Übergewicht - Nummer 1 des Tödlichen Quartetts

Die vier Killer des "Tödlichen Quartetts", Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, erhöhter Blutzucker und bauchbetontes Übergewicht, kosten Jahr für Jahr mehr Menschen das Leben, dabei ist vor allem letzteres – der lästige und dazu gefährliche Bauchspeck – mit relativ wenig Aufwand in den Griff zu bekommen.
Reichlich Bauchfett gefährdet die Gesundheit!
Bereits rund 60 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts übergewichtig, haben also einen BMI (Körpergewicht in Kilogramm/ (Körpergröße in Metern)2) von über 25 (Männer) beziehungsweise 24 (Frauen). Der Trend steigt auch weiterhin trotz des hohen Gesundheitsrisikos an. Übergewicht erhöht das Risiko für schwere Folgeerkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose, Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus Typ 2, Krebs, Gicht und Fettstoffwechselstörungen, die teilweise tödlich enden können, insbesondere wenn sie zusammen als Tödliches Quartett vorkommen. Weitere Gründe für die Behandlung des Übergewichtes:
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Mit zunehmender Dauer und Ausprägung des Übergewichtes wird die Behandlung immer schwieriger.
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Die gesundheitlichen Folgeerscheinungen einer Adipositas (Fettleibigkeit) sind nach einer Gewichtsabnahme nicht immer reversibel.
Body-Mass-Index (BMI)
Der BMI ist der Quotient aus Körpergewicht in kg, geteilt durch das Quadrat der in Metern gemessenen Körperlänge (kg/m2). Der BMI korreliert recht gut mit der Körperfettmasse und mit dem Risiko negativer Auswirkungen auf Gesundheit und Lebenserwartung und hat sich deshalb als Maßeinheit durchgesetzt. BMI (kg/m2) Körpergewicht: < 20 - Untergewicht > 20 - 25 Normalgewicht > 25 - 30 Übergewicht > 30 - 40 Adipositas > 40 - Extreme Adipositas Ab einem BMI > 30 (kg/m2) liegt eine Adipositas vor, die wegen des hohen Gesundheitsrisikos behandlungsbedürftig ist. Berechnen Sie Ihren Body-Mass-Index mit unserem BMI-Rechner.
Übergewicht ist nicht gleich Übergewicht
Die Fettverteilung ist genetisch bedingt und unterscheidet sich bei Männern und Frauen. Ernährungsmediziner teilen Übergewicht nach der Körperfettverteilung in zwei verschiedene Gruppen ein, die auch ein unterschiedliches Risiko für die entsprechenden Folgeerkrankungen bergen. Entscheidend für das Gesundheitsrisiko ist die Waist-to-Hip-Ratio (WHR), also das Verhältnis des Umfanges der Taille zu dem der Hüfte. Ist die WHR hoch, ist das Übergewicht eher bauchbetont (androider Typ: "Apfelform") und das Risiko, an Folgeerkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose, Herzinsuffizienz oder Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken unverhältnismäßig höher als bei einem niedrigeren Wert (gynoider Typ: "Birnenform"). Bei Männern liegt ab einer WHR von mehr als 0,95, bei Frauen ab 0,85 (Taillenumfang/Hüftumfang) eine so genannte abdominale Fettablagerung vor. Der gynoide Typ oder „Birnentyp" kommt hauptsächlich bei Frauen vor, während der androide Typ oder "Apfeltyp" bei Männern vorkommt. Berechnen Sie Ihre Waist-to-Hip-Ratio mit unserem Fettverteilungsrechner.
Der androide Typ lebt gefährlicher
Adipöse und Übergewichtige mit androider Fettverteilung haben ein weitaus höheres Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie Gefäßverkalkungen zu erkranken und im schlimmsten Falle einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Umgekehrt hat der gynoide Typ mehr Probleme das Gewicht wieder abzubauen. Nach den Wechseljahren nimmt häufig auch das abdominale Fett bei der Frau zu. Bei beiden Geschlechtern steigt das gesundheitliche Risiko mit der Vermehrung des abdominalen Fettgewebes.
Begünstigende Faktoren für Übergewicht
- Hochkalorische Ernährung und körperliche Inaktivität
- Zu viel Alkohol und Nikotin
- Psychischer Stress sowie schnelle Gewichtsab- und –zunahmen ("Jojo-Effekt")
Die Reduktion des Körperfettanteils durch eine langfristige Ernährungsumstellung in Kombination mit viel Bewegung lohnt sich sowohl für androide als auch für gynoide Typen, denn mit dem Körperfettanteil sinkt auch das Risiko für die oben genannten Krankheiten. Viel frisches Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, Seefisch und reichlich Mineralwasser sind die Grundpfeiler einer Ernährung, die dem "Tödlichen Quartett" ganz einfach den Wind aus den Segeln nimmt.
Autor/Quelle: gesundheit.de
