
Beitrag vom 27.08.2010
22:39 Uhr
AW: Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
Alles geht vorbei!
Drücke die Daumen!
Beitrag vom 27.08.2010
16:29 Uhr
AW: Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
hallo heinzi,
werde am donnerstag an dich denken, wenn ich noch denken kann vor lauter angst. Ja, ich hoffe dass deine und meine entscheidung die richtige war, ich war eigentlich auch sehr nahe dran meine restlichen 4 zähne im OK ziehen zu lassen, aber meine ZA hat mir hoffnung gemacht, dass durch den knochenaufbau wieder alles besser wird. Früher oder später werde ich auch eine vollprothese brauchen, denn das wird nicht ewig halten, aber jedes jahr ist für mich ein gewonnenes jahr. Eigentlich kann ich das alles mit OP und was danach kommt psychisch kaum noch aushalten, denn ich habe schon soviel über mich ergehen lassen müssen, aber einmal muss ich das noch durchstehen. Wäre schön, wenn du mir berichten würdest, wie es dir ergangen ist.
lgs misspetra
Beitrag vom 27.08.2010
16:22 Uhr
AW: Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
Hi cassandra,
danke für deine wünsche, werde jetzt langsam etwas nervös, denn der tag rückt näher. Vor der OP selber habe ich keine angst, nur was danach kommt
lgs misspetra
Beitrag vom 26.08.2010
13:58 Uhr
AW: Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
Hallo, MissPetra,
dann haben wir ja am selben Tag einen ZA-Termin.
Bei mir werden im OK die restlichen Zähne und Ruinen gezogen, nachdem die Brücken, Kronen und Füllungen nicht mehr halten.
Ich habe habe mich an die Vorstellung gewöhnt, dass mein OK danach leer ist und ich eine Totalprothese tregen muß, ich wollte es aber auch so haben. Mein ZA hätte noch 2 Zähne retten können, aber ich wollte dann nicht mehr. Da sie ein Grenzfall waren, will er alles ziehen. Ich hoffe, ich komme mit der Prothese zurecht.
Ich drücke Dir die Daumen, Erfahrung mit einer Teilprothese hast Du ja schon. Ich hoffe, unsere Entscheidungen waren richtig.
LG Heinzi
Beitrag vom 24.08.2010
23:21 Uhr
AW: Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
Wünsche Dir viel Glück Miss Petra!
Beitrag vom 24.08.2010
09:22 Uhr
AW: Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
Hallo Miss Petra,
es freut mich, daß Sie zu einem Schluß gekommen sind. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Zufriedenheit damit.
Gruß
Kurt Schmidt
Beitrag vom 23.08.2010
14:39 Uhr
AW: Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
Hallo Herr Schmidt,
vielen Dank für Ihre ehrliche Meinung. Nach Rücksprache mit einem anderen Zahnarzt habe ich mich jetzt dazu entschlossen den Knochenaufbau durchzuführen. Am 2. September ist es soweit. Haben Sie ähnliche Probleme wie ich, oder sind Sie vom Fach?
Gruß, MissPetra
Beitrag vom 22.08.2010
08:32 Uhr
AW: Knochenaufbau um lose Schneidezähne zu festigen
Hallo Miss Petra,
eine Vollprothese kann sehr belastend sein, und zwar psychisch wie auch funktionell.
Ein Knochenaufbau mit Teleskop-Prothese würde zwar auch nicht vermeiden können, daß Sie sich im Spiegel mit Stümpfen besehen müßten, würde aber eindwandfrei funktionieren.
Bei Implantaten wäre darauf zu achten, daß sich kein Trombus bildet, welcher einen Schlaganfall auslösen kann, weshalb beizeiten an Blutverdünnungsmittel gedacht werden sollte. Inwieweit dieses Risiko auch bei einem Knochenaufbau besteht, kann ich nicht beurteilen.
Was Sie effektiv tun sollten, kann natürlich nur von Ihnen selbst entschieden werden. Ein fremder Ratschlag wäre wohl nicht unbedingt der Beste. Ihr Bauchgefühl sollte ein entscheidende Rolle spielen.
Ich selbst würde mich für einen Knochenaufbau entscheiden, da die vorhandene Basis in Ihrem Alter noch gut sein dürfte. Man hätte dann nicht das Problem wie bei einer Vollprothese, wonach die Haltbarkeit ständig infrage steht, abgesehen von der Gewöhnungsbedürftigkeit, auch hinsichtlich der Artikulation.
Gruß
Kurt Schmidt