Irisdiagnostik - Augen auf!

"Ich schau Dir in die Augen, Kleines" sagte Humphrey Bogart zu Ingrid Bergmann und verriet leider nicht, was er darin fand. Bogart war allerdings Schauspieler und kein Heilpraktiker - ein Schelm, wer darin keinen Unterschied sieht.
Eine alte, aber keine hohe Kunst
Tatsächlich ist die Irisdiagnostik eine alte Methode, um Krankheiten zu erkennen. Ihre Anfänge gehen auf das 17. Jahrhundert zurück, als Philippus Meynes die Grundprinzipien zum ersten Mal festlegte. 1881 wurde die Idee, das die Iris der Spiegel des Körpers und der Seele sei, von dem ungarischen Arzt Ignaz von Peczely in dem Lehrbuch "Diagnose von Organerkrankungen aus Farb- und Formveränderungen der Regenbogenhaut (Iris)" erneut aufgegriffen und veröffentlicht.
Unter den Verfechtern dieses diagnostischen Verfahrens gilt: Die Augendiagnose ist die Kunst, mit deren Hilfe es möglich ist, aus der Farbe, der Dichtigkeit und den vielen Zeichen der Regenbogenhaut den körperlichen und auch den geistigen Zustand eines Menschen zu bestimmen. Dazu wird - zumindest nach einer irisdiagnostischen Lehrmeinung - die Regenbogenhaut in 59 gleichgroße Kreissegmente aufgeteilt, die die Organe und Körperregionen darstellen sollen.
Die Erkrankungen werden durch die Irisphänomene in detailgenauer Angabe auf diesen Irisabschnitten diagnostiziert. So liegen zum Beispiel Zeichen für Lebererkrankungen bei 8 Uhr, Hals- und Ohrenbeschwerden zwischen 10 und 11 Uhr und Gallenerkrankungen bei Viertel vor acht. Gallensteine lassen sich danach durch dunkle Pigmentflecken entdecken, während Gallenentzündungen weiße Streifen auf der Iris produzieren.
Außerdem geht die Irisdiagnostik davon aus, dass die rechte Körperhälfte komplett in der rechten Iris, die linke Körperhälfte komplett in der linken Iris abgebildet wird. Andere Irisdiagnostiker nutzen eine Iriskarte, die in etwa den Fußreflexzonen entsprechen.
Autor/Quelle: Susanne Köhler

