TIA - Sofort zum Arzt
Sofort zum Arzt
Auch wenn die Symptome sich wieder vollständig zurückbilden, ist die TIA keine harmlose Funktionsstörung des Gehirns. Ein gutes Drittel der Personen, die von einer TIA heimgesucht werden, erleidet oft schon Monate später einen Schlaganfall. Bei einem weiteren Drittel treten weitere TIAs auf, auch wenn sie keinen Schlag erleiden. Und nur etwa ein Drittel bleibt in der nachfolgenden Zeit von weiteren Ausfällen verschont. Deswegen muss der Arzt so schnell wie möglich schon während oder nach der Attacke informiert werden.
Was man tun kann
Durch eine gründliche neurologische Untersuchung, eine Blutuntersuchung und andere Verfahren kann der Facharzt für Neurologie der Ursache auf die Spur kommen. Mit einer Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern wird der Grad der Arteriosklerose gemessen, denn sie entwickelt sich meistens in diesem Bereich. Das Gehirn selbst wird mit einer Computertomographie (CT) oder einer Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht, denn Gerinnsel können auch Arterien innerhalb der Schädelhöhle verschließen und dadurch die Sauerstoffversorgung einzelner Regionen des Gehirns behindern. Wird das Gerinnsel aufgelöst oder zerfällt es, ist die Blutbahn wieder frei, und der Zustand normalisiert sich.
Medikamente oder OP
Bei der Therapie steht der Stoffwechsel im Vordergrund: Blutzuckerwerte, Blutdruck, Körpertemperatur, Blutgerinnung und anderes müssen überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Je nach Schweregrad des Befundes kommen Blut verdünnende Medikamente oder, bei einer stark verengten Halsschlagader (Stenose), auch eine Operation in Betracht. Beträgt die Verengung mehr als 70 Prozent, werden die Gefäßwandablagerungen ausgeschält. Sehr wichtig ist außerdem eine Änderung der Lebensgewohnheiten, denn eine gesunde Ernährung und viel Bewegung kann neben regelmäßiger Blutdruckkontrolle das Risiko deutlich vermindern.
Autor/Quelle: RaIA/dgk

