Akute Bronchitis: Behandlung und Komplikationen

Behandlung einer akuten Bronchitis

  • Bei akuter, durch Viren hervorgerufener Bronchitis und speziell bei Fieber, ist Bettruhe einzuhalten. Die Atemluft muss feucht gehalten werden (Inhalator, Zusatz von ätherischen Ölen). Die virale bzw. akute Bronchitis bedarf sonst keiner besonderen Therapie. Da der Husten besonders in der Nacht quälend sein kann, werden Hustenmittel mit Kodein empfohlen.
  • Das beste Schleimlösungsmittel ist aber eine reichliche Flüssigkeitszufuhr. Ungefähr 3 bis 4 Liter Tee oder Mineralwasser täglich sorgen dafür, dass der Schleim verflüssigt wird und gut abgehustet werden kann.
  • Tagsüber sollten keine hustendämpfenden Medikamente genommen werden, da sie das erwünschte Abhusten des Schleims hemmen. Schleimlösende Medikamente (Mukolytika) wie z.B. Azetylzystein hingegen können helfen.

 

  • Als Hausmittel empfiehlt sich eine Abkochung von Milch, Honig und Zwiebeln zu gleichen Teilen. Wichtig ist Vitamin-C-Zufuhr (Früchte, Saft, eventuell Tabletten).
  • Ansonsten kann zweimal täglich etwa zwei Stunden lang ein feuchter Brustwickel angelegt werden. Fieber, Gelenk- und Kopfschmerzen können mit allgemein bekannten Schmerz-Fieber-Mitteln behandelt werden.
  • Von gutem Erfolg sind Schwitzkuren: Man nimmt ein heisses Bad, trinkt heisse Milch mit Honig und Lindenblütentee. Bei älteren Menschen dürfen Schwitzprozeduren nicht zu intensiv durchgeführt werden, um eine Überlastung von Herz und Kreislauf zu vermeiden.
  • Überhaupt ist bei älteren Leuten mit allen Anwendungen Vorsicht geboten. Man muss sie zudem häufiger aufsitzen lassen. Sanft mit einem feuchten Tuch abklatschen, um das Auftreten einer Lungenentzündung zu vermeiden.

 

Komplikationen

Die akute Bronchitis verursacht in der Regel keine weiteren Komplikationen und sollte nach einigen Tagen ausgeheilt sein. Wurde im Rahmen der bakteriellen Bronchitis ein Antibiotikum verordnet, sollte dieses über den vorgeschriebenen Zeitraum genommen werden, auch wenn keine Zeichen der Bronchitis mehr vorhanden sind. Frühzeitiges Abbrechen kann dazu führen, dass die Bakterien auf eine spätere Antibiotikatherapie nicht mehr ansprechen. In diesem Fall spricht man von einer Antibiotikaresistenz. Weiterhin kann fehlende Therapietreue bei einer bereits begonnenen Antibiotikabehandlung zur Ausdehnung der Erkrankung auf das anliegende Lungengewebe führen und zusätzlich eine Lungenentzündung hervorrufen.

 
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