Medikamente und Hausmittel bei Erkältung

Die Nase ist zu, im Hals kratzt es, man fühlt sich schlapp und kaputt - dies sind deutliche Zeichen, dass ein Infekt im Anmarsch ist. Gerade wenn das Immunsystem - beispielswiese durch Stress - bereits angeschlagen ist, ist man besonders anfällig. Unter Erkältungen oder grippalen Infekten versteht man eine Infektion der Schleimhäute der Nase, des Halses oder der Bronchien. Zwar dauert nach einer alten Volksweisheit ein solcher Infekt ‚ohne Behandlung eine Woche und mit Behandlung sieben Tage‘, aber mit einigen Tipps und Tricks können Sie Ihre Erkältung doch schneller loswerden. Wir stellen Ihnen einige rezeptfreie, pflanzliche und homöopathische Medikamente sowie verschiedene Hausmittel bei Erkältungskrankheiten vor.

Angocin® Anti-Infekt N

Angocin® Anti-Infekt N zählt zu den pflanzlichen Hilfsmitteln bei Erkältungskrankheiten. Zu den Inhaltsstoffen gehören unter anderem Kapuzinerkresse und Meerrettich. Beide Stoffe enthalten so genannte Senföle, die für die heilende Wirkung von Angocin® verantwortlich sind. In der Klostermedizin werden Senföle schon seit Jahrhunderten bei Erkältungen und Nasennebenhöhlenentzündungen, aber auch bei Mandelentzündungen sowie Harnwegsentzündungen eingesetzt. Mittlerweile ist ihre Wirkung auch wissenschaftlich bewiesen: Senföle bremsen das Wachstum von Krankheitserregern und töten nicht nur Bakterien und Viren, sondern auch Pilze und Hefen ab.

Die in Angocin® enthaltenen Senföle gelangen über den Darm ins Blut, zirkulieren dann durch unseren Körper und reichern sich schließlich in Ausscheidungsorganen wie der Lunge oder den Nieren an. Bei einer Infektion der oberen Atemwege oder der Harnwege können die Senföle die Bakterien somit direkt vor Ort abtöten. Dies stellt einen großen Unterschied von Angocin® gegenüber beispielsweise Antibiotika dar. Nebenwirkungen von Angocin® Anti-Infekt N sind bislang kaum bekannt, vereinzelt kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Bei Geschwüren im Magen-Darm-Bereich sowie bei einer akuten Nierenentzündung sollte das Medikament nicht eingenommen werden.

Je nachdem wie schwer der Infekt ist, empfiehlt es sich, 3 bis 5 mal pro Tag 4 bis 5 Filmtabletten Angocin® Anti Infekt N einzunehmen. Die tägliche Dosis für Kinder liegt bei etwa 3 mal 2 Filmtabletten. In geringeren Dosen kann Angocin® auch längerfristig zur Prophylaxe eines Infektes, besonders einer Grippeerkrankung im Winter, eingenommen werden. Zur genauen Dosierung von Angocin® fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Imupret®

Bei Imupret® handelt es sich genau wie bei Angocin® um ein rein pflanzliches Medikament. Es enthält unter anderem Kamillenblüten, Eibischwurzel, Schafgarbe, Löwenzahn und Schachtelhalmkraut. Imupret® wird bei Atemwegserkrankungen wie Mandelentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Bronchitis eingesetzt. Zum einen wirkt Imupret® immunstärkend, zum anderen auch entzündungshemmend. Aufgrund seiner immunstärkenden Wirkung ist die Einnahme von Imupret® bei ersten Krankheitsanzeichen zu empfehlen. Alternativ kann zu Beginn einer Erkältungskrankheit auch Meditonsin® eingenommen werden. Meditonsin® bekämpft und lindert die Beschwerden bei Entzündungen in Hals, Nase und Rachen.

Während eines akuten Infektes sollten Erwachsene täglich 5 bis 6 mal zwei Dragees oder 25 Tropfen Imupret® einnehmen. Bei Kindern ist die Dosis niedriger. Genau wie Angocin® kann auch Imupret® vorbeugend zum Schutz vor Erkältungskrankheiten angewendet werden. Genauere Informationen zur Dosierung finden Sie in der Packungsbeilage oder erhalten Sie von Ihrem Arzt oder Apotheker. Als mögliche Nebenwirkung von Imupret® sei hier noch erwähnt, dass es durch die Einnahme in seltenen Fällen zu allergischen Hautreaktionen kommen kann.

Metavirulent®

Metavirulent® ist ein homöopathische Arzneimittel, das bei akuten grippalen Infekten sowie zu deren Vorbeugung eingesetzt wird. Es handelt sich um ein Komplexmittel, da es sich aus verschiedenen Einzelmitteln zusammensetzt: Es enthält sowohl virale (Influencinum-Nosode), als auch pflanzliche und mineralische Wirkstoffe. Nosoden fördern den Angriff auf die Abwehrkräfte des Körpers und aktivieren dadurch das Immunsystem des jeweiligen Organs. Deshalb kann es nach der Einnahme, wie bei anderen homöopathischen Mitteln auch, zunächst zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen. Darüber hinaus sind weitere Nebenwirkungen von Metavirulent® allerdings nicht bekannt.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, sollten Erwachsene während eines akuten Infektes täglich maximal zwölfmal 5 bis 10 Tropfen einnehmen. Für Kinder ist das Medikament nicht geeignet, da es 37 Vol.-% Alkohol enthält. Deshalb darf Metavirulent® auch nicht von Alkoholkranken verwendet werden. Tritt bei hohem Fieber trotz der Einnahme von Metavirulent® nach drei Tagen keine Verbesserung des Gesundheitszustandes ein, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann Ihnen auch genauere Hinweise zur Dosierung von Metavirulent® geben.

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Hausmittel bei Erkältung

Bei Erkältungskrankheiten sollten Sie zunächst einmal darauf achten, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Vor allem bei Fieber ist es wichtig, viel zu trinken. Bei grippalen Infekten sind spezielle Erkältungs- und Hustentees gut geeignet. Daneben sollte man sich während einer Erkältung viel Ruhe gönnen und sich schonen. Wichtig ist außerdem, den Aufenthaltsraum regelmäßig zu lüften.

Auch ein Erkältungsbad oder ein warmes Fußbad kann zu einer Linderung der Symptome führen. Bei hohem Fieber sollte man aufs Baden allerdings verzichten und besser fiebergreifende Maßnahmen wie zum Beispiel Wadenwickeln anwenden. Ist die Nase dagegen zu, kann Inhalieren helfen: Besonders geeignet sind die Dämpfe einer Kochsalzlösung (pro Liter Wasser einen Esslöffel Salz). Aufgrund der Verbrühungsgefahr sollte man Kinder beim Inhalieren allerdings nie unbeaufsichtigt lassen.

Neben diesen allgemeinen Tipps können Sie Ihrer Erkältung aber auch mit diversen Hausmitteln aus Omas Zeiten den Kampf ansagen: Besonders beliebt bei Erkältungen ist ein Gebräu aus Zwiebelstücken, braunem Kandiszucker und getrockneten Brombeerblättern. Die Mischung wird kurz aufgekocht und anschließend heiß getrunken. Auch eine Hühnersuppe ist bei Erkältungen zu empfehlen, da sie entzündungshemmend wirken soll.

Bei Halsschmerzen kann dagegen ein Quarkwickel helfen: Dafür Quark auf einem Tuch verstreichen und dieses um den Hals legen. Darüber einen Wollschal binden und den Quark eine Viertelstunde lang einwirken lassen. Ebenfalls hilfreich bei Halsschmerzen ist Gurgeln mit Zitronensaft, Kamillentee oder Salzwasser.