Kopfschmerz und Augen - Kopfschmerzen gehen oft vom Auge aus

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beeinträchtigungen der Gesundheit, und oft ist es schwer, ihre Ursache aufzudecken. In seltenen Fällen kann der Schmerz ein Hinweis auf eine ernsthafte Augenerkrankung sein, häufiger geht eine zu starke oder einseitige Beanspruchung der Augen mit Kopfschmerzen einher.
Eine augenärztliche Untersuchung kann deshalb sinnvoll sein, um die richtige Diagnose zu stellen. Augenärzte erkennen, ob die Beschwerden vom Auge verursacht werden oder ob es sich um häufige Kopfschmerzformen wie Migräne oder Spannungskopfschmerz handelt und werden ihre Patienten entsprechend beraten.
Da der vom Auge ausgelöste Schmerz häufig in seine Umgebung ausstrahlt und sich dort besonders intensiv manifestiert, lässt er sich für den Betroffenen allerdings nicht immer exakt lokalisieren. So führt eine Erkrankung des Auges, der Augenlider, des Tränenapparats oder der Augenhöhle oftmals zu Beschwerden, die als Stirn-, Schläfen-, Ohren- oder Zahnschmerzen wahrgenommen werden. Die Gefahr von Fehldiagnosen liegt auf der Hand. So kann unter Umständen wertvolle Zeit verstreichen, bis die eigentliche Ursache erkannt ist. Dies gilt beispielsweise für den Glaukom-Anfall, der sofortiger augenärztlicher Behandlung bedarf, weil er unerkannt in kürzester Zeit zur irreversiblen Erblindung führen kann.
Die Umgebung des Auges enthält besonders viele und sehr schmerzempfindliche Nervenfasern. Ausgehend vom ersten Ast des fünften Hirnnervs versorgen die Ziliarnerven das Auge. Die in die Umgebung des Auges ausstrahlenden Schmerzen kommen dadurch zustande, dass die Reizung der Ziliarnerven (Ziliarneuralgie) auch auf andere Äste des fünften Hirnnervs oder die sehr schmerzempfindlichen Hirnhäute weitergeleitet werden kann.

Augenbedingte Kopfschmerzen entstehen

  • bei entzündlichen Erkrankungen der Lider, der Tränendrüse, des Tränensackes und der Augenhöhle,
  • bei Entzündungen der vorderen Abschnitte des Augapfels, vor allem der Leder-, Horn- und Regenbogenhaut sowie bei einer plötzlichen Steigerung des Augeninnendrucks (akuter Glaukom-Anfall),
  • bei Asthenopien. Typisch für Asthenopien ist, dass die Betroffenen morgens beim Aufwachen völlig beschwerdefrei sind. Erst nach zunehmender Beanspruchung der Augen treten im Laufe des Tages dumpfe Schmerzen hinter den Augen sowie in der Stirn- und Schläfengegend auf. Manchmal kommen sogar Schwindel, Übelkeit und Erbrechen hinzu.
 
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