Lebererkrankungen früher erkennen - Impfung bietet Schutz vor Hepatitis B und D
Impfung: Schutz vor Hepatitis B und D
Neben der Hepatitis B gibt es weitere Leberinfektionen durch Viren: Die Hepatitis-Formen A, C und D. "Hepatitis A wird auch Reise-Hepatitis genannt, tritt in Ländern mit geringeren Hygienestandards auf und heilt praktisch immer von selbst aus", so Niederau. Anders die C-Form, die in rund 80 Prozent der Fälle chronisch verläuft: In Deutschland seien über 500.000 Menschen von einer chronischen Hepatitis C betroffen. "Bei der Hepatitis C wurden große Fortschritte in der Therapie erzielt", so Niederau. Mit Hilfe einer neuen Kombinationstherapie könnte heute mehr als jeder zweite Hepatitis C-Patient geheilt werden. Dies sei bei der B-Form leider noch nicht gelungen. Die D-Form kommt nur zusammen mit der B-Form vor. Wer gegen Hepatitis B geimpft sei, ist daher auch gegen die Hepatitis D geschützt.
Diagnostik ist (über-)lebenswichtig
"Neben Viren sind es vor allem Giftstoffe, welche die Leber schädigen können", ergänzt Tobias Göser, Professor für Hepatologie am Universitätsklinikum Köln. "Bei Leberkrankheiten mit unklaren Ursachen liegt hingegen oft eine Autoimmunerkrankung vor, eine Art von Selbstzerstörung." Hinzu kämen noch angeborene Lebererkrankungen, von denen in Deutschland einer von 500 Menschen betroffen sei.
"Von den Millionen Leberkranken in Deutschland ist nur ein Bruchteil diagnostiziert", warnt Kautz. Zentrales Anliegen der Selbsthilfegruppen sei daher eine verbesserte Diagnostik. "Bei unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit und Konzentrationsstörungen sollten Ärzte und Patienten auch an die Leber denken." Deshalb ist das Motto des Lebertages "unerkannt leberkrank". Eine weitere Aufgabe der Selbsthilfe ist die konkrete Unterstützung der Betroffenen. "Bausteine dabei sind Ratgeber zu Verhalten und Ernährung bei Leberkrankheiten", so Kautz. "Wir vermitteln natürlich auch die notwendigen Spezialisten, von denen fast 50 im wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Leberhilfe e.V. vertreten sind." Leberkranke nicht mehr in die Schmuddelecke "Alkohol und Drogen" zu stellen, ist abschließender Wunsch und Forderung des 3. Deutschen Lebertages.Weitere Informationen...
... Lebererkrankungen beantwortet die Deutsche Leberhilfe e. V., Achim Kautz, Luxemburger Straße 150, 50937 Köln, Telefon: 0221/2829980.
... Impfen beantwortet der "Service Impfen Aktuell" in Mühltal. Telefonsprechstunde montags von 14 bis 17 Uhr, Telefon: 06151/13699-25, Fax: 06151/1369929, E-Mail: info@impfen-aktuell.de.
Autor/Quelle: Quelle: Circle Comm

