Alzheimer - kann man der Krankheit vorbeugen?
Vor der Alzheimer-Krankheit haben die meisten Menschen große Angst. Ihr typischer Verlauf beginnt mit Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, Denkschwierigkeiten und Sprachstörungen und weitet sich bis zum Totalverlust des Urteilsvermögens und der Persönlichkeit aus. Die Patienten können ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen und selbst einfache Handlungen und Fähigkeiten wie das Sprechen fallen dem Vergessen zum Opfer.
Aktive sind seltener betroffen
Wenn Alzheimer in einem frühen Stadium durch Tests oder moderne bildgebende Verfahren erkannt wird, gibt es Medikamente, die die Krankheit aufhalten und ihren Verlauf verlangsamen können. Es zeigt sich beim derzeitigen Forschungsstand, dass Menschen, die aktiv am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen, Sport treiben, und ein reges soziales Leben führen, seltener an Alzheimer erkranken.
Vorbeugende Maßnahmen
Eindeutige vorbeugende Maßnahmen gibt es leider noch nicht, aber in großen epidemiologischen Studien konnten viele Faktoren ermittelt werden, die das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, herabsetzten. Sie lassen sich in drei Bereiche trennen: Geist und Körper fit halten: Intensive Gespräche, Zeitung lesen, das Lösen von Kreuzworträtseln halten geistig beweglich. Das Auswendiglernen z.B. von Telefonnummern trainiert das Gedächtnis. Regelmäßige Bewegung durch flotte Spaziergänge oder angemessene sportliche Betätigung halten den Körper in Form. Wichtig: gesunde Ernährung: Vitaminreiche Kost mit viel Vitamin A, C und E, enthalten in Obst und grünem und rotem Gemüse, wirkt als Radikalfänger und antioxidativ und kann vor Alzheimer schützen. Fisch sollte jede Woche auf dem Speiseplan stehen. Risikofaktoren meiden: Hoher Blutdruck, hoher Cholesterinwert, Übergewicht und ein hoher Plasma-Homocystein-Spiegel werden nach neuesten Erkenntnissen als Risiko vermutet. Diese Werte sollte der Hausarzt regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls behandeln. Nach Einschätzung von Prof. Maurer (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Frankfurt, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates der Alzheimer Forschung Initiative e.V. in Düsseldorf) wird die Behandlung der Alzheimer-Krankheit in den nächsten zehn Jahren große Fortschritte machen. Weltweit wird an der Aufklärung der krankhaften Prozesse gearbeitet und weitere Medikamente werden entwickelt und eingesetzt werden.
Informationsmaterialien
Wichtige Informationen und Ratgeber für Patienten und Betreuer können bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) kostenlos bestellt werden: "Diagnose Alzheimer ": Für Patienten, die schon früh von ihrer Alzheimer-Krankheit erfahren. Der Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen, gibt ausführliche Informationen über Diagnose- und Behandlungsmethoden, mögliche Ursachen sowie den Krankheitsverlauf. "Leben mit der Alzheimer Krankheit": Informationen für pflegende Angehörige und Betreuer. Wie kann man die Schwierigkeiten meistern, die im täglichen Leben mit einem Alzheimer-Patienten auftreten; welche Maßnahmen sind im Haushalt zu ergreifen und welche Hilfen können in Anspruch genommen werden. Wie sich mit dem Fortschreiten der Krankheit die Anforderungen verändern und wann die persönlichen Grenzen bei der Pflege erreicht sind, kann anhand von Checklisten überprüft werden. "Ich bin für dich da - Erfahrungsberichte von Pflegenden": Ein Sachbuch über Menschen, die mitten im Leben stehen und durch die plötzliche Erkrankung eines Elternteils aus der Bahn geworfen werden. Konfrontiert mit Pflegeaufgaben, obwohl sie bereits durch Kinder, berufliche Karriere und Partnerschaft stark eingebunden sind. Die Berichte machen Mut, die vielfältigen Probleme tatkräftig anzugehen und werden ergänzt durch wertvolle Ratschläge von Fachleuten und Betreuern.Bestelladresse: Alle Materialien können unter http://www.alzheimer-forschung.de im Internet oder bei der Geschäftsstelle bestellt werden: Alzheimer Forschung Initiative e.V., Grabenstr. 5, 40213 Düsseldorf, Tel.: 0800-200 40 01
Autor/Quelle: ots
