Glossar Fettstoffwechselstörungen
Atherosklerose
Arterienverkalkung, wichtige Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, periphere Durchblutungsstörung).
Cholesterin
Fettähnliches Molekül, wird vom Körper gebildet und über die Nahrung aufgenommen. Grundsubstanz für den Aufbau von Zellwänden, Hormonen, Gallensäuren etc. Der Name stammt aus dem Griechischen von chole = Galle und stereós = hart, fest und bedeutet übersetzt "Gallenfett". Es wurde dort bereits im 18. Jahrhundert als Hauptbestandteil der Gallensteine entdeckt.
Cholesterin-Synthese-Hemmer (CSE-Hemmer)
Senkt die Produktion von Cholesterin in der Leber, indem es ein dafür notwendiges Enzym hemmt. Synonym: Statine.
Chylomikronen
sind die größten aller Lipoproteine mit der geringsten Dichte. Sie sind sehr triglyceridreich, werden im Darm gebildet und transportieren die mit der Nahrung aufgenommenen Fette vom Darm zur Leber.
HDL-Cholesterin ("gutes Cholesterin")
Lipoprotein mit hoher Dichte (high density lipoprotein), nimmt überschüssiges Cholesterin aus den Körperzellen sowie von der Gefäßwand auf und bringt es zur Leber zurück.
Herzinfarkt
Minderdurchblutung des Herzmuskels als Folge verminderter Blutzufuhr bei Atherosklerose (s. o.)
Koronare Herzkrankheit (KHK)
Angina Pectoris (Engegefühl in der Brust), Herzinfarkt und plötzlicher Herztod sind Folgen der Atherosklerose an den Herzkranzgefäßen, die als koronare Herzkrankheit bezeichnet werden. Die KHK kann sich in weiteren klinischen Bildern manifestieren: Herzwandfunktionsstörungen, verminderter Herzleistung (Herzinsuffizienz) oder Herzrhythmusstörungen. Allen Ausprägungen der koronaren Herzkrankheit liegt eine Einschränkung der Sauerstoffzufuhr zum Herzmuskel zugrunde.
LDL-Cholesterin ("schlechtes Cholesterin")
Lipoprotein mit niedriger Dichte (low density lipoprotein), bringt das Cholesterin zu den Köperzellen. Sind diese gesättigt, kann sich das Cholesterin in den Gefäßwänden ablagern.
Lipidsenker
Medikamente, die die Lipide im Blut senken:
- Fibrate senken die Triglyceride (VLDL,Chylomikronen ) und erhöhen das HDLCholesterin
- Nikotinsäure senkt die Triglyceride (VLDL,Chylomikronen ) und erhöht das HDLCholesterin
- Statine senken das LDL-Cholesterin
- Pflanzen-Sterole / -Stanole senken das LDL-Cholesterin
- Austauscherharze senken das LDL-Cholesterin
- Cholesterin-Absorptions-Hemmer senken Chylomikronen-Cholesterin und das LDLCholesterin.
Lipoproteine
bestehen aus Lipiden (Fett) und Proteinen (Eiweiß), in dieser Form sind Cholesterin und Triglyceride im Blut transportierbar. Insgesamt unterscheidet man mehrere Lipoproteine nach ihrer Dichte: HDL (high density lipoprotein, "gutes Cholesterin"), LDL (low density lipoprotein / "schlechtes Cholesterin"), VLDL (very low density lipoprotein, Triglyceride) und Chylomikronen (Triglyceride).
Plaques
Ablagerung in den Gefäßen.
Primäre Hypercholesterinämie
Erhöhte Cholesterinspiegel im Blut können erblich bedingt sein. Dann spricht man von familiärer Hypercholesterinämie.
Schlaganfall
Verlust von Hirngewebe als Folge akuter Durchblutungsstörung.
Thrombose
Verschluss in den Gefäßen durch ein Blutgerinnsel.
Triglyceride
Neutralfette, wichtige Energiespeicher und Grundbausteine des Körpers. Erhöhte Triglyceridkonzentrationen begünstigen zusammen mit Cholesterin auch die Arterienverkalkung.
