Sonnenschutz: So schützen Sie Ihre Haut richtig!

Ein sorgfältiger Sonnenschutz ist wichtig, um Hautkrebs und einer vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen. Welchen Lichtschutzfaktor Sie benötigen, ist unter anderem von Ihrem Hauttyp, der Eigenschutzzeit der Haut sowie der Länge des Sonnenbades und der Intensität der Sonne abhängig. Informieren Sie sich hier ausgiebig über das Thema Sonnenschutz und erfahren Sie, mit welchen Tipps und Tricks Sie einem Sonnenbrand sicher vorbeugen können.

Sonnencreme und Sonnenmilch 

Die Auswahl an verschiedenen Sonnenschutzprodukten ist heutzutage riesig: Sonnencreme, Sonnenmilch oder doch lieber ein Gel oder ein Spray? Hierbei den Überblick zu behalten, ist nicht immer einfach. Generell ist es Ihnen überlassen, welche Form der ‚Sonnencreme‘ Sie verwenden möchten. Jedes Produkt hat nämlich seine eigenen Vor- und Nachteile:

  • Gel: Enthält wenig Fett und ist deswegen gut für Personen mit Akne sowie für Sportler geeignet.
  • Milch: Pflegt die Haut besonders gut, insbesondere wenn das Antioxidanz Vitamin E enthalten ist. 
  • Spray: Lässt sich gut auf der Haut verteilen, allerdings kann es beim Sprühen zu Creme-Verlusten kommen.
  • Creme: Bietet aufgrund ihres hohen Fettgehaltes, durch den die Wirksubstanzen besser gebunden werden können, einen besonders effektiven Schutz. 

Egal für welches Produkt Sie sich entscheiden, achten Sie beim Kauf darauf, dass die Creme vor UV-A- und vor UV-B-Strahlen schützt. Dies ist in Deutschland zwar die Regel, ein Blick auf die Verpackung kann aber trotzdem nicht schaden. Generell sollte der UV-A-Schutzfaktor mindestens ein Drittel des UV-B-Schutzfaktors betragen. 

Richtig cremen ist wichtig

Damit die Sonnencreme ihren vollen Schutz entfalten kann, sollten Sie unbedingt genügend Creme verwenden. Um den ganzen Körper zu schützen, sind rund 30 Milliliter Sonnencreme nötig – das entspricht etwa drei Esslöffeln. Verteilen Sie die Creme gleichmäßig auf der Haut, ansonsten wird die schützende Wirkung verringert. 

Kleine Hilfestellung: Teilen Sie den Körper in die folgenden 13 Partien ein und verwenden Sie pro Partie zwei Fingerlängen Sonnencreme: Gesicht & Nacken, Dekolleté, rechter Arm, linker Arm, oberer Rücken, unterer Rücken, Bauch, rechter Oberschenkel, linker Oberschenkel, rechter Unterschenkel, linker Unterschenkel, rechter Fuß, linker Fuß. Achten Sie darauf, sogenannte Sonnenterassen wie Ohren, Nase oder die Fußoberseite besonders sorgfältig einzucremen. 

Eigenschutzzeit der Haut 

Welchen Lichtschutzfaktor Sie verwenden müssen, ist maßgeblich von der Eigenschutzzeit der Haut abhängig. Diese beträgt je nach Hauttyp zwischen 10 und 30 Minuten. Während dieser Zeit ist die Haut auch ohne Sonnenschutzmittel vor der UV-Strahlung geschützt. 

Wie hoch der Eigenschutz der Haut ist, hängt von der Dicke der Hornhautschicht (Lichtschwiele) und dem Bräunungsgrad der Haut (Pigmentierung) ab. Durch UV-Licht kann der Eigenschutz der Haut etwas gesteigert werden: Mit der Zeit nehmen nämlich die Dicke der Hornhautschicht und die Pigmentierung zu. Dadurch werden die auftreffenden UV-Strahlen besser gefiltert und die Haut ist besser geschützt. 

Sonnencreme verlängert die Eigenschutzzeit

Durch die Verwendung eines Sonnenschutzmittels kann die Eigenschutzzeit der Haut verlängert werden. Je höher der Lichtschutzfaktor ist, desto länger hält die Schutzwirkung an. Wie lange Sie sich maximal in der Sonne aufhalten können, finden Sie heraus, indem Sie die Eigenschutzzeit Ihrer Haut mit dem verwendeten Lichtschutzfaktor multiplizieren. Sicherheitshalber sollten Sie aber nur 2/3 der errechneten Zeit in der Sonne verbringen. 

Die Eigenschutzzeit lässt sich nur einmalig verlängern. Ist die maximale Zeit erreicht, sollten Sie auf weitere Sonnenbäder am gleichen Tag verzichten. Durch Nachcremen kann weder der Lichtschutzfaktor noch die Eigenschutzzeit der Haut erhöht werden. Sinnvoll ist das Nachcremen aber trotzdem, denn durch Wasser und Schweiß geht mit der Zeit ein Teil der Sonnencreme und damit auch der Schutzwirkung verloren. 

Sonnenschutz für die Haare

Nicht nur unsere Haut, sondern auch unsere Haare leiden unter zu viel UV-Strahlung. Gerade in Verbindung mit Salzwasser oder Chlor kommt es häufig vor, dass die Haare struppig und brüchig werden. Um dies zu verhindern, sind spezielle UV-Produkte für die Haare empfehlenswert. Beispielswiese gibt es Sprays, die einen speziellen UV-Filter enthalten. Oftmals stecken in ihnen zusätzlich noch pflegende Wirkstoffe, die das Haar wieder geschmeidig machen. 

Allergische Haut vor der Sonne schützen

Wenn Sie eine empfindliche Haut haben oder zu Allergien neigen, sollten Sie Ihre Sonnencreme sorgfältig auswählen. Greifen Sie am besten zu Produkten ohne Emulgatoren und ohne Konservierungsstoffe. Testen Sie die Sonnencreme außerdem zunächst vorsichtig an einer kleinen Hautpartie. Warten Sie danach mindestens 24 Stunden ab, ob Ihre Haut eine allergische Reaktion zeigt. Wenn Sie unsicher sind, welches Mittel für Sie geeignet ist, lassen Sie sich am besten in einer Apotheke beraten.

Hautalterung und Hautkrebs vorbeugen

Ein sorgfältiger Sonnenschutz ist wichtig, um einer vorzeitigen Hautalterung und Hautkrebs vorzubeugen. Durch die UV-Strahlung der Sonne können zum einen Veränderungen am Bindegewebe hervorgerufen werden. Dadurch kann es mit der Zeit zu einer verstärkten Faltenbildung kommen. 

Zum anderen kann durch die UV-Strahlung auch die DNA der Hautzellen verändert werden. Solche Schäden am Erbgut können teilweise durch körpereigene Reparaturmechanismen wieder behoben werden. Diese Mechanismen sind jedoch nicht immer erfolgreich. Vor allem bei sehr großen oder wiederholten Schädigungen kann es deswegen zu bleibenden Veränderungen am Erbgut der Hautzellen kommen. Aus solchen mutierten Zellen kann sich mit der Zeit dann unter Umständen Hautkrebs entwickeln.