Blutdruck: Zu hoch oder zu niedrig?
Pa-dum, pa-dum, pa-dum, mit jedem Schlag pumpt das Herz Blut in die Arterien. Und darüber gelangt es bis in die kleinsten Zellen des gesamten Körpers. Damit es auch wirklich in jeder Ecke ankommt, ist ein gewisser Druck nötig: der Blutdruck. Ist dieser zu hoch, schädigt das jedoch die Gefäße und das Herz. Ist er zu niedrig, kann dies das Herz manchmal sogar schützen. Allerdings haben auch diese Menschen oft mit unangenehmen Symptomen zu kämpfen. Ein gesundes Leben kann jedoch vor beiden Problemen schützen.
Wie entsteht niedriger Blutdruck?
Die gute Nachricht zuerst: Ein niedriger Blutdruck ist nicht lebensgefährlich, im Gegenteil, manchmal kann er sogar vor Erkrankungen schützen, die ein hoher Blutdruck fördert. Allerdings kann er Müdigkeit und Schwindelgefühle auslösen.
Ärzte unterscheiden hauptsächlich zwei Formen von niedrigem Blutdruck. Die primäre oder essenzielle Hypotonie ist meist angeboren und gilt nicht als Krankheit. Sie kommt häufiger bei Frauen vor, besonders wenn es in der Familie liegt.
Als sekundäre Hypotonie bezeichnet man einen niedrigen Blutdruck, der infolge einer Erkrankung wie einer Unterfunktion der Schilddrüse, der Nieren oder der Hirnanhangsdrüse sowie bei Herzerkrankungen auftritt. Medikamente, die eine sekundäre Hypotonie auslösen, sind: Psychopharmaka, Diuretika, Antiarrythmika, gefäßerweiternde und Koronarmittel.
Was hilft?
Schon mit einfachen Tricks lässt sich ein niedriger Blutdruck meist ein wenig anheben. Dazu gehören Ausdauersport sowie in Maßen Salz und Koffein. Auch kalte Güsse steigern den Blutdruck. Reicht das nicht, können Medikamente wie die Sympathomimetika den Kreislauf anregen. Ähnlich wie daskörpereigene Adrenalin und Noradrenalin erhöhen sie den Rückstrom des Blutes zum Herzen und stimulieren den Herzschlag.
Wie kann ich vorbeugen?
Die wichtigsten Maßnahmen zur Prävention sind Sport und eine hohe Flüssigkeitsaufnahme, da beide den Kreislauf anregen – und zwar ganz ohne Nebenwirkungen.
Wie entsteht hoher Blutdruck?
Bei Menschen mit Bluthochdruck steigt der Druck in den Blutgefäßen gefährlich an. Über Jahre erhöht sich so das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. In den meisten Fällen lässt sich nur schwer feststellen, was den erhöhten Druck bei einem Patienten ausgelöst hat. Allerdings kennt man die Risikofaktoren sehr gut, beispielsweise zu wenig Bewegung, Übergewicht, ein ungesunder Lebensstil mit viel Alkohol und Zigaretten.
Zudem ist bekannt, dass Menschen, die dauerhaft Stress ausgesetzt sind, schneller Bluthochdruck entwickeln. Aber auch Krankheiten wie chronische Nierenleiden und Medikamente wie Hormone und Rheumamittel können den Bluthochdruck gefährlich in die Höhe treiben.
Was hilft?
Der erste Schritt, den Blutdruck zu senken, ist bei Übergewichtigen abzunehmen. Dabei hilft auch Sport, weil sich so am einfachsten Kalorien verbrennen lassen und Bewegung zudem die Gefäße elastisch hält. Hypertoniker sollten die Sportart jedoch mit einem Arzt besprechen, um eine Überlastung zu vermeiden. Darüber hinaus zeigen Studien, dass auch eine salzarme Ernährung den Blutdruck senken kann.
Doch manchmal reichen diese Maßnahmen nicht. Bei Medikamenten sind dann Diuretika die erste Wahl. Neben diesen entwässernden Mitteln senken auch Betablocker, Kalzium-Antagonisten, ACE-Hemmer und AT-II-Antagonisten einen erhöhten Blutdruck effektiv.
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Wie kann ich vorbeugen?
Senken Sie Ihr Risiko! Das geht am besten mit regelmäßigem Sport, einer gesunden Ernährung sowie wenig Alkohol und Salz. Auch von Zigaretten sollten Sie die Finger lassen. Und wer jetzt noch übt, mit stressigen Situationen besser umzugehen, schützt dadurch auch sein Herz.