Injektionsnadeln wieder verwenden? Häufig gestellte Fragen.

Was passiert, wenn die Injektionsnadel wieder verwendet wird?

Die Nadel ist nicht mehr steril.
Die Spitze wird stumpf, kann sich verbiegen, abbrechen und in der Haut des Patienten stecken bleiben.
Der Silikonschutzfilm der Nadelspitze wird durch die Wiederverwendung vollständig abgerieben, und die Injektionen werden schmerzhaft.
An der Injektionsstelle können Blutungen auftreten und Hämatome entstehen.
Das Insulin, das im Inneren der Kanüle verbleibt, kann auskristallisieren, und die Öffnung der Nadel ist bei der nächsten Injektion verstopft.

Welche medizinischen Risiken gibt es bei der Wiederverwendung von Nadeln?

  • Während der Wiederverwendung verbiegt sich die Spitze in Form eines Hakens.
  • Die Injektion mit einer derartig verformten Nadel beschädigt das Gewebe und verursacht winzigste Verletzungen.
  • Wachstumsfaktoren werden freigesetzt und führen in Verbindung mit Insulin zur Bildung von Fettwucherungen (Lipohypertrophien).

Welche Folgen haben diese Lipohypertrophien?

  • Lipohypertrophien beulen die Haut aus.
  • Oft injizieren die Patienten vorzugsweise in diese Bereiche, weil die Injektion dort schmerzfrei ist.
  • Die Insulinresorption ist in den Fettwucherungen jedoch, so dass der Blutzuckerspiegel nicht kontrollierbar verändert wird.

Wie häufig kann die Nadel wieder verwendet werden, bis sie beschädigt ist?

  • Die Spitze kann bereits nach der ersten Injektion beschädigt sein.
  • Das mikroskopisch feine äußere Ende der Spitze kann bei übermäßiger Wiederverwendung sogar abgebrochen werden.
  • Das kann bei Patienten, die die Nadel regelmäßig wiederverwenden, zur Ansammlung kleinster Metallsplitter führen, die sich unter der Haut festsetzen. Die medizinischen Folgen davon sind heutzutage noch nicht bekannt.