Akromegalie - Glossar

Glossar

Adenom - Gutartige Geschwulst, aus Schleimhaut oder Drüsengewebe, kann generell jedes Organ betreffen.

Akromegalie - Erkrankung, die durch übermäßige Ausschüttung von Wachstumshormon aus einer gutartigen Geschwulst (Adenom) der Hypophyse hervorgerufen wird. Äußert sich u.a. in vergröberten Gesichtszügen sowie vergrößerten Händen, Füßen und inneren Organen. Wörtlich übersetzt: abnorme Vergrößerung (mega = groß) der Akren (akron = Spitze, hier spitz endende Körperteile, z.B. Nase, Kinn, Hände, Füße).

Dopamin-Agonisten - Medikamentenklasse zur Behandlung der Akromegalie, weniger wirksam als ein Somatostatin-Analogon

GH - Abkürzung für "Growth Hormone" = Wachstumshormon

GH-Rezeptor-Antagonisten - Medikamentenklasse zur Behandlung der Akromegalie. Das Medikament bindet an den Wachstumshormon-Rezeptor und blockiert dort die Signalübertragung ins Zellinnere.

GHRH - "Growth Hormone Releasing Hormone", vom Hypothalamus gebildetes Hormon, das die Freisetzung von Wachstumshormon in der Hypophyse stimuliert.

Hypophyse - Hirnanhangdrüse; kirschkerngroßes Organ unterhalb der Gehirnbasis gelegen. Wichtig für die Regulation des Hormonhaushalts des Menschen.

Hypophysen-Insuffizienz - Funktionsstörung durch fehlende Hormonsekretion.

Hypothalamus - Unter dem Thalamus gelegener Teil des Zwischenhirns, in dem Regulierungshormone gebildet werden, die über den Hypophysenstiel in die Hypophyse gelangen und dort spezifisch die Ausschüttung von Hormonen stimulieren (releasing hormone) oder hemmen (inhibiting hormone).

IGF-1 - Abkürzung für "Insulin-like Growth Factor 1"; vermittelt viele – aber nicht alle – Wirkungen des Wachstumshormons im Körper. Wird unter dem Einfluss von Wachstumshormon vor allem in der Leber gebildet.

Neurotransmitter - Botenstoff im Gehirn / Nervensystem

Rezeptor - Bindungsstelle auf der Oberfläche einer Zelle, die von einem Botenstoff spezifisch erkannt wird (z.B. Somatostatin-Rezeptor). Durch die Bindung des Botenstoffes an den Rezeptor werden gezielt Prozesse in den Zellen ausgelöst.

Somatostatin - Im Hypothalamus gebildetes Hormon, das in der Hypophyse spezifisch die Ausschüttung von Wachstumshormon hemmt.

Somatostatin-Analogon - Somatostatin-ähnliches Medikament, u.a. zur Behandlung der Akromegalie. Wirkt über Bindung an spezifische Bindungsstellen (Rezeptoren) auf der Zelloberfläche von Hypophysenadenomen.

Wachstums-Hormon - Gleichbedeutend mit somatotropes Hormon (STH), engl. "Growth Hormone" (GH). Regelt das Wachstum im Kindesalter und erfüllt auch beim Erwachsenen wichtige Funktionen im Eiweiß-, Zucker- und Fettstoffwechsel. Die Ausschüttung von Wachstumshormon aus der Hypophyse wird normalerweise von hypothalamischen Hormonen, von Stoffwechseleinflüssen (z. B. der Konzentration des Blutzuckers) und von weiteren Faktoren reguliert. Bei der Akromegalie kommt es zu einer unregulierten, übermäßigen Ausschüttung von Wachstumshormon.

 
zurück
1 2 3