Muttermale

Unter dem Begriff Muttermale - auch Naevi genannt - werden unterschiedliche angeborene oder später auftretende pigmentierte Fehlbildungen der Haut zusammengefaßt. Zu den Muttermalen zählen auch Leberflecken oder Pigmentflecken. Für Muttermale besteht ein höheres Risiko, daß sich aus dieser Stelle Hautkrebs entwickelt.


Der größte Risikofaktor stellt die Anzahl der Pigmentmale am ganzen Körper dar. Menschen mit mehr als 40 Pigmentmalen oder untypischen Pigmentmalen haben ein bis zu 15-fach erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Wer viele Pigmentflecken oder Muttermale hat, sollte sich deshalb eher im Schatten aufhalten, sich zusätzlich mit geeigneten Sonnenschutzmitteln eincremen und regelmäßig vom Hautarzt untersuchen lassen.

Ursachen

  • Genetische Veranlagung - besonders gefährdet sind Personen mit hellem Hauttyp, blonden oder roten Haaren oder vielen Sommersprossen.
  • UV- Bestrahlung - viele Sonnenbäder schädigen die Haut und erhöhen das Hautkrebsrisiko.
  • Häufiger Sonnenbrand in der Kinder- und Jugendzeit.
Bestimmte Auffälligkeiten der Pigmentmale weisen möglicherweise auf eine beginnende Hautkrebserkrankung hin. Die ABCD - Regel hilft, Pigmentmale zu beurteilen:
  • A wie Asymmetrie - Form ist unsymmetrisch
  • B wie Begrenzung - Rand oder Begrenzung ist uneben, zackig oder rauh
  • C wie Colour (Farbe) - Farbveränderungen, Auftreten von schwarzen, dunkelbraunen oder bläulichen Arealen
  • D wie Durchmesser - alle Pigmentflecken die größer als 2 mm sind sollten beachtet werden.

Achtung!

Wenn sich die Flecken plötzlich vergrößern, dunkler werden, unregelmäßige Formen annehmen, sich entzünden, bluten, jucken, schmerzen oder wenn sich neue, größere Flecken bilden muß immer der Arzt aufgesucht werden.

Wichtige Ratschläge:

  • Wenn Sie zu einer der Risikogruppen gehören, sollten Sie monatlich ihre Haut von Kopf bis Fuß genau anschauen und auf Veränderungen achten.
  • Zur Vorsorge mindestens einmal im Jahr den Hautarzt aufsuchen.
  • Achten Sie auf einen guten und ausreichenden Sonnenschutz, vor allem nach dem Winter ist die sonnenentwöhnte Haut sehr gefährdet.
  • schützen Sie Ihre Kinder vor einem Sonnenbrand. Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko für einen Hautkrebs um das Zwei- bis Dreifache.

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