Lupus erythematodes - Ursachen

Die Ursachen für eine Erkrankung mit Lupus sind nach wie vor ungeklärt. Zwar weiß man, dass beim Lupus eine Autoimmunerkrankung vorliegt, also krankhafte Reaktionen des Immunsystems, welche sich gegen eigenes Gewebe richten. Was genau allerdings die Ursachen dieser Bildung von Autoantikörpern bei der Lupus-Erkrankung sind, ist unbekannt. Sicher besteht eine erbliche Komponente: In Familien mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) ist die Anfälligkeit dafür, die Erkrankung zu entwickeln (genetische Disposition), erhöht.

Lupus: Ursachen unklar bei SLE

Welche auslösenden Faktoren noch dazu kommen müssen, damit die Lupus-Erkrankung ausbricht, ist unklar. Diskutiert werden unter anderem Viren und UV-Licht, ebenso Hormone.

Zudem wird vermutet, dass im Organismus Betroffener bestimmte Aufräummechanismen unnötiger oder potenziell schädlicher Zellen nur vermindert funktionieren, so dass abgestorbenes Material nicht ausreichend abgebaut wird und sich anhäuft. Dieses wiederum wird vom Immunsystem als gefährlich eingestuft und ruft Abwehrreaktionen hervor: Damit wird der Entzündungsprozess in Gang gesetzt und die Lupus-Erkrankung bricht aus.

Daneben ist bekannt, dass bestimmte Medikamente einen systemischen Lupus auslösen können (medikamenteninduzierter SLE), beispielsweise Mittel gegen Bluthochdruck, gegen Epilepsie oder Antibiotika. Die Erkrankung verläuft meist mild und die Symptome der Lupus-Erkrankung gehen nach Absetzen des Medikaments oft zurück.

Hautlupus: Ursachen mit erblicher Komponente

Als Ursachen beim Hautlupus (CDLE) scheint die erbliche Komponente zwar vorhanden, aber weniger ausgeprägt zu sein als beim systemischen Lupus erythematodes (SLE). Dagegen ist beim CDLE die Unverträglichkeit von UV-B-Strahlen erwiesenermaßen ein wichtiger Faktor bei den Ursachen. Möglicherweise spielen bei ihm auch hormonelle Einflüsse sowie psychischer und körperlicher Stress als Ursachen eine Rolle beim Ausbruch der Erkrankung.