Insulinpen-Nadeln - Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema

Experten betrachten die richtige Injektionstechnik als ein wichtiges Element einer wirksamen Insulintherapie. Die Injektion von Insulin erfolgt in das Unterhaut-Fettgewebe (subkutan) vom Bauch (schnelle Insulinaufnahme) oder in die Außenseiten der Oberschenkel (langsame Insulinaufnahme), aber auch Gesäß und Oberarm sind denkbar. Beim Injizieren wird mit dem Daumen und Zeigefinger eine Hautfalte gebildet, dadurch reduziert man das Risiko einer Injektion in den Muskel. Um eine optimale Verteilung des Insulins im Fettgewebe zu gewährleisten, sollte das Insulin langsam injiziert werden und die Nadel erst 10 Sekunden nach der vollständigen Injektion wieder entfernt werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der optimalen Insulininjektion ist der richtige Injektionswinkel. Bei Bildung einer Hautfalte kann man sowohl schräg (45 Grad) als auch senkrecht (90 Grad) einstechen und die Nadellänge entsprechend der Dicke des Unterfettgewebes wählen.
Worauf muss ein Diabetiker bei der Insulininjektion besonders achten?
1. Auf die richtige Spritztechnik kommt es an: Insulin sollte immer subkutan, d.h. in das Fettgewebe, das über dem Muskel liegt, injiziert werden. Hier kann es sich am besten verteilen.
2. "Stelle wechsele dich": Wenn ein Patient zu häufig in die gleiche Stelle spritzt, können sich unter anderem Lipohypertrophien (Verdickungen des Fettgewebes) bilden, und das Insulin kann an diesen Stellen nicht mehr richtig aufgenommen werden. Die Injektionsstellen sollten daher regelmäßig, am besten nach einem festen "Rotationsprinzip", gewechselt werden. Die Spritzsteilen sollten mindestens drei cm voneinander entfernt liegen. Hilfe bietet den Patienten dabei auch eine so genannte Rotationsschablone.
3. Hauptsache Nadelwechsel: Bei der Wiederverwendung der Pen-Nadel entstehen Abnutzungen an der Nadel, die unter anderem zu zusätzlichen minimalen Verletzungen des Gewebes und damit zu einer Veränderung der Insulinaufnahme in die Blutbahn führen können. Die Gebrauchsspuren an der Nadelspitze sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Daher sollte vor jeder Injektion eine neue Nadel aufgesetzt werden.
Wie können Schmerzen bei der Insulininjektion vermieden werden?
Um die Unannehmlichkeiten bei der Insulininjektion deutlich zu verringern, wurden dünnere, kürzere und schärfere Nadeln mit einem speziellen Gleitfilm entwickelt. Der Gleitfilm sorgt für eine nahezu schmerzfreie Injektion. Bei einer Wiederverwendung wird die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Nadeln beeinträchtigt. Sowohl der Verlust des Gleitmittels als auch die Schädigungen an der Nadelspitze erhöhen die Unannehmlichkeiten bei der Injektion.
Autor/Quelle: Quelle: Patientensymposium "Gesund und aktiv leben mit Diabetes"

